Dienstag, August 30, 2005

Superschnelle DNA-Tests

Der genetische Fingerabdruck und der heimliche Vaterschaftstest sind in Deutschland immer noch umstritten.

DNA-Analysen, die Rückschlüsse auf Krankheiten erlauben oder genetische Defekte, die eventuell zu Krankheiten führen können, aufklären, sind moralisch und ethisch teilweise bedenklich, da die gewonnenen Daten unter anderem dem Versicherten zum Nachteil bei der Ermittlung der Beitragssumme einer Krankenversicherung werden könnten. Auch Arbeitgeber könnten als zusätzliches Einstellungskriterium an einer Untersuchung Interesse zeigen. Bisher werden solche Analysen in Deutschland nicht systematisch durchgeführt. Die forensische DNA-Analyse stellt in Deutschland mittlerweile ein Standardverfahren bei der Verbrechensaufklärung dar. Dabei geht es um die Identifizierung von Personen, nicht aber um deren genetische Defekte.

Am Montag, dem 5. September 2005, startet in Klein Raden das Unternehmen "Sequentix - Advanced DNA-Analyses" seinen Geschäftsbetrieb. Das Bio-Informatik-Unternehmen kann mit einer High-Tech-Software die zeitaufwendige Verarbeitung von digitalen DNA-Daten in sehr kurzer Zeit vornehmen. Das Unternehmen wirbt mit "zuverlässiger Identifizierung, Auswertung und Visualisierung von unterschiedlichen DNA-Mustern, ohne dass anschließend weitere Analysen durch Auftraggeber vorgenommen werden müssen".

Partner des Mecklenburger Unternehmens sind u.a. Department of Soil & Water der Agricultural Experiment Station in Connecticut/USA und das Leibnitz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei in Neuglobsow.

Mittwoch, August 24, 2005

Die Super-Suchmaske

Effektives Recherchieren im Internet ist eine Kunst für sich. Wer sich dabei allein auf den Marktriesen Google verlässt, lässt etwa zwei Drittel des WWW ausser acht.
Das Netz wächst ständig und beschränkt sich nicht auf die etwa 8 Milliarden bei Google indizierten Seiten. Ein sinnvolles Kombinieren verschiedener Suchtechniken bringt auch sinnvollere Suchergebnisse mit sich. Ein ideales Werkzeug hierfür ist die Seite Searchlores.org.

Wer diese werbefreie Seite zu den Lesezeichen seines Browsers hinzufügt, erspart sich Zeitaufwand und bekommt direkten Zugriff auf die weltweit wichtigsten Suchmaschinen.
Die Super-Suchmaske auf Fravia.com ermöglicht nicht nur ein breites, sondern auch ein verfeinertes Suchen in der Tiefe und in der Vergangenheit von Usenet und World Wide Web.

Im oberen Teil der Seite wird dieses Werkzeug zur Verfügung gestellt, mit dem man die Suchergebnisse von Google und Yahoo grafisch abgleichen kann. Die Eingabemasken der Suchmaschinen sind alphabetisch geordnet. Die Vorzüge, Nachteile und Funktionsweisen werden in wenigen, schnell erfassbaren Worten beschrieben.
Eine übersichtliche Tabelle bewertet die allgemeine Relevanz, Tiefe und Aktualität der Maschinen.

Der Macher der Fravia-Seite hält sich eher im Hintergrund. In den frühen Achtzigern, begann er Software zu programmieren. Seine Neugierde und sein Drang herauszufinden, wie Dinge funktionieren, machten ihn zum Experten für „reverse engineering“. Das Wort Cracker ist im Gegensatz zum Reverser negativ belegt. Heute arbeitet er in der Computerlinguistik und bezeichnet er sich als Seeker.

Dienstag, August 23, 2005

Schutz vor akustischem Spam


Wie oft stand man schon gequält jemanden gegenüber und wollte einfach nicht mehr zuhören.
Schutz bietet der Bullshit Protector, eine neuartige Lowtec-Entwicklung von Cryptome.org .
Nicht nur auf langweiligen Partys dürfte dieses coole tool von Nutzen sein. Wie man sieht, eignet es sich auch ganz hervorragend zur Demonstration seiner politischen Ansichten. Hier kann man den praktischen Schutz vor Wortattacken als Bastelvorlage herunterladen.

FREIe HEIDe: Annemarie Friedrich ist tot



Ich kann nicht einmal annährend schätzen wie oft wir den Unterricht unterbrecchen mussten, wenn die Kampfbomber über unseren Ort und mehr als sehr oft über unser Schuldach donnerten, oft nach durchgängigen und schlaflosen "Bombodrom-Übungsnächten". Viele meiner Kinder von damals sind inzwischen selbst schon Eltern oder sogar schon Großeltern. Auch sie wissen, was diese vierzig Jahre in ihrem Leben bedeuten, solche Jahre. Kann da noch eine Frage offen sein, wie und warum ich zur BI kam?

Annemarie Friedrich im Buch "Bürgerinitiative FREIe HEIDe Bombodrom - nein danke!" Berlin 2000.

Die Aktivistin der Bürgerinitiative FREIe HEIDe, Annemarie Friedrich verstarb am Freitag, den 19. August 2005 im Alter von 85 Jahren. Sie gehörte seit 1992 zu den Gründungsmitgliedern der FREIen HEIDe, die sich gegen eine erneute Inbetriebnahme des Luft-Boden-Schießplatzes Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide in Brandenburg einsetzt und wichtiger bestandteil der Friedensbewegung in Deutschland geworden ist. Annemarie Friedrich wurde 1920 in Berlin geboren und ging im Stadtbezirk Tiergarten zur Schule.

Ihr Vater war Krankenpfleger und aktives Gewerkschaftsmitglied. Erverlor aufgrund seiner Mitgliedschaft in der SPD seine Arbeit. In Flecken Zechlin arbeitete sie viele Jahre als Lehrerin. 1933, im Jahr der Machtergreifung der Nazis, wurden Friedrichs Vater und Bruder als "Staatsfeinde" verhaftet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg absolvierte sie in Cottbus eine Ausbildung zur Lehrerin.
In Flecken Zechlin arbeitete sie noch sechs Jahre über das Pensionsalter hinaus an der dortigen Gesamtschule. 1945 wurde auch sie SPD-Mitglied. Sie verließ die Partei jedoch ein Jahr darauf, nachdem es zur Vereinigung mit der KPD kam.
Erst nach der Wende trat sie wieder in die Sozialdemokratische Partei ein.

Foto: indymedia, Sommer 2003

Keine Zukunft für digitale Bücher bei Google

Der Suchmaschinen-Marktführer Google gibt nach heftigen protesten von Verlegern sein wahrscheinlich ehrgeizigstes Projekt auf. Im letzten Jahr hatte sich das Unternehmen vorgenommen, Bücher im großen Umfang zu digitalisieren und online verfügbar zu machen. Zumindest bis November 2005 will die kalifornische Firma keine Bücher mehr zu scannen, für die noch Urheberschutz besteht. Jetzt sollen Verlage literarischen Werke melden, die nicht digitalisiert werden dürfen.

Wikipedia aufs Mobiltelefon

Touristen, die vor dem Brandenburger Tor in Berlin stehen, sind nicht mehr auf einen Stadtführer angewiesen, um mehr über die Geschichte des Tores oder der ehemals geteilten Stadt zu erfahren. Ein paar Tastenklicks und ein Blick aufs Handy reichen aus, um das Informationsdefizit auszugleichen.
Die gemeinfreie Online-Enzyklopädie Wikipedia ist seit einer Woche auch mobil abrufbar. Über das interaktive Medienportal Joca der Kölner Firma Interaktiv können nun auch Handy-User von unterwegs auf das Wikipedia-Angebot zugreifen. Über die GPRS-Verbindung des Handys greift Joca nach Eingabe eines Suchwortes auf die aktuellen Inhalte auf Wikipedia zu. Deren Datenbank umfasst mittlerweile mehr als 1,6 Millionen Einträge ñdavon 275.000 in Deutsch. Auch für Journalistinnen und Journalisten und alle Personengruppen wird Wikipedia nun zum mobilen Recherchewerkzeug.

Donnerstag, August 18, 2005

Back 4 More

Seit zwei Wochen ist Sebastian Krekow im Dauerstress. Er gehört zu den Organisatoren der Independent Hip Hop-Party-Reihe „Ready 2 Rock“. Heute hat das Flyer verteilen und Plakate kleben für ihn ein Ende. Heute gibt es Independent Hip Hop, Reggae und Electro-Sound live im Yaam am Ostbahnhof. „Berlin lechzt seit Jahren nach Independent Parties. Ready 2 Rock sträubt sich gegen Mainstream, Pop und Klubsterben.“, ist auf der Website zur Party zu lesen.

„Angefangen hat alles Ende der Neunziger Jahre in Klubs wie dem All Eins in Köpenick, der Insel der Jugend und der Maria am Ostbahnhof.“, berichtet Sebastian Krekow. Damals veranstalte er mit ein paar Freunden regelmäßig Hip Hop-Jams. „Das waren nie reine Hip Hop-Veranstaltungen. Dort trafen immer verschiedene Subkulturen aufeinander. Die Leute, die auf der Bühne standen, waren nicht irgendwelche Acts, die aus dem Nightliner steigen, ein Konzert geben und danach wieder verschwinden. Das waren local heroes, die das gleiche Gefühl im Herzen trugen, wie die Leute im Publikum“, sagt Krekow.

Genau das will er heute auch erreichen. Ab 20 Uhr gibt es am Spreeufer Reggae & Dancehall-Vibes mit DJ Lou Weed und elektronische Musik von DJ S7ven. Ab 22 Uhr legen im Yaam DJ V-Raeter, K-Roy und Caynd vom femalehiphop.net und De:Bug Independent und Abstract Hip Hop auf. Höhepunkt der Party ist das Konzert der Funkviertel Allstars, einem Zusammenschluss verschiedener Musiker aus Berlin Prenzlauer Berg. Feuershows, Videoperformances und Graffiti-Live Action unter freiem Himmel werden die Gäste durch den Abend begleiten.

„Jetzt kann man sogar mit Laptop im Liegestuhl an der Strandbar sitzen und im Internet surfen.“, ergänzt Sebastian Krekow. Er brachte die Betreiber vom Yaam mit den Initiatoren des Kreuzberger Freifunk-Projektes [wlan36] zusammen. Seit Mittwoch, dem 16. August ist das Yaam an das digitale Bürgernetz aus Kreuzberg angeschlossen. „Wir werden die Party als Radiostream über unsere Website im Internet übertragen.“, sagt Sebastian Krekow mit einem stolzen Grinsen im Gesicht. Mit Ready 2 Rock möchte er anderen Leuten zeigen, dass man Parties und Konzerte auch ohne Event Management und Booking Agenturen veranstalten kann. Der Erlös der Veranstaltung kommt dem unabhängigen Medienzentrum Indymedia zu Gute.

Dienstag, August 16, 2005

Ready2Rock is back4more



reggae und dancehall

Ab 20.00 am Strand

* dj lou weed (Ready2Rock, BFM)

abstract & independent hiphop

Ab 22.00 in der Halle

* dj v.raeter (funkviertel, digglers, twen.fm)
* dj k roy (ready2rock, bfm)
* dj caynd (de:bug/twen.fm/femalehiphop.net)
* steiner (liveshow)

electro chillin'

Ab 00.00 am Strand

* dj s7ven + visuals

Features

* am Strand Videoclips + more
* Ãœbertragung der Party ins www
* Feuershow am Strand
* Strandbar

Ready 2 Rock the City



Ready 2 Rock Plakate am Rosenthaler Platz in Berlin Mitte

Struck besucht Bombenabwurfplatz


Am 16. August soll "Verteidigungs"minister Struck dem Bombenabwurfplatz 'Nordhorn Range' einen Besuch abstatten, um dort über die Zukunft des Abwurfplatzes zu diskutieren.

Mittwoch, August 10, 2005

Polnischer Journalist aus Belarus verwiesen

Am Sonnabend, den 6. August 2005 wurde ein Fotojournalist für fünf Jahre aus Belarus verwiesen. Der 25-jährige Adam Tuchliński arbeitet für die polnische Wochenzeitung Przekroj und das Magazin Newsweek Polska. In Grodno wurde er beim Betreten eines Zuges nach Polen von belorussischen Sicherheitskräften festgenommen und auf eine örtliche Miliz-Dienststelle gebracht. Dort wurde er mehrere Stunden festgehalten. Dem Fotografen wurde zur Last gelegt, er würde über keine gültige Akkreditierung für eine journalistische Tätigkeit in Belarus verfügen. Danach fuhr man ihn zum Amt für Visa-Angelegenheiten und Registrierung und entzog ihm das Recht zur Einreise nach Belarus bis 2010.

Erst am späten Abend wurde er wieder freigelassen und konnte nach Polen zurückkehren. Tuchliński war mit einem Touristenvisum nach Belarus eingereist. Grodno ist eine Stadt im Westen des Landes mit hohem polnischen Bevölkerungsanteil. Ob Adam Tuchlinksi dort journalistisch tätig war, konnte bisher noch nicht geklärt werden. Schon bei früheren Aufenthalten in Belarus wurde der Fotojournalist von Mitarbeitern des Geheimdienstes KGB festgehalten. Während der Regionalwahlen im März 2005 nahm der KGB ihn und zwei weitere polnische Journalisten in einem Wahllokal fest. Nach drei Stunden schaltete sich der polnische Botschafter in Belarus ein. Die Journalisten wurden freigelassen.

In letzter Zeit kam es häufiger zu Festnahmen polnischer Dissidenten in Belarus. Ebenfalls am 06. August wurde dem unabhängigen, polnischen Journalisten Marcin Śmiałowski die Einreise ins Land trotz gültiger Akkreditierung verweigert. Śmiałowski arbeitet zur Zeit an einer Dokumentation über die Situation der Polen in Belarus. Die Vorsitzende des Komitees zum Schutz von Journalisten CPJ sagte in einer Erklärung zu diesen Vorfällen: „Wir sind sehr besorgt über das restriktive Handeln gegen unsere Kollegen. Wir möchten die Behörden in Belarus bitten, beiden Journalisten eine Berichterstattung ohne Angst vor weiteren Repressionen zu ermöglichen.“

Weitere Informationen hier.

Merkel hält an Bombodrom-Nutzung fest

Brandenburg: Die CDU-Vorsitzende Angela Merkel hält an einer militärischen Weiternutzung des ehemaligen Luftboden-Schießplatzes Bombodrom in der Kyritz-Ruppiner Heide durch die Luftwaffe fest.


Sommeraktionstage in der FREIen HEIDe 2005, Foto freieheide-nb.de

In einem Schreiben an die Vorsitzende des Bundes für Umwelt- und Naturschutz, Frau Doktor Angelika Zahrnt, argumentiert sie, dass der Bund Soldaten nicht schlecht ausgebildet in Einsätze schicken dürfe. Wittstck sei der best geeignete Übungsplatz in Deutschland. Außerdem sei eine möglichst gerechte Lastenverteilung in Deutschland angestrebt, da 75 Prozent der Übungsflüge der Luftwaffe im Ausland stattfinden würden. Deshalb halte die CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Nutzung des ehemals größten Bombenabwurfplatzes Deutschlands durch die Luftwaffe für notwendig.

Das Bombodrom wurde von der Roten Armee geschaffen, um auf einer Fläche, die einem Drittel der Grundfläche Berlins entspricht. den Luft-Boden-Krieg zu trainieren. Nach der wende herrschte im Allgemeinen politischer Konsens darüber, dass die Liegenschaften der Sowjetarmee und GUS-Streitkräfte nicht mehr militärisch genutzt werden.

Nach Plänen der Luftwaffe soll das Übungsgelände auch an Armeen anderer Länder für Übungsfüge vermietet werden.
Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpft die Bügerinitiative FREIe HEIDe als Teil der deutschen Friedensbewegung gegen eine erneute Inbetriebnahme des Militärgeländes.

Keine Jobs für Schwarze bei der IFA 05



aus einer Stellenausschreibung für Sicherheitspersonal bei der Internationalen Funkausstellung:
"Der Auftraggeber sieht von einer Einstellung farbisger Studenten ab. Daher ist eine Bewerbung von schwarzafrikanischen HZM" ohne Aussischt."

HZM steht für Heinzelmännchen, einer studentischen Arbeitsvermittlung. Nehr zu diesem Vorfall hier.

Inforiot relaunched

Das unabhängige Brandenburger Informationssystem inforiot.de präsentiert sich seit diesem Monat in neuem Design. Seit 2002 stellt Inforiot auf seiner Homepage politische Nachrichten aus alternativen und Mainstream-Medien mit regionalem Bezug zusammen.

altes Inforiot-Logo

Den altbackenen Grün-Grau-Orange-Look hat Inforiot abgelegt. Ganz in weiss und mit neuem Logo setzt die Seite nun das fort, was sie in den letzten Jahren geleistet hat. Inforiot ist ein ideales Recherchewerkzeug zum politischen Geschehen in Brandenburg. Themenschwerpunkte sind nach wie vor alternatives Leben, antirassistische Arbeit, Neofaschismus und Repression in der Region.

neues Inforiot-Logo

An der Struktur der Seite hat sich wenig geändert. Lediglich das Gästebuch ist aus der Menüleiste verschwunden. Noch immer gibt es den Link der Woche, die Linkliste sämtlicher alternativer Projekte in Brandenburg und den extertnen Inforiot Mailorder. Noch ist der Terminkalender leer. Das kann sich schnell ändern. Wer Termine, Texte, Banner und Bildchen auf Inforiot veröffentlichen möchte, schreibt einfach eine e-mail an die Kontakt-Adresse der Seite.

Dienstag, August 09, 2005

Antisemitismus in US-Medien

Mainstream-Medien in den USA vernachlässigen das Thema Antisemitismus in ihrer Berichterstattung. Auch die Zahl antisemitischer Äußerungen US-amerikanischer Journalisten ist innerhalb des letzten halben Jahres erheblich gestiegen. Zu diesem Ergebnis kommt eine kürzlich veröffentlichte Studie des New Yorker Instituts für Medienbeobachtung FAIR (Fairness & Accuracy in Reporting).

Die Studie stützt sich in erster Linie auf eine Vielzahl von Zitaten und O-Tönen von Journalisten, Kommentatoren und Studiogästen überregionaler Hörfunk- und Fernsehprogramme.
So bezeichnete Don Imus von MSNBC die Verleger Simon & Schuster in seiner Radiosendung am 15. Dezember 2005 als "klauende Juden". Gegen Ende der Sendung entschuldigte er die Bemerkung als redundant. Bill O'Reilly vom konservativen Fernsehsender Fox News, sagte in seiner Sendung einem jüdischen Anrufer, er solle zurück nach Israel gehen, wenn er ein Problem damit habe, dass Weihnachten auch in Schulen gefeiert wird. "Wenn sie könnten, würden die Juden Weihnachten abschaffen. Soviel Angst haben sie vor der Philosophie von Jesus Christus", sagte er in seiner Sendung am 09. Dezember 2004.

Der Präsident der Katholischen Liga, Bill Donohue, behauptete als Studiogast auf MSNBC: "Hollywood wird von Juden kontrolliert, die das Christentum und insbesondere den Katholizismus hassen."
Die Zunahme antisemitischer Äußerungen in amerikanischen Medien seien von einer aggressiven Form des religiösen Nationalismus begleitet. In der breiten amerikanischen Öffentlichkeit bleiben antisemitische Diffamierungen weitestgehend unbeachtet. Die Studie verweist auf lediglich drei Pressemeldungen, die sich kritisch mit solchen Fällen auseinandersetzen.
FAIR stellt diese Entwicklung in seiner Studie in Zusammenhang mit der Wiederwahl des US-Präsidenten George W. Bush im November 2004.

Der Antisemitismus in den USA erstarkte erstmals während der großen Migrationswelle zur Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Zwischen 1880 und 1924 zogen etwa drei Millionen jüdische Einwanderer aus Russland und Mitteleuropa in die Vereinigten Staaten. Heute sind antisemitische Tendenzen besonders unter christlichen Fundamentalisten und neokonservativen Strömungen verbreitet.

Freitag, August 05, 2005

Ahimsa Server-Beschlagnahme: Unterlagen freigegeben

Am 1.August, 9 Monate nachdem im Oktober 2004 das FBI den Ahimsa-Server beschlagnahmt hatte, wurde durch ein US-Gericht die Freigabe mehrerer Dokumente zu diesem Fall verfügt. Darunter finden sich Unterlagen der italienischen und amerikanischen Behörden. Viele Fragen bleiben aber weiterhin offen.

1.August 2005: Eine Anzahl von italienischen und us-amerikanischen Regierungsdokumenten, welche in Beziehung zur Beschlagnahme des Ahimsa-Servers in UK stehen, wurden nun aufgrund eines Verfügung des Bundesgericht in San Antonio, Texas, freigegeben.

Rückblick: Am 7.Oktober 2004 gingen mehr als 20 Indymedia Center (IMCs) sowie weitere Internetdienste offline, nachdem der Webhoster Rackspace eine "Zwangsaufforderung eines Bundesbeauftragten" zur Herausgabe von Indymedia Logfiles erhalten hatte.

Zuerst wurden die Hintergründen geheim gehalten und niemand erhielt Auskunft darüber warum es zur Beschlagnahme gekommen war. Am 20. Oktober 2004 stellte die Electronic Frontier Foundation (EFF) beim U.S. Bezirksgericht in San Antonio, wo Rackspace ihr Hauptquartier haben, einen Antrag auf Offenlegung der entsprechenden Dokumente (staatsanwaltliche Unterlagen ect.). In ihrem Antrag argumentierten die Anwälte der EFF das "die Öffentlichkeit und die Presse ein klares und zwingendes Interesse daran haben unter welcher Autorität es der Regierung möglich war Internetautoren ihr Recht auf Freie Meinungsäußerung unter dem "First Amendment" zu entziehen". Die EFF sagte außerdem das die geheimen Gerichtsbeschlüsse das Vertrauen in die Judikative unterminieren und es den Betroffenen unmöglich macht gegen diese Vorgänge vorzugehen.

Neun Monate später, am 20. Juli 2005 wurde der Antrag der EFF gewährt und angeordnet das ein Großteil der Dokumente freigegeben werden sollen. Allerdings unter der Bedingung das die URLs der Webseiten die zur Untersuchung geführt haben, weiterhin nicht bekanntgegeben werden. Am 1. August 2005 erhielt die EFF die neuen freigegebenen Unterlagen und hat sie auf ihrer Webseite veröffentlicht.

Nach Aussage der EFF bleiben viele Fragen weiterhin unklar. Rackspace hat sich seit der Freigabe dieser neuen Dokumente noch nicht dazu geäußert.
Ãœbersetzung von indybay

Mittwoch, August 03, 2005

READY2ROCK is back4more

Berlin lechzt seit Jahren nach Independent Parties. Eine Legende kehrt zurück. Ready 2 Rock: Independent und Abstract Hip Hop, Reggae, Electro live im Yaam am Spreeufer und als Internetstream. Hier treffen Subkulturen aufeinander. Ready 2 Rock sträubt sich gegen Mainstream, Pop und Klubsterben und unterstützt unabhängige Medien. Hier sind Live-Acts local Heroes. Sie kommen aus dem Publikum, nicht aus dem Nightliner. Sie rocken für die Menschen, die das gleiche Gefühl im Herzen tragen wie sie.

Donnerstag, 18.August 2005 ab 20.00
Yaam am Ostbahnhof Stralauer Platz 35 reggae und dancehall

Ab 20.00 am Strand
dj lou weed (Redy2Rock, BFM)
abstract & independent hiphop



Ab 22.00 in der Halle
dj v.raeter (funkviertel, digglers, twen.fm)
dj k roy (ready2rock, bfm)
dj caynd (de:bug/twen.fm/femalehiphop.net)
steiner (liveshow)
electro chillin'



Ab 00.00 am Strand
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