Dienstag, Januar 25, 2011

VOSIFA zu Gast im Funkhaus Prenzlauer Berg

Die Gruppe VOSIFA aus dem Nordosten Berlins war gestern zu Gast im Funkhaus Prenzlauer Berg - nicht ganz ohne aktuellen Anlass. Die Organisatorinnen und Organisatoren des jährlichen Festivals Open Air for Open Minds eröffnen morgen im Klub Königsstadt in Prenzlauer Berg eine Ausstellung, die einen Einblick in deren Arbeit der letzten Jahre gibt.

Die komplette Sendung kann man hier runterladen (200 MB, mp3). Einen kurzen Trailer zur Sendung gibt es hier. Playlist steht unten. Die nächste Sendung aus dem Funkhaus Prenzlauer Berg läuft bereits am 22. Februar, 22.30 auf Pi-Radio 88,4 MHz.


..::FREE DOWNLOAD::..

Playlist

Bodenstandig - Der Tag geht
Ekipazh - Deti Peremen
The Boys Next Door
Garcia Maria - Many Places
Doctor Do - Bastards Remix
Audio 88 und Sir Serch - Lego Ego
Bodenstandig - Theo
Morlockk Dilemma - Schmetterlingseffekt
Yassin - Daheim
Bodenstandig - Karl Dieter

Freitag, Januar 14, 2011

Der musikalische Durchbruch der Behmstraßenbrücke



Über die Behmstraßenbrücke war eine Flucht in den Westen unmöglich. Das ist 25 Jahre her. Auf der Behmstraßenbrücke habe ich Inline-Skaten gelernt und mich dabei tierisch auf die Fresse gepackt. Das ist 14 Jahre her. Auf der Behmstraßenbrücke hat Rapper Torch aus Heidelberg sein Gewalt-oder-Sex-Video gedreht. Das ist elf Jahre her. Auf der Behmstraßenbrücke entstand auch eine Szene des neuen Videos "Nothing Safe" von Project Mooncircle Künstlerin Graciela Maria. Das ist noch gar nicht so lange her. Seit heute ist es online!

PROBLEMBÄR Die letzte Begehung (2)

PROBLEMBÄR Die letzte Begehung (1)



"Die Kastanienallee vor der Umbau. Stadtrat Kirchner im Gespräch mit Bürgerinnen und Bürgern, die weder seinen Sanierungsplänen, noch seiner Art der Bürgerbeteiligung etwas abgewinnen können. Aus aktuellem Anlass besucht der Problembär noch einmal die beliebte "Castingallee". (Teil 1)"

Eine Allee aus 1001 Nacht



Bald historische Bilder, denn die Meinungen des Bezirksamtes von Prenzlauer Berg Pankow und den Anwohnerinnen und Anwohnern der Kastanienallee über deren Zukunft gehen weit auseinander.

Mittwoch, Januar 12, 2011

Geplatzer Parteitag der Freiheit (11.01.2011)

Noch vor ein paar Jahren wäre es undenkbar gewesen, dass eine rechtspopulistische Partei ihren Parteitag in der Kastanienallee in Prenzlauer berg ausrichten will. Die Zeiten ändern sich.
Mehr zum Thema "geplatzter Freiheit-Parteitag in der GLS-Sprachschule" hier

Montag, Januar 10, 2011

Meine musikalischen Vorbilder: Herr Blum

Was wären wir ohne das Werk von Herr Blum?



Performance vonn Herr Blum im Tacheles mit "Gottstehmirbei". Zeitlich kann ich das leider nicht einordnen. Ich tippe mal auf Mitte Neunziger. Wir waren mal auf einer Geburtstagsfeier vom Herrn Blum. Irgendwann in den späten Neunzigern, irgendwo am östlichen Stadtrand. Der Tour-Drummer von Iggy Pop war da, wir waren da und viele lustige Leute, die alle viel älter waren als wir. Ein totes Ferkelchen drehte sich am Spieß und ich war der Erste, der ein Messer in das arme Tier rammte. Sowas mache ich nicht mehr.

Samstag, Januar 08, 2011

Unter einen Hauptbahnhof stelle ich mir etwas anderes vor

Heute habe ich meinen Weihnachtsgast zum Bahnhof begleitet.
Jeder Besuch des Berliner Hauptbahnhofs führt mir erneut vor Augen: wer dieses Monstrum projektiert hat, kann selbst kein Bahnfahrer sein. Acht Minuten Koffer schleppen, um vom S-Bahnsteig zum Gleis 8 zu kommen. Unter einer schier endlosen Reihe leuchtender Weihnachtssterne gehen hässliche Typen in dunkelblauen Arbeitsanzügen mit ihren Kötern und Maschinenpistolen Gassi. Jede zweite Rolltreppe ist außer Betrieb. Doch eine Erleichterung gab es im neuen Erlebniscenter der Bahn: die neue Menüführung an den Fahrkartenautomaten. Trotzdem: Das Jahr 2011 habe ich mir als Kind anders vorgestellt.



Aus der Zeit des Übergangs: Der völlig intakte Lerther Stadtbahnhof kurz vor seinem Abriss. Umsteigezeit zum Zug auf dem gegenüberliegenden Bahnsteig: 9-15 Sekunden

Mittwoch, Januar 05, 2011

Dienstag, Januar 04, 2011

365 Tage Arnswalder Platz

Prenzlauer Berg Kalender für 2011

Zwei Kalender mit lokalem Bezug sind mir für 2011 ins Auge gefallen. Einmal der Bernd-Heyden-Kalender zum Bildband Berlin, Ecke Prenzlauer aus dem Lehmstedt-Verlag für 19,90 Euro, dann der Pfefferwerk-Stadtteilkalender der AG Stadtteilgeschichte im Nachbarschaftshaus am Teuroburger Platz für sieben Euro. Den bekommt man hier. Ich habe mich aber in diesem Jahr für keinen von beiden entschieden, sondern mir den "Leipziger Impressionen" Kalender, ebenfalls aus dem Hause Lehmstedt, zugelegt. Die Fotos von Roger und Renate Rössing aus drei Jahrzehnten in der Messestadt sind auch sehr atmosphärisch. Jetzt zieren sie mein Badezimmer.

Solidarität mit durchsuchten Buchläden

Montag, Januar 03, 2011

Ellenbogen, Ellenboden, sei doch nicht so ungezogen

Solidarität mit durchsuchten Buchläden


Der Fahrkartenautomat war heute kaputt. Immer wenn ich auf Einzelfahrschein AB geklickt habe, zeigte das Display 2,30 Euro an. Bei einer Viererkarte stand da was von 8,20 Euro. Mein erster Gedanke: "Kann doch wohl nicht wahr sein!" Da verzichtete ich mal auf den gültigen Fahrausweis. Es geht ja auch ohne. Heute hätten die eh keinen Kontrolleur losgeschickt. Der wäre nicht mehr heil nach Hause gekommen, nachdem der Kurier mit seiner S-Bahn-Traueranzeige auf Seite 1 die Stimmung ordentlich angehozt hat - bei -4 Grad und drei Schneeflöckchen auf den den Gleisen.

Wenn man sich bei der Kälte nach zwanzig Minuten am ehemaligen S-Bahnhof Schönhauser Allee in eine völlig überfüllte S-Bahn quetschen darf, stauen sich schon gelegentlich leicht aggressive Gefühle an. Da schreit der Bauarbeiter schon auch mal eine junge Mutter an, warum sie ihr "Dreckskind mit inne S-Bahn schleifen muss" und entschuldigt sich im gleichen Atemzug. "Tutma Leid, aber mich kotzt dit hier allet maßlos an. Kann Dein Balg janüscht dafür". Ich stehe direkt daneben.

S-Bahnhof Greifswalder Straße: Ich war so clever und stieg kurz mit aus, obwohl ich noch zwei Stationen vor mir hatte, damit die Fahrgäste weiter hinten noch eine Chance haben, den Waggon zu verlassen. Zum Dank rammte mir ein Halbstarker in Holzfällerjacke seinen Ellenbogen mit voller Wucht ins Brustbein. Das war weder dankbar noch nett. Aber beim Box- und Karate-Training habe ich schon härtere Hiebe einstecken müssen. Das hat mich fit gemacht für das Überleben in den Öffentlichen Verkehrsmitteln Berlins.

Das preiswerteste Kampfsport-Training der Stadt gibt es in den Hochschulsportzentren der TU. FU und Humboldt-Universität. Fünf Euro für Studierende, 20 Euro für Mitarbeiter und 60 Euro für Externe pro Semester.

Artikel im Neuen Deutschland zum Thema

Sonntag, Januar 02, 2011

Schnee von yesterday



Noch vor ein paar Wochen wollte keiner recht dran glauben, dass solche Videoaufnahmen vor Mai 2011 wieder möglich wären. Nun sind sie nicht nur Schnee von gestern, sondern schon Schnee vom letzten Jahr. Als die ersten u-Bahn-Züge wieder über den "Magistratsschirm" rollten, ließ die BVG von Street-Promoterinnen in hässlichen Jacken kleine Schokoladenstückchen mit angeklebten Entschuldigungsschreiben verteilen. "Davon fährt de U-Bahn och nich schnella.", waren die dankend ablehnenden Worte eines Fahrgasts zwischen Pankow und Eberswalder Straße.

Berliner Befindlichkeiten zum Jahreswechsel


Dieser offene Brief der Null30 machte in den vergangenen Tagen seine Runde durchs Netz. Das Problem ist nicht neu, das Thema alt und ausgelutscht. Man kann viel meckern. Das ist berechtigt und auch gut so. Klar, Freiräume für subkulturelles Leben in Berlin sind rar geworden. Doch letztendlich ist die Kulturlandschaft einer Stadt immer nur die Summe des kulturellen Engagements der Menschen, die in ihr leben.

Von Nichts kommt bekanntlich nichts. Wehmut und Resignation helfen wenig beim Vernetzen, beim Aufbauen neuer alternativer Strukturen in der Stadt, beim Erobern neuer Freiräume.
Ja, es ist ein steiniger Weg, wenn man wieder fast bei Null anfangen muss.
Ja, Behörden und Immobilien-Bosse haben wenig Verständnis für Dinge, die keine Rendite bringen. Doch das war vor 20 Jahren nicht wirklich anders.

Natürlich! Die Aktiven von damals sind sarkastisch, alt und müde geworden oder unterscheiden sich nicht mehr von denen, gegen die sie mal gewettert und gekämpft haben. Der nachrückenden Generation mangelt es an Tatendrang und revolutionärem Geist. Schließlich ist sie in einer Welt aufgewachsen, in der man alles kaufen kann und fertige Produkte vor die Nase gesetzt bekommt. Ein Leben im Komplettpaket.

Vielleicht stört sie das gar nicht mal. Vielleicht war die Zeit der kleinen Klubs, der Hinterhoftheater und Hausprojekte, der Streetjams und Indoor-Sessions nur ein kleiner Wimpernschlag der Berliner Stadtgeschichte, der schon bald in Vergessenheit geraten sein wird. Mehr Mär als Mythos.

Ich bin jedenfalls froh, das miterlebt zu haben und versuche im Kleinen - mit meinen Mitteln - dieser Stadt das zurück zu geben, was ich von ihr bekommen habe.

Samstag, Januar 01, 2011

Jetzt kommt 2011



Das war vor einem Jahr. Jetzt kommt ein neues Jahr. Ein frohes NEUES JAHR!