Mittwoch, Mai 18, 2011

Ein Jahr Funkhaus Prenzlauer Berg

Zur Geburtstagssendung waren Frieddrums aus Friedrichshain im Funkhaus. Die komplette Sendung kann man hier runterladen (180 MB, mp3).

Sonntag, Mai 15, 2011

Ill Scripts - Dekadenz



Du will nichts missen,
Ich willst nichts missen,
Aber wir werden müssen.
Ich will nichts missen,
Du willst nichts missen,
Aber wir werden müssen.

Heutzutage dreht's sich selbst für kritische Menschen
nur um ficken, representen und giftige Dämpfe,
Rebellion nur ein Lippenbekenntnis?
Auch dein Viertel ist Brennpunkt
all der Glitzer und Glamour,
Babylon, Kid, du musst die Entwicklung bekämpfen,
in Mitte um Prenzlauer Berg, bis zum bitteren Ende..
Sieh die Schickeria und ihre zitternden Hände,
hinter schützdenen Wänden,
doch Tinte drippt bis zum Boden..
Wieso trägt er Versace und du zerschlissene Hosen?
Da sind Arm, Reich und die Differenz,
Auch in deiner City glänzt das Stigma der Dekadenz,
ein dicker Benz rollt über Flüchtlingszelte in der 3. Welt.
Das Gift ist Geld, die Industrie kriminell!
Die mit reinem Gewissen in ihrem Reichtum ersticken,
weil sie nicht wissen wie es ist, Hunger leiden zu müssen
Doch ein Zweck heiligt die Mittel,
Steine für Schüsse [?]
Sieh, wie unsere jugend täglich geistig verkrüppelt,
Progress ist schwer, wie deine ersten, eigenen Schritte.

Donnerstag, Mai 12, 2011

Neuer Telegraph ist draußen

Gleich mit drei Artikeln bin ich in der neuen telegraph-Ausgabe vertreten. In einem geht es um linken Hip Hop in Berlin und Deutschland, der andere Beitrag liefert einen Blick hinter die Kulissen des Freien Radios Pi-Radio. Der dritte Artikel ist eher eine Kurzgeschichte in Dialogform.

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Die anderen telegraph-Autoren Autoren widmen sich neuen Aufstandstheorien aus Frankreich, einer verlogenen "Kommunismusdebatte", erfolgreichem Antimilitarismus und Obamas Kuba-Politik. In Deutschland fast unbemerkt, fanden in den USA gerade die größten Massendemonstrationen seit dem Vietnamkrieg statt. Der Grund war das massive Vorgehen reaktionärer Kreise gegen die dortigen Gewerkschaften. Michael Moore hält das für einen Klassenkrieg. Im aktuellen Heft findet man eine Rede, die der bekannte Filmemacher im Verlauf der Kämpfe auf einer Demonstration hielt.

Außerdem gibt es in Ausgabe 122/123 zwei kontroverse Positionen zum Thema "Linkssozialismus", einer sozialistischen Strömung jenseits von Sozialdemokratie und doktrinärem Parteikommunismus im Heft. Die beiden Autoren prüfen seine zeitgenössische politische Bedeutung und die zeithistorische Verortung dieses "Sozialismus zwischen allen Stühlen".

Der telegraph ging als wichtigste Stimme der DDR-Opposition aus den illegal erscheinenden Umweltblättern hervor. Die Redaktion sitzt im Berliner Haus der Demokratie. Das Heft erscheint zurzeit einmal pro Jahr in Doppelausgaben. Die aktuelle Ausgabe ist 120 Seiten stark und kostet sechs Euro.

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Foto: telegraph, ostbuero

Frieddrums im Funkhaus

Frieddrums sind viele und voll gut. Frieddrums kommen aus Friedrichhain und am Dienstag, 17. Mai ins Funkhaus Prenzlauer Berg.
Die trommelnden F-HainerInnen lüften ab 22.30 Uhr für Jenz Steiner und sein Radiovolk das Geheimnis ihres seit über zehn Jahren ungebrochenen Erfolgs.
Jahr für Jahr hauen Frieddrums ordentlich auf die Pauke,
oder auf's Surdo und Tamborim. Damit haben sie nicht nur tolle Preise gewonnen, sondern auch die Herzen ihres Publikums.

Außerdem hat Steiner wieder neue und unveröffentlichte Musik aus dem Nordosten der Stadt vorgekramt.

Link:
http://www.myspace.com/frieddrums

Frieddrums live auf der Straße

Heute am Kollwitzplatz

Eine Mutter sitzt vorm Café, isst Käsetorte, blickt in ein Schulheft und brüllt ihre Tochter an: "Du bist so dumm. Seit wann schreibt man Jugendorchester denn mit Kaaaahaaa?". Die Tochter lacht und sagt ihrer Mutter ins Gesicht: "Kuh gähnt Ohr Kästort."

Montag, Mai 09, 2011

Berlin Ecke Schönhauser im Auge der Sowjetunion

Kurz-Doku über den Sechsenkünstler

Als Christo den Reichstag Mitte der Neunziger verhüllte, zog es den Sechsenkünstler aka 4rtist.com aus einem südwestdeutschen Dorf nach Berlin, um vor laufenden Kameras seinen Hintern zu enthüllen. Eine Kunstaktion, die in einer Stadt wie Berlin schnell verpufft. Schnell fand er ein anderes Medium, um sich nicht nur ein Denkmal zu setzen, sondern gleich 600.000. Oliver Thomas hat diese kurze Doku über den Mann mit den Farbeimern am Fahrrad gedreht, der das Stadtbild Berlins nachhaltiger geprägt hat als mancher Graffiti-Writer. Viele mögen ihn nicht, viele kennen ihn nicht. Viele fragen sich, was diese weiße sechs im Stadtbild zu bedeuten hat und fahren mit dieser Frage im Hinterkopf zurück in ihre Heimat. Wie man sich auch immer positionieren mag, eines muss man anerkennen: Sein Werk steht für ein Stück Berliner Stadtgeschichte.

4rtist.com from klitorik* on Vimeo.

Wir bleiben alle - Walpurgisnachtdemo gegen Gentrifikation in Berlin