Freitag, Oktober 14, 2005

Heute erschienen! Die Göttinger Wochenzeitung

Heute war es dann soweit. Die erste kostenlose Sonderausgabe der Göttinger Wochenzeitung rollte aus dem Druck.


Download als pdf hier

Als erste genossenschaftlich organisierte Lokalzeitung Deutschlands soll die Göttinger Wochenzeitung ab Januar regelmäßig erscheinen. Dazu sind noch einige AbonnentInnen und AnteilszeichnerInnen nötig.
Wer freie, kritische und unabhängige Medien unterstützen möchte, kann das hier tun.

Die erste Sonderausgabe beschäftigt sich mit dem Thema Kultur in Göttingen. Am 11.11. erscheint eine zweite, kostenlose Sonderausgabe zu den Themen Umwelt und Ernährung.

Donnerstag, Oktober 13, 2005

Blog da - Job weg

Immer mehr Personalchefs such im Internet nach Details aus dem Vorleben der bewerber vor allem in den USA. Das Handelsblatt berichtet heute u.a. über den Fall von Maja Skipp. Die 29-Jährige Wienerin schien für eine ausgeschriebene Stelle bei der großen Werbeagentur im kalifornischen Santa Monica eigentlich die perfekte Kandidatin. Uni-Abschluss, deutsche und englische Sprachkenntnisse, Erfahrung im Marketing – lauteten die Voraussetzungen. „Ich habe alle 100-prozentig erfüllt“, wunderte sich Skipp. Auch Zeugnisse und Referenzen waren in Ordnung. Aber sie bekam den Job dennoch nicht. Ihre Internet-Vergangenheit war es, die sie den lukrativen Job kostete. Als Studentin hatte Skipp ein Weblog publiziert um ihre Freunden rund um den Globus über persönliche Erlebnisse auf dem Laufenden halten. Leider waren in diesem Blog auch Fotos, die Skipp bei einer College-Fete zeigten: ein Bierglas schwenkend in zweideutigen Posen – Jugendsünde als Jobkiller.

Scheuermann, 05.10.05

Wie tödlich sind Europas Grenzen

Immer mehr Menschen versuchen, die Grenzen der Festung Europa in Nordafrika zu überwinden. In den letzten Tagen hat es viele Tote gegeben; viele Menschen werden jetzt in der Sahara ausgesetzt und werden verhungern und verdursten. Europaweit finden Proteste statt, viele unter dem Motto 'Nicht in unserem Namen'.

Protestaktion am Heger Tor in Osnabrück

Am Mittwoch beteiligten sich in Frankfurt zwischen 100 und 200 Menschen an einer Demonstration zum spanischen Konsulat. Donnerstag wurden in Osnabrück mehrere große Transparente aufgehängt.

Text: Lotti und S7ven Feature auf de.Indymedia.org

Ich höre Radio Echo Moskvy. Und Du?

Manchmal möchte ich Hip Hop aus Thailand hören, manchmal Nachrichten aus Moskau oder Ambient aus Wien. Das Open Source Programm Streamtuner ist dafür bestens geeignet. Was mir gefällt schneide ich einfach mit, speichere es auf meinem Rechner oder brenne es für Freunde auf CD, wie früher mit meinen Kassetten.

Mit Metallknüppeln zu Tode geprügelt

Am Sonntag, den 09.10.05 wurde der achzehnjährige peruantische Student Enrique �ngeles Hurtado in der südrussischen Stadt Woronesch von etwa zwanzig Menschen überfallen und mit Metallknüppeln erschlagen. Zwei weitere Studierende aus Spanien und Peru wurden verletzt.

Am Dienstag zogen etwa 150 Demonstrierende von der Woronescher Stadtverwaltung durch die Innenstadt zur Akademie für Architektur, an der er bis zuletzt studiert hatte.

Gewalt gegen Ausländerinnen und Ausländer, Menschen aus anderen GUS-Republiken und Südrussen mit dunkler Haar- und Hautfarbe hat in den vergangenen Jahren in Russland stark zugenommen. Nach Angaben des US-finanzerten Senders Radio Free Europe Radio Liberty kam es in den vergangenen sechs Jahren zu sieben rassistisch motivierten Morden. Der letzte offiziell als rassistischer Mord anerkannte Vorfall ereignete sich im Jahre 2004. Damals kam au Student aus
Guinea-Bissau in (West-Afrika) ums Leben. Wonronesch liegt im Süden
Russlands. Dort lebn etwa 900.000 Menschen. Ungefähr 1900 Ausländerinnen und Ausländer studieren an der dortigen Universität.

Das Problem Rassismus wird in Russland nicht sehr stark bekämpft, ist aber zumindest Medienthema. Präsident Wladimir Putin erklärte vor etwa einem Monat, dass rassistische Gruppen in Russland bald von der politischen Landkarte verschwinden würden.

Anfang des letzten Jahres 42 Prozent der Befragten der Meinung, der Einfluss von Juden in Behörden, Politik, Wirtschaft, Recht, Erziehung und Unterhaltung gehöre eingeschränkt, und 28 Prozent der Befragten sprachen sich für begrenzte Siedlungsräume für Juden aus.