Donnerstag, September 08, 2005

Parecon, Michael Albert kommt nach Berlin


Auf seiner Welttournee kommt MICHAEL ALBERT jetzt nach Deutschland. Der telegraph hat ihn in Berlin zu Gast.


MICHAEL ALBERT ist Herausgeber von ZNet und Z-Magazine sowie Mitbegründer des Verlags South End Press. In den USA gehört er neben Noam Chomsky und Naomi Klein zu den intellektuelen Zugpferden der amerikanischen Linken.
Zusammen mit Robin Hahnel hat er die Vision von PARECON entwickelt.

In PARECON – Participatory Economics – entwirft Michael Albert ein nach-kapitalistisches Gesellschafts- und Wirtschaftsmodell.

PARECON ist ein komplexes, alle Lebensbereiche durchdringendes System jenseits der jetzigen Ökonomie.

PARECON ist die Utopie einer lebendigen, selbstorganisierten und vielfältigen Gesellschaft. Jenseits von zentraler Planung und Kapitalismus tritt ein weit gespanntes Rätenetz in Erscheinung, in welchen Produzenten und Verbraucher partizipatorisch über die benötigten Güter und Waren beraten und entscheiden.

PARECON ist ein starkes Argument für eine absolut notwendige Vision für ein demokratischeres, weniger hierarchisches, alternatives Wirtschaftsmodell.

Am 9.9. um 19 Uhr kommt Michael Albert ins Café Malatesta / Haus der Demokratie und Menschenrechte, Greifswalder Straße 4, 10405 Berlin


Parecon: Ein Leben nach dem Kapitalismus?
Barbara Ehrenreich interviewt Michael Albert

Artikel bei Wikipedia
trotzdem-verlag.de

Dienstag, September 06, 2005

Razzia nach Vereins- und Zeitungsverbot

Der Verein YATIM-Kinderhilfe e.V. und der E.Xani Verlag, Herausgeber der türkischsprachigen Zeitung "Özgür Politika" wurden gestern verboten.Das Bundesinnenministerium hält das Kinderhilfswerk für einen islamistischen Spendensammelverein und die Zeitung für ein Sprachrohr der verbotenen PKK. Im Zuge des Verbotsvollzugs und der Ermittlungen gegen den Verein den Verlag wurden gestern Vereins- bzw. Verlagsräumlichkeiten, die Druckstätte der Zeitung, eine Moschee sowie Wohnungen von Vereinsangehörigen durchsucht.

In acht Bundesländern wurden 66 Durchsuchungen durchgeführt. Infomaterial, Datenträger, Konto- und Geschäftsunterlagen und Vereins- und Geschäftsvermögen in Höhe von 70.000 Schweizer Franken und 22.000 Euro wurden beschlagnahmt.Bundesinnenminister Otto Schily nannte die Razzien einen weitereren massiven Schlag gegen ausländerextremistische Strukturen in Deutschland. "In Deutschland ist kein Platz für verfassungs-, völkerverständigungs- und strafgesetzwidrige Umtriebe.", sagte er weiter.

Von den Aktionen waren auch die "Islamische Wohlfahrtsorganisation" (IWO) und weitere kurdische Einrichtungen betroffen, die vom Bundesinnenministerium als islamistische Spendenorganisationen und Presseumfeld der PKK betrachtet werden.

Endlich wieder Radio aus KW

Lang hat es gedauert. Seit dem 1. September hat Königs Wusterhausen ein eigenes Lokalradio, den Sender KW. Punkt0 6.00 Uhr wurde der Sendebetrieb gestartet. Getragen wird Sender KW unter anderem von der Stiftung Funkerberg, die zur musealen Bewahrung der stillgelegten Sendestation Königs Wusterhausen gegründet wurde. Der oldielastige Sender KW ist in Senzig über 93,9 MHz und Königs Wusterhausen auf 105,1 MHz zu hören.

Tschernobyl war doch nicht so schlimm

Der April 1986 wird noch vielen in Erinnerung sein. Erst die Challenger-Katastrophe und dann Tschernobyl. Eine zerplatzte Raumfähre und eine radioaktive Wolke, die von der Ukraine über Westeuropa zog. Nach einem kürzlich in Wien vorgestellten Bericht von 100 Wissenschaftern sind 56 Personen an direkter Strahlung gestorben. Die endgültige Zahl der Strahlenopfer könnte um die 4000 liegen, heisst es in der Studie, die von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), den Regierungen der Ukraine, Weissrusslands und Russlands sowie sieben anderen Uno-Behörden verfasst wurde. Nichts von wegen hunderttausende Tote, wie noch kurz nach dem Unglück vermutet. "Andauernde Mythen und falsche Wahrnehmungen über die Strahlengefahr haben zu einem 'lähmenden Fatalismus' in der Bevölkerung der betroffenen Gebiete geführt.", heisst es im vorliegenden Bericht.

Sonntag, September 04, 2005

reboot.fm lebt! Radio 1:1 auf IFA vorgestellt


Berliner Radio- und Webcast-Hörerinnen und Hörer können sich sicherlich noch an das freie Radioprojekt reboot.fm (http://www.reboot.fm) erinnern. Aus dem Medienlabor bootlab (http://www.bootlab.org) in Berlin Mitte wurde von März bis Mai 2004 ein Radiostream gesendet, der erstmals Berlins gesamtes kulturelles und subkulturelles Potential geballt ans Tageslicht brachte.

Auf der Internationalen Funkausstellung stellen die Initiatoren von reboot.fm zum ersten Mal das Nachfolgeprojekt Radio 1:1 vor. Dieses Veranstaltungsradio
wird während der Fussball WM 2006 als künstlerische Antithese zum Fussballtaumel Direktübertragungen von Berliner Kulturorten durchführen.

Dabei wird eine netzbasierte Open Source Software für Community Radios mit verteiltem Editorial zum Einsatz kommen. Diese wird auf der Funkausstellung einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Radio 1:1 knüpft an eine Entwicklung die in letzter Zeit durch unabhängige, vernetzende Medienprojekte wie Berlin backbone, wlanhain, freifunk.net und [wlan36] vorangetrieben wurde.

Den Stand von reboot.fm und dem bootlab findet man noch bis 7. September auf der IFA in der Halle 4.2.