Donnerstag, September 13, 2007

Juggern statt Joggen

Im Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark wird nicht mehr nur gejoggt, sondern auch gejuggert. Der Tagesspiegel beschreibt den nicht ganz neuen Alternativtrendsport als wildes Umsichschlagen mit Gummikeulen.

Mittwoch, September 12, 2007

Zitat des Tages

Als ehemaliger Bewohner der Bonni zitiere ich heute Dietrich Bonhoeffer:
"Den größten Fehler, den man im Leben machen kann, ist, immer Angst zu haben, einen Fehler zu machen."

Humanistische Privatschule will in die Gürtelstraße

Das Schulgebäude in der Gürtelstraße wird nicht weiter vom Land genutzt. Jetzt interessiert sich der Humanistische Verband Deutschland für das Objekt und will dort die erste humanistische Privatschule Deutschlands seit 1933 gründen.
Mehr dazu im Tagesspiegel.

Gleimtunnel mit Gleimsteg

Der Berliner Architekt Mathias Stelz hat eine Idee. Er hat sich eine Stegkonstruktion einfallen lassen, die einerseits die Brücke nicht belastet, und anderseits eine volle Nutzung des Mauerparks zulassen würde.
Mehr dazu bei Readers Edition

Mediamarkt statt Weihnachtsmarkt: Konsumenten en rage


Eine putzige Meldung in der Welt von heute:
Bei der Neueröffnung einer Filiale einer Elektromarkt-Kette sind am frühen Mittwochmorgen in Berlin-Mitte mehrere Personen leicht verletzt worden. Nach Polizeiangaben hatten rund 100 Beamte eingreifen müssen, als das Geschäft kurz nach Eröffnung um Mitternacht wegen zu hohen Besucherandrangs wieder geschlossen werden musste. Allein vor dem Gebäude hatten sich rund 5000 Menschen versammelt. In dem Markt ging eine Glastür zu Bruch, wobei sich einige Personen leicht verletzten. Daraufhin wurde das Geschäft für zunächst wieder geschlossen.


Anbei ein Bericht auf indy.de

Der Elektronikmarkt hatte seine Pforten schon vor der offiziellen Eröffnung des riesigen und hässlichen Shoppingcenters "Alexa" am 11. September um 24 Uhr geöffnet. Dies war in großflächigen Werbeanzeigen als die "größte Öffnung seit dem Mauerfall" angekündigt worden. Etwa 2000 Kaufwillige wollten sich die angeblichen Schnäppchenpreise dieses Pseudoevents nicht entgehen lassen. Als dann der tanzende Mob auftauchte und zum Teil auch in den Mediamarkt hineingelangte, wurde das Einkaufcenter geschlossen.

Dabei sorgten die gerufenen Parolen wie "Wir wollen alles - kaputtkaufen!", "1,2,3 - lasst die iPods frei!", "Wir wollen nur - friedlich investieren" oder auch "Leute lasst das kaufen sein, wir laden euch zum Plündern ein!" und die laute Technomusik aus zwei Soundsystemen für eine solche Unruhe, dass der geregelte Ablauf des Shopping-Events nicht mehr gewährleistet werden konnte. Auf den Kassen postierten sich Polizisten, die Rolläden des Marktes wurden heruntergelassen, die Eingangstüren des gesamten Centers verschlossen. Schließlich sagte die Polizei dann durch: "Wir fordern alle vor dem Einkaufscenter befindlichen Personen auf nach Hause zu gehen. Der Mediamarkt macht bis morgen früh nicht mehr auf." Die Soundsysteme und alle beteiligten Personen des Happenings konnten ohne Festnahmen und Personenfeststellungen abziehen und zerstreuten sich.

Karen Eliot vom Zentralkommitee umherschweifender Hedonistinnen sagte zur Aktion: "Mir ging es hier nicht um Konsumkritik, sondern darum der schön glitzernd-kapitalistischen Warenwelt mit ein bisschen Chaos und Freude den Profit zu vermiesen. Gleic
hzeitig war das ein wunderbar spontaner Protest gegen das Mediaspree-Mammutprojekt, das die Subkultur in Berlin verdrängen will."

Bring back the Weihnachtsmarkt!

Foto: de.indymedia.org