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Dienstag, August 10, 2010

Strahlend wird die Zukunft sein

Radioaktiver Fund in der Stargarder Straße am Wochenende

Das kann doch mal passieren, dass da ein Cäsium-137-Röhrchen bei den Bauarbeiten abhanden kommt. Beim Schweißen braucht man das halt und mit der schwarzen Schweißmaske vorm Gesicht kann man beim Aufräumen nach Arbeitsende auch mal etwas übersehen. Das ist doch nicht so schlimm. Ist ja nichts passiert. Dem Bezirksamt Pankow OT Prenzlauer Berg ist es jedenfalls nicht besonders wichtig, die Bürgerinnen und Bürger über den Vorfall auf dessen Internetseite zu informieren. Warum muss man da auch gleich die Umweltkripo, das Rote Kreuz und das Technische Hilfswerk heiß machen? Ist ja nicht so, dass die Stargarder Straße jetzt eine dicht besiedelte Wohngegend wäre.
Übelkeit, Schwäche, Durchfall und Darmblutungen müssen ja nicht unbedingt Symptome der Strahlenkrankheit sein.



Artikel in der Berliner Umschau
Fotos im Hamburger Abendblatt
Artikel in Springers Welt

Mittwoch, Juni 23, 2010

Straßenumbenennung im LSD-Viertel

Gerade habe ich es gesehen. Die Dunckerstraße und die Stargarder Straße gehören der Stadtbezirksgeschichte an, glaubt man der neuen Beschriftung der Straßenschilder. An der Kreuzung liest man jetzt Flunkerstraße und Stargatestraße, benannt nach einer beliebten Kulturtechnik und einer deutschen Science Fiction-Heftromanserie aus den Achtziger Jahren. Der Duncker-Klub will in Anlehnung an die alte Straßenbezeichnung seinen Namen vorerst behalten.

Nachtrag: Weitere Umbenennungen - Schliemann in Schneemanstraße, Pappelallee in Zappelallee, Lettestr. in Kokettestraße und Raumer in Träumerstraße. (Danke Briks). Mittlerweile hat der Berliner Kurier die Story aufgegriffen und sogar Fotos gemacht.

Donnerstag, Juni 26, 2008

Ostberlin-Rufe unter der U-Bahn in der Schönhauser Allee


Nicht ganz ohne Schadenfreude betrachtete ich die vielen Störungsmeldungen auf den Leinwänden und Flachbildschirmen vor Prenzlauer Bergs Cafes und Restaurants. Die meisten Großleinwände gab es im LSD-Viertel, zwischen Helmi und Stargarder. Das jüngste Publikum sammelte sich auf einem Hof in der Lychner/ Ecke Stargarder Straße.

Noch hat die UEFA hat noch keine offizielle Erklärung für die Bildausfälle während des EM-Halbfinalspiels Deutschland - Türkei in Basel gefunden. Man schiebt es bisher inoffiziell auf ein schweres Unwetter über Wien, wo sich das internationale Sendezentrum befindet. Vielleicht hat auch jemand nachgeholfen? Wer weiß das schon so genau?

Aus dem Wedding dröhnte das Krachen der Böller herüber, als in Basel die Tore für die Türkei fielen. Das war nichts gegen das Feuerwerk in der Cantianstraße zum Ende des Spiels. Binnen weniger Minuten strömten tausende Menschen zu P-Bergs bekanntester Kreuzung. Mit Bedacht hatte die Polizei
Da wo Schönhauser Allee, Pappelallee, Danziger und Eberswalder Straße zusammentreffen, ging für den Autoverkehr plötzlich gar nichts mehr. Flatternde Deutschland-Fahnen, hallende Deutschland-Rufe und ein Gesang ohne Melodie, jedoch mit etwas Text: "Finale -ohoohohooo" erfüllten den Magistratsschirm.

Junge Väter schleppten auf den Schultern die schlafenden, schwarz-rot-gelb angemalten Kinder nach Hause. Ein torkelnder Teenie im Deutschland-Shirt zeigt auf dem Weg zur Sparkasse den Hitlergruß, natürlich ohne rechten oder nationalistischen Hintergrund. Drei Jungs klettern mit Fahnen bestückt auf Ampeln. Die Polizei fischt sich einen Teenager aus der Menge und zerrt ihn in eine Wanne. Hupkonzert. Jede U-Bahn bringt neue Hunderterschwärme in schwarz-rot-gold auf die Kreuzung. Ein Hubschrauber kreiste unbemerkt über den Dächern. Die Rettungswagen der Feuerwehr aus der Oderberger Straße machten vor der besetzten Kreuzung kehrt und schlengelten sich irgendwie ander s zu ihren Opfern durch.

Unfassbar: Plötzlich verstummen die Deutschlandrufe. Stattdessen gröhlt man "Ostberlin, Ostberlin, Ostberlin". Sowas habe ich noch nicht erlebt. Massenwahn. "Hinsetzen, hinsetzen, hinsetzen!" war die nächste Parole. Das hatte was von "Reclaim the Streets" oder den Demonstrationen der KPD rz im Kreuzberg der Neunziger. Da lauteten die Schlachtrufe "Wir sind die Post!" und "Gegen, gegen, gegenüber!"

Zur gleichen Zeit soll es in Kreuzberg, zwischen Adalbertstraße und Kotti beinahe zu einer Massenschlägerei. In Pankow wurde eine Telefonzelle gesprengt. Der Kurfürstendamm soll sich laut Tagesspiegel auch in eine Fußgängerzone verwandelt haben. In ganz Berlin gab es nach Mainstream-Medienberichten 16 Verletzte und 80 Festnahmen. Doch die Berliner sind nicht die Härtesten. Die Wiener Fanmeile wurde gestern geräumt. Zwei Menschen wurden niedergetrampelt und verletzt. Jetzt herrscht wieder Ruhe. Bald ist der Wahn vorbei.
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Mittwoch, Oktober 31, 2007

Reformationstag oder Halloween

Den heutigen Reformationstag feiert die Gemeinde Prenzlauer Berg Nord mit einem Festkonzert in der Gethsemanekirche um 20 Uhr, Stargarder Str. 77. Gespielt wird unter anderem die Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy. Karten kosten 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Mehr dazu und zur Kirchenlandschaft in Prenzlauer Berg im heutigen Tagesspiegel.