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Montag, August 23, 2010

Funkhaus Prenzlauer Berg August-Sendung Download

Im Funkhaus Prenzlauer Berg auf Piradio 88vier vom 17. August 2010 erläutern die Jungs von Toro Camino aus Berlin Weißensee, wie der Begriff "eklektisch" in der Post-Techno-Phase das Neunziger-Schlacht- und Schlagwort Crossover abgelöst hat, was der Unterschied zwischen heißen und kalten Medien ist und was Formel 1- Wagen von normalen Autos unterscheidet. Außerdem berichten sie von ihren schönsten Ferienerlebnissen in Belgrad und dem kulturellen Wandel in ihrem Heimatbezirk.Download hier! (Größe: 199,62 MB, Format: mp3)

Dienstag, Juni 15, 2010

Demo am 12. Juni



Hier kommen gerade diverse Mails rein, dass die Splitterbombe nur Agitprop von Springer ist. Das freut mich zu hören. Ich habe das nur im Vorbeilaufen im Fernsehen gesehen, und da hat der interviewte Polizeisprecher (?) von zweistelligen Verletztenzahlen und lebensgefährlichen Verletzungen und Krankenhaus und Körperschutz durchschlagen geredet.

Die Mails gehen von "ich hab da keinen Krankenwagen Polizisten abholen sehen" über "das würde ich als Law-and-Order-Innenminister genau so machen" bis hin zu "auf dem Video sieht man, dass das nur ein Böller war".

Update: In einem der mittlerweile gelöschten Kommentaren zum ersten Sprengsatz-Video soll jemand geschrieben haben, dass es sich um ein Produkt namens "Cobra 6" handelt, mailt mir gerade jemand. Habe ich noch nie von gehört, und Googeln hilft auch nicht sonderlich weiter, aber auf youtube findet man Videos damit. Das erscheint mir plausibel von der Rauchentwicklung her. Und bei den Metall- und Glasteilen könnte es sich auch um Teile des Autos handeln, unter dem das Ding wohl losgegangen sein soll. Ich gebe das mal alles so weiter, habe keine Ahnung von Sprengstoffen.


stand auf Fefes Blog dazu
Ich war nicht da und habe keine Ahnung.

Samstag, November 15, 2008

Prenzlauer-Berg-Brause ist nicht bio genug

Ich stehe eh nicht auf Litschi-Brause. Laut Foodwatch mangelt es den Bionade-Produzenten an Bio-Litschis und somit hätte das P-Berg-Biedermeiergetränk eh kein Anrecht auf ein Bio-Siegel. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Mir soll es egal sein. Das Getränk ist, glaubt man der Werbung, die neulich noch am ehemaligen Institut für Marxismus und Leninismus, Torstraße Ecke Prenzlauer Allee hing, so in, dass es schon wieder out ist.

Samstag, August 30, 2008

Fleischerei wurde zur Schlachtplatte


Schlacht kommt von schlachten. Die Alte Fleischerei am Rosenthaler Platz kann jetzt auch ausgeschlachtet werden. Der Leichenschmaus stieg am Freitag. Die Party mit Raving Mad Carlos, Tricky D., Coyote Dub Force und Blueprintbegann begann schon am Nachmittag. Die Polizei wollte die Party gegen Mitternacht mit Pfefferspray auflösen, wegen Ruhestörung. Mehr weiß ich noch nicht.

Mittwoch, April 23, 2008

Umntzung: Ehemalige SED-Zentrale wird exklusiver Club

Berlin wird um ein Stück mondäner Clubkultur reicher. Das Soho House Berlin entsteht an der Torstraße 1 in Prenzlauer Berg, an einer der prominentesten und geschichtsträchtigsten Ecken der Stadt. Das Haus ist alt, doch das Konzept ist modern. Und die Arbeiten haben bereits begonnen.

Hinter der ehrwürdigen Fassade des einstigen Kreditwarenhauses Jonass werden Suiten, Apartements, Restaurants, eine Bibliothek, Geschäfte und eine Galerie eingerichtet. Vom Schwimmbecken auf der Dachterrasse genießt man in 30 Meter Höhe den Blick auf den Alexanderplatz. Im Keller findet der Gast Fitnessräume und ein Kino vor. Das Haus wird ein Treff für Menschen aus der Medien-, Kunst- und Filmbranche, steht aber zu großen Teil auch denen offen, die nicht Club-Mitglied sind.

Soho House Clubs gibt es in London, Somerset, Chiswick, New York, Los Angeles und Hong Kong. 1995 gründete Nick Jones den ersten der exklusiven Treffs für die Kreativen. Sie bieten Loungemusic, Previews der neuesten Filme in clubeigenen Kinos, moderne Räume für private und geschäftliche Veranstaltungen, Kinderbetreuung und die clubeigene Kosmetiksalonkette „Cowshed“. Soho House hat weltweit mehr als 14.000 Club-Mitglieder, deren Durchschnittsalter soll bei 33 Jahre liegen. „Die Clubs sind immer in Häusern eingerichtet, die unter Denkmalschutz stehen oder eine ganz besondere Geschichte haben“, sagt Architekt Gunter P. J. Bürk vom Büro J.S.K Siat International Architekten und Ingenieure, das mit der Planung beauftragt ist. Doch das Konzept sei modern.

Tatsächlich hat das imposante Gebäude an der Torstraße bewegte Zeiten erlebt. 1928/29 ließ der jüdische Kaufmann Hermann Gollhuber das Kreditwarenhaus Jonass erbauen. Bewohner des Scheunenviertels kauften ein und konnten in Raten bezahlen. 1937 wurde das Gebäude zum Bürohaus für die Reichsjugendführung der NSDAP umgebaut und 1942 an die NSDAP verkauft. 1946 zog der Parteivorstand der SED ein. Das Gebäude bekam den Namen „Haus der Einheit“ und war später Sitz des Zentralkomitees der SED. DDR-Präsident Wilhelm Pieck und DDR-Ministerpräsident Otto Grotewohl hatten ihre Diensträume im Gebäude. Von 1959 bis 1989 nutzte das Institut für Marxismus-Leninismus die Räume. 1992 waren das Archiv, die Bibliothek und die Werkstätten beim Parteivorstand der PDS im Haus untergebracht. Sie zogen ins Bundesarchiv in Lichterfelde. Seit 1995 steht das Haus leer. Nun erinnert eine gläserne Stele mit Texten und Fotos an die Geschichte des Hauses. Sie wurde vor einem Jahr enthüllt und ist Teil der Geschichtsmeile Berliner Mauer.

Seit 2007 ist das Haus im Besitz einer britischen Investorengruppe. Cresco Capital will Bürk zufolge etwa 40 Millionen Euro investieren. Die Baugenehmigung liegt vor. Die Arbeiten haben bereits begonnen, das Haus wird zurzeit entkernt. Für Herbst 2009 ist die Fertigstellung geplant. Die alte cremefarbene Fassade mit Risaliten wird wieder hergestellt, neue Holzfenster werden eingebaut. Von der alten Einrichtung sei nichts mehr geblieben, sagt Architekt Bürk. Lediglich die alten Notstromaggregate des Kaufhauses sollen im Gastronomiebereich wieder verwendet werden. Auch die ursprünglichen Aufzugskerne bleiben erhalten und werden mit neuen Lifts ausgestattet.

Etwa 16.000 Quadratmeter groß ist die gesamte Bruttogeschossfläche. Hauptmieter des Hauses wird Soho House. Im Erdgeschoss sind Restaurants, die Lobby und eine Galerie geplant, möglicherweise auch Geschäfte. Im ersten und zweiten Obergeschoss werden Büros eingerichtet, dann folgen zwei Etagen mit den Apartments eines Boarding Houses und weitere zwei mit den Suiten des Soho House Clubs. Clubräume, Bibliothek, ein privates Esszimmer, ein Spielraum, Restaurant und Bar werden im siebten Obergeschoss eingerichtet, als vertraute Umgebung der Club-Mitglieder. „Weg von zu Hause, aber zu Hause“, so beschreibt Architekt Bürk das Motto. Auf dem Dach finden sich neben dem 14 mal fünf Meter großen Schwimmbecken eine Terrasse und ein Bistro. Im Hof wird eine Piazza angelegt. Gäste des Hauses können die Parkplätze der benachbarten Backfabrik nutzen. Eine eigene Tiefgarage wird Soho House Berlin nicht haben. U-Bahn, Bus und Straßenbahn sind in unmittelbarer Nähe erreichbar.

Architekt Gunter Bürk ist zuversichtlich, dass das Soho-House-Konzept in Berlin funktioniert. „Die Vielfalt der Nutzung in einem Haus ist einmalig.“

(lokale Kopie Sabine Flatau, Die Welt)

Prenzlauer Ecke Wilhelm-Pieck-/ Torstr. wird Edelbutze

Wenn das Marx und Engels wüssten! Aus der alten Kommunisten-Zentrale an der Ecke Torstraße/Prenzlauer Allee wird ein exklusives Club House. Aber nicht nur "For members only", jeder darf rein.

Torstraße 1, das war nach dem Krieg bis 1990 die erste Adresse für alle Marxisten: In dem früheren Kaufhaus (1928/29 gebaut) residierte erst das Zentralkomitee der Staatspartei SED, dann das Institut für Marxismus und Leninismus. Wo früher Marxisten ein und aus gingen, sollen ab Herbst 2009 Mitarbeiter aus der Medienbranche sich in exklusivem Ambiente wohlfühlen. Dafür lassen britische Investoren das Haus nach der Plänen des Büros JSK Architekten umkrempeln.

Im Erdgeschoss sind die Eingangshalle, Restaurants und eine Galerie geplant, vielleicht auch Geschäfte. In die beiden Etagen darüber sollen Büros einziehen. Im 3. Stock (hier hatte der erste DDR-Präsident Wilhelm Pieck sein Büro) und im vierten wird ein Boardinghaus einziehen. Auf den anderen Etagen wird es Clubräume, Bibliothek, Bar geben. Doch der Höhepunkt liegt auf dem Dach: Clou ist ein 70 Quadratmeter großer Pool samt Terrasse und Bistro mit weitem Blick über Berlin.

Soho Clubs (der erste wurde 1995 gegründet) gibt es bisher beispielsweise in London, New York und Hongkong. Hier können sich die Mitglieder zu Geschäftsgesprächen treffen, aber auch einfach nur entspannen.

(lokale Kopie, Susanne Kröck, Berliner Kurier, 23.04.2008)

Mittwoch, April 09, 2008

P-Berg steht ab 2009 für Parkzonenberg

Prenzlauer Berg gleicht immer mehr der Kölner Innenstadt. Fast ganz Prenzlauer Berg soll nächstes Jahr Parkzone werden. Anwohner müssen bald eine Vignette beantragen.
Erst kürzlich wurden in Mitte drei neue Gebührenzonen eingerichtet. Eine Stunde parken kostet zwei Euro). Das Bezirksamt Pankow plant eine große Parkzone von der Ringbahn bis zur Torstraße (ehemals Wilhelm-Pieckstr.), vom ehemaligen Mauerstreifen bis zum Friedrichshain. Das Tiefbauamt hat jetzt eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese solle die Umsetzung der Parkraumbewirtschaftung prüfen.

Sonntag, April 06, 2008

Parkstadt statt Stadtpark

Berlin - Sie schießen wie Pilze aus dem Boden. Seit 1. April sind in Mitte drei neue Parkzonen in Betrieb. Und schon bald könnte im benachbarten Prenzlauer Berg ein weiterer, riesiger Abzock-Bereich hinzukommen.

Die Choriner Straße teilt beide Bezirke. Die Hausnummern 1 bis 64 gehören zu Mitte, die restlichen zu Prenzlauer Berg. Pech nur für die Autobesitzer in Mitte: Bei ihnen ist das Parken seit diesen Dienstag kostenpflichtig, also suchen sie sich ein paar Meter weiter jetzt einen neuen Stellplatz. Richtige Revierkämpfe sind seitdem ausgebrochen. Jens-Holger Kirchner, Stadtrat für Öffentliche Ordnung in Prenzlauer Berg: "Anwohner der Choriner Straße, Templiner Straße und vom Teutoburger Platz haben mich daher gebeten, in unserem Bezirk auch eine Parkzone einzurichten. Sie erhoffen sich dadurch wieder einen Stellplatz vor der Haustür."

Und der Grünen-Politiker hat auch schon genaue Pläne für die Zone in der Schublade. Sie umfasst den Bereich zwischen Mauerpark bis zur Kniprodestraße in West-Ost-Richtung und vom S-Bahn-Ring bis zur Torstraße in Nord-Süd-Richtung. Rund 100 000 Anwohner wären betroffen. Zurzeit wird eine Machbarkeitsstudie erstellt, eine Zählung der Gewerbetreibenden und Touristen vorgenommen. Auf Kiez-Veranstaltungen werden dann die Pläne offiziell vorgestellt. Stadtrat Kirchner: "Eine Anwohner-Vignette kostet nicht mehr als eine Tankfüllung – nicht dramatisch." Im neuen Jahr könnte das Parken somit auch in Prenzlauer Berg kostenpflichtig sein.

R. Gorny

Sonntag, September 17, 2006

Sind wir ein Huegelchen? Für die Taz schon

Was soll man denn davon halten?

Wenn der Prenzlauer Berg tatsaechlich ein Berg waere, dann koennten Anwohner von seiner Spitze aus eine für sie fremde Welt erblicken. Im Norden saehen sie bei gutem Wetter strahlende neue Mehrfamilienhaussiedlungen in Karow-Nord. Daneben, in Buch, würden sie in den maerkischen Sand gestemmte alte Plattenbausiedlungen entdecken. Wie ungewohnt waere dieser Anblick für die meisten Altbaubewohner zwischen Tor- und Wisbyerstraße, die seit den 90er-Jahren hierher gezogen sind! Doch der Prenzlauer Berg ist nun mal kein Berg, sondern nur ein mattes Huegelchen. Und deshalb wissen nur wenige Bewohner Pankows, was im einwohnerstaerksten Berliner Bezirk alles geschieht.


Den ganzen Text findet man in der TAZ vom 25. August 2006.