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Samstag, Oktober 30, 2010

taz veröffentlicht Wasserverträge



Wie das Land Berlin bei den heiß umstrittenen Wasserverträgen den privaten Anteilseignern eine Gewinngarantie eingegeräumt hat, die selbst das Landesverfassungsgericht nicht aushebeln konnte, steht in der heutigen Ausgabe der taz. Die Verträge kann man als pdf hier einsehen.

Samstag, August 02, 2008

Strassenbaupläne versetzen Laubenpieper in Angst und Schrecken

Die Nutzer der Schrebergärten in Prenzlauer Berg haben Angst. Neue Straßen könnten schon in sieben Jahren quer durch die Kleingartensiedlungen am Volkspark Prenzlauer Berg und nördlich der Bornholmer Strasse führen. Das würde für 65 Parzellen nach einem Jahrhundert das Aus bedeuten. Der Vorsitzende des Bezirksverbandes der Kleingärtner, Egid Riedl hat vor zwei Wochen in deren Namen einen offenen Brief (pdf) an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit geschickt. Die Antwort des Bürgermeisters war für die Kleingärtner unbefriedigend. Zusammengefasst: Die Flächen gehören zur strategischen Flächenreserve der Stadt. Eine Umwidmung zu Dauerkleingärten ist nicht drin (Umwidmung klingt etwas absurd, da dort immer nur Dauerkleingärten standen). Galgenfrist bis 2014. Danach eventuelle Verlängerung nach erneuter Prüfung.

Da sich Prenzlauer-Berg-Themen mit Schlagwörtern wie Bionade, Biedermeier und Boheme seit einem längeren Artikel in der Zeit immer gut verkaufen, widmete sich die taz heute auch diesem Thema und wagte einen Brückenschlag zu den Prenzlauer Berger Neubürgern, die P-Bergs Laubenpieperparadies über google entdeckten. (zum Artikel).

Mittwoch, Februar 27, 2008

Wie weiter mit VEB Treffmodelle

In der taz schreibt Nina Apin über die Zukunft des Gebäudes in der Greifswalder Straße, das einst den VEB Treffmodelle und jetzt den Magnet-Klub beherbergte. Die Künstlerateliers mussten raus. Magnet hat vom neuen Eigentümer einen neuen Vertrag bekommen und darf bleiben.

Samstag, Oktober 27, 2007

Heikles Thema: Umstrukturierung des Raumes

Andrej Holm ist jetzt wahrscheinlich einer der bekanntesten Soziologen des Landes. Er ist der Beweis dafür, dass man mit wissenschaftlichen Arbeiten zu Themen wie Gentrifizierung schnell unter Terrorverdacht geraten kann. Nach einer Haftverschonung für Andrej Holm im August hebt der Bundesgerichtshof den Haftbefehl gegen ihn auf. Drei weitere Beschuldigte,
Florian L., Axel H. und Oliver R. sitzen seit dem 31. Juli 2007 immer noch in Untersuchungshaft in Berlin-Moabit, weil sie angeblich versucht haben sollen, Bundeswehrfahrzeuge anzuzünden.
Am gleichen Tag wurde auch Andrej H. festgenommen und die Wohnungen und Arbeitsplätze von drei weiteren Personen durchsucht. Der Vorwurf gegen sie bezieht sich auf den Strafgesetzbuchparagrafen 129a: "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung".

Anbei einige Links zum Thema:
Annalist - Das Weblog von Andrej Holms Frau liefert detaillierte Hintergründe zum Fall und den Ermittlungen.

einstellung.so36.net Seite des Bündnisses für die Einstellung der § 129a-Verfahren

Freie-Radios.net
- Hier berichtet Andrej Holms Verteidigerin von den Ereignissen der letzten Monate (Download als mp3 / ogg vorbis)

Aktueller Bericht in der taz von Uwe Rada und dessen Kommentar dazu.

Altsprech und Neusprech.

Der Begriff ABC-Schütze als Synonym für Schulanfänger hat einen militärischen Beigeschmack, jedoch kann man sich noch vorstellen, dass sich hinter dem Wort noch ein Mensch verbrirgt.
Wenn Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) von "überdurchschnittlichen Stückkosten" - im "Produktbereich 0883" und einem katastrophalen Rechnungsergebnis für 2006 spricht, bezieht er sich auf die vielen neuen Schülerinnen und Schüler der Grundschulen in Berlin Pankow, genauer in Prenzlauer Berg. Bei Sätzen wie: "Die überdurchschnittlich hohen Stückkosten werden sich in allen Produkten der Oberschule widerspiegeln.", sollte man ins Grübeln kommen.

In Prenzlauer Berg ist das Schulchaos ausgebrochen. Realschulen wie die Karl-Friedrich-Schinkel-Schule sollen geschlossen werden. Eltern, die ihre Kinder in einer Schule anmelden wollen, müssen mit ihrer Stromrechnung nachweisen, dass sie in der Gegend nicht nur gemeldet sind, sondern auch wohnen.

Montag, Oktober 08, 2007

P-Berg ist nicht resistent gegen Strukturwandel

"Prenzlauer Berg ist nur noch Simulationen einer anderen, nichtdeutschen Lebenskultur für jugendliche Kulturtouristen."
Warum das so ist, kann man heute in der taz lesen.

Freitag, August 03, 2007

Inszenierung als Alpha-Männchen-Rapper

"Rapper brechen keine Tabus, sondern bedienen vielmehr eine rassistische Wahrnehmung, in der schon im Voraus festgelegt ist, wie der "Neger" oder der "Kanake" zu sein hat.", meint Murat Güngör in der taz von heute. Um als Gangsta-Rapper sichtbar zu werden, müsse man Stereotype wie "kriminelle Vergangenheit", "Omnipotenz" und "Gewalt" aufrufen. Diese ästhetischen Codes seien aber häufig rassistisch und sexistisch gefärbt, meint der taz-Autor.

Der Erfolg von Gangsta-Rappern würde zudem mit einer Verschärfung des Jugendstrafvollzugs einhergehen. Auf der einen Seite werde das Drogendealer-Dasein von der Unterhaltungsindustrie ästhetisch glorifiziert. Andererseits verschärfe der Staat die Kontrolle über klandestine Jugendgruppen.
Dabei trügen die rückständigen Bilder, die vom vermeintlichen Ghetto reproduziert werden, nur dazu bei, die wahren sozialen Probleme in vielen Einwanderervierteln zu verdecken: von Arbeitslosigkeit, fehlenden Bildungschancen, Ausgrenzung von Frauen und Schwulen, repressiven Ausländergesetzen bis zu den schwierigen ökonomischen Bedingungen, unter denen viele Familien leiden müssen, so Güngör weiter. Den ganzen Artikel kann man hier nachlesen.

Sonntag, September 17, 2006

Sind wir ein Huegelchen? Für die Taz schon

Was soll man denn davon halten?

Wenn der Prenzlauer Berg tatsaechlich ein Berg waere, dann koennten Anwohner von seiner Spitze aus eine für sie fremde Welt erblicken. Im Norden saehen sie bei gutem Wetter strahlende neue Mehrfamilienhaussiedlungen in Karow-Nord. Daneben, in Buch, würden sie in den maerkischen Sand gestemmte alte Plattenbausiedlungen entdecken. Wie ungewohnt waere dieser Anblick für die meisten Altbaubewohner zwischen Tor- und Wisbyerstraße, die seit den 90er-Jahren hierher gezogen sind! Doch der Prenzlauer Berg ist nun mal kein Berg, sondern nur ein mattes Huegelchen. Und deshalb wissen nur wenige Bewohner Pankows, was im einwohnerstaerksten Berliner Bezirk alles geschieht.


Den ganzen Text findet man in der TAZ vom 25. August 2006.

Freitag, September 08, 2006

In Prenzlauer Berg wohnen und Fotograf werden

Helmut kommt aus der Schweiz. Er hatte einen Traum und den hat er schon zur Haelfte verwirklicht. Er wollte im P-Berg wohnen und hier Fotograf werden. Der Umzug ist vollbracht. Und jetzt? Mehr hier in diesem netten Artikelchen in der TAZ von heute.

Donnerstag, August 31, 2006

Schablonen der Gewalt

Raumschiff Enterprise war in den 80ern eine meiner Lieblingsserien. Einmal in der Woche war ich nicht vor der Glotze wegzukriegen. Auf welchen Planeten wuerde es die stylisch gekleidete Crew diesmal verschlagen? Einmal wurden Kapitaen TJ Hooker, Spokki der Vulkanier und Doktor Pille sogar in meine Heimat katapultiert, nur leider 45 Jahre vor meiner Zeit. Ich hätte die Weltraumreisenden gern mal in echt gesehen. Das kann ich jetzt hier nachholen. Einen Ausschnitt aus der Folge "Schablonen der Gewalt" (im Original Pattern of Force) gibt es hier im Hitler-Blog der TAZ zu sehen. Es lohnt sich!