Die Umfrage zur Zukunft des Stadtbades Oderberger Straße lief gestern aus.
Nur drei Prozent der Teilnehmer vermuten, dass das Objekt ewig geschlossen bleibt. Ganze 20 Prozent vermuten, dass es dem Erdboden gleich gemacht wird. Den Umbau zum Kiezbad befürworten 34 Prozent der Befragten. Mit der Vermutung, dass in den Gemäuern ein Wellness-Pool mit Hotelbereich entstehen könnte, lagen 37 Prozent der Teilnehmer gar nicht so weit ab vom Schuss.
Jetzt meldet die GLS Sprachschule, die die Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule Gustave Eiffel in der Kastanienallee 82 nutzt, Interesse an der benachbarten Immobilie an.
Sie will dort Übernachtungsmöglichkeiten und Studios für ihre Kursteilnehmer schaffen. Die Schule selbst bietet für ihre Gäste nur 50 Zimmer an und muss zusätzlich immer andere Hotelzimmer anmieten.
Dazu muss jedoch die Eigentümerin, die Stiftung Denkmalschutz Berlin das Bad verkaufen. Die will das Bad selbst sanieren, kann aber keine Gelder dafür akquirieren. Vor nicht langer Zeit wollte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das 17-Millionen-Euro-Projekt Wellnessbad mit Hotelbereich noch 2,5 Millionen Euro fördern, hatte dann aber einen Rückzieher gemacht.
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Donnerstag, August 14, 2008
Samstag, Juni 28, 2008
Radwege statt Akuna Matata
Kommentar: Den Kiosk Akuna Matata kennt in Prenzlauer Berg jeder. In den letzten Jahren hat sich der Platz vor dem Zeitungsladen am U-Bahnhof Eberswalder Straße zum Zentrum und ersten Anlaufpunkt des P-Berger Nachtlebens entwickelt. Der Name hat seinen Ursprung in der afrikanischen Sprache Swahili und bedeutet soviel wie "keine Probleme". Doch die sorgenfreien Zeiten sind jetzt vorbei.
Jetzt ist es amtlich. Der Kiosk soll einem neuen Radweg weichen. Straßenbau hat im Bezirksamt Pankow eindeutig Vorrang vor Kultur und Handel. "Der Kiosk kommt weg!" zitiert der Tagesspiegel ausgerechnet den ehemaligen Chef von Netzwerk Spiel/Kultur Jens-Holger Kirchner. Der ehemalige Aktivist für Sub- und Soziokultur hat sich schon vor Jahren die langen Haare abgeschnitten und den grünen Parka an den Nagel gehängt. Jetzt fungiert er in Pankow als Verkehrsstadtrat für die Grünen.
Das Engagement des Bezirks für den Ausbau von Radwegen ist löblich. Doch wenn der letzte noch einigermaßen belebte Zipfel Prenzlauer Bergs im nächsten Jahr auch noch öffentlichem Straßenland weichen muss, gleicht das einem kulturellen Todesstoß für den Bezirk. Natürlich kann man dagegen argumentieren. Natürlich kann sich der Kiosk einen neuen Standort suchen, natürlich sind vom Straßenbau Berlin Ecke Schönhauser keine Jugend- und Kultureinrichtungen betroffen.
Vielleicht werten es manche Leute sogar als positiven Nebeneffekt, wenn "Horden betrunkener Jugendlicher" dadurch auch aus dem Straßenbild verschwinden. Das Bewusstsein dafür, dass ein solcher Kiosk zum Zentrum urbanen Lebens im Bezirk und damit zu einem entscheidenden weichen Standortfaktor geworden ist, scheint es bei den Entscheidungsträgern nicht zu geben. Erreichen wird man damit jedoch nur eins: Prenzlauer Berg für Einheimische wie für Gäste der Stadt in Zukunft nicht mehr und nicht weniger attraktiv sein als etwa die Stadtzentren von Oldenburg, Duderstadt oder Zwickau.
Donnerstag, Juni 26, 2008
Stadtbad Oderberger Straße bleibt dicht

Der Berliner Senat hat die zuerst zugesagten 2,5 Millionen Euro für die Sanierung und Wiedereröffnung wieder gestrichen. Die Bauarbeiten sollten schon im herbst losgehen. Jetzt soll sich ein Runder Tisch bilden, an dem dann die Stiftung Denkmalschutz, die Senatsverwaltung Stadtentwicklung und die Genossenschaft Stadtbad Oderberger Straße sitzen sollen. Für ein Jahr soll das ehemalige Bad jetzt an eine Eventagentur vermietet werden.
Das Bad wurde 1986 wegen Rissen im Becken geschlossen. Die Sauna wurde noch ein weiteres Jahrzehnt erhalten. Die vom Senat für die Sanierung geplanten 45 Millionen Euro gingen im Berliner Finanzkrisenjahr 1995 den Bach runter. Künstler besetzten das Bad zwei Jahre später. Das Projekt "Fluten 2" bekam damals viel Medienfeedback unf machte das Bad auch über die Stadtbezirksgrenzen hinaus bekannt. Vor sechs Jahren erwarb die Genossenschaft das Bad vom Liegenschaftsfonds des Landes und plante ein Kiezbad. Sie verkaufte aus der Not heraus das Objekt weiter an die Stiftung Denkmalschutz, die mit einer Zukunft des Hauses als Wellnessbad mit Hotel liebäugelt. Foto: wikipedia (cc)
Montag, Oktober 08, 2007
P-Berg ist nicht resistent gegen Strukturwandel
"Prenzlauer Berg ist nur noch Simulationen einer anderen, nichtdeutschen Lebenskultur für jugendliche Kulturtouristen."Warum das so ist, kann man heute in der taz lesen.
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Montag, August 13, 2007
Die armen Briten
Sechs Tourie-Teenies aus Großbritannien haben sich am Samstagmorgen im P-Berg beim Taggen an Hauswände busten lassen. Zwei Cans beschlagnahmt, Farbe an den Fingern und Stress mit dem Betreuer. Nicht gut! Springers Morgenpost hat den jungen Touristen einen kleinen Artikel gewidmet.
Sonntag, Juni 24, 2007
Brauchen wir einen U-Bahnhof "Prenzlauer Berg"
Geschäftsleute fordern die Umbenennung der Station Eberswalder Straße
"Nächster Bahnhof: Prenzlauer Berg." So soll die Ansage lauten, bevor die U-Bahn der Linie U 2 in die Station Eberswalder Straße einfährt. Das fordern die Hoteliers, Gastronomen und Betreiber von Kultureinrichtungen in dem Szeneviertel. Sie wollen, dass der U-Bahnhof Eberswalder Straße künftig den Namen Prenzlauer Berg trägt. Der soll dann auch auf allen Stadt - und Fahrplänen stehen.
Zum Artikel von Stefan Strauss in der BLZ
"Nächster Bahnhof: Prenzlauer Berg." So soll die Ansage lauten, bevor die U-Bahn der Linie U 2 in die Station Eberswalder Straße einfährt. Das fordern die Hoteliers, Gastronomen und Betreiber von Kultureinrichtungen in dem Szeneviertel. Sie wollen, dass der U-Bahnhof Eberswalder Straße künftig den Namen Prenzlauer Berg trägt. Der soll dann auch auf allen Stadt - und Fahrplänen stehen.
Zum Artikel von Stefan Strauss in der BLZ
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