Den heutigen Reformationstag feiert die Gemeinde Prenzlauer Berg Nord mit einem Festkonzert in der Gethsemanekirche um 20 Uhr, Stargarder Str. 77. Gespielt wird unter anderem die Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy. Karten kosten 8 Euro, ermäßigt 6 Euro.
Mehr dazu und zur Kirchenlandschaft in Prenzlauer Berg im heutigen Tagesspiegel.
Mittwoch, Oktober 31, 2007
Jetzt proben P-Bergs Eltern den Aufstand
Das Chaos an den Schulen im Babyboom-Viertel Prenzlauer Berg geht in die nächste Runde. Gestern protestierten Kinder und Eltern vor der Homer-Grundschule im Bötzowviertel für einen Platz zum neuen Schuljahr.
45 Erstklässler kann die Schule aufnehmen, fast 100 wohnen aber im Einzugsgebiet rund um die Pasteurstraße. "Ich wundere mich über den Grad an Dilettantismus bei der Behörde", ärgert sich Dorthe Ferber, die mit ihrem Sohn Carl demonstriert. Die benachbarte Turnvater Jahn-Grundschule kommt für sie und die meisten anderen Eltern wegen Sport-Orientierung und mäßigem Hort-Angebot nicht infrage.
Zu wenig Plätze wird es 2008 wohl auch an den Grundschulen am Planetarium, am Kollwitzplatz und am Falkplatz geben. Schul-Stadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) will zur Entlastung die Schinkel-Realschule an der Erich-Weinert-Straße zur Gemeinschaftsschule machen. Frage ist, was aus den Realschülern wird.
Dorthe Ferber und ihre Mitstreiter werden nach Anmeldung der Kinder zum Schulamt geladen. Dort müssen die Eltern erklären, warum ausgerechnet ihr Kind auf diese Grundschule soll. Das können Akademiker-Eltern bestimmt gut. Aber andere?
Zum Thema Schule in Prenzlauer Berg gibt es am 12. November, 20 Uhr, im Ballhaus Ost eine Diskussion mit Stadträtin Zürn und weiteren Experten.
Das meldet heute der Berliner Kurier
45 Erstklässler kann die Schule aufnehmen, fast 100 wohnen aber im Einzugsgebiet rund um die Pasteurstraße. "Ich wundere mich über den Grad an Dilettantismus bei der Behörde", ärgert sich Dorthe Ferber, die mit ihrem Sohn Carl demonstriert. Die benachbarte Turnvater Jahn-Grundschule kommt für sie und die meisten anderen Eltern wegen Sport-Orientierung und mäßigem Hort-Angebot nicht infrage.
Zu wenig Plätze wird es 2008 wohl auch an den Grundschulen am Planetarium, am Kollwitzplatz und am Falkplatz geben. Schul-Stadträtin Lioba Zürn-Kasztantowicz (SPD) will zur Entlastung die Schinkel-Realschule an der Erich-Weinert-Straße zur Gemeinschaftsschule machen. Frage ist, was aus den Realschülern wird.
Dorthe Ferber und ihre Mitstreiter werden nach Anmeldung der Kinder zum Schulamt geladen. Dort müssen die Eltern erklären, warum ausgerechnet ihr Kind auf diese Grundschule soll. Das können Akademiker-Eltern bestimmt gut. Aber andere?
Zum Thema Schule in Prenzlauer Berg gibt es am 12. November, 20 Uhr, im Ballhaus Ost eine Diskussion mit Stadträtin Zürn und weiteren Experten.
Das meldet heute der Berliner Kurier
Was ist Kwas
Wer mal in einem der kleinen Russenläden in Prenzlauer Berg war, hat sicher diese großen Plastikflaschen gesehen, Gefüllt mit einer schwarzbraunen Flüssigkeit, nicht Bier, nicht Brause.
Auf dem Schildchen meist eine dicke Babuschka mit einem Glas in der Hand un darüber in kyrillischen Buchstaben das Wörtchen KBAC, also Kwas.
Ursprünglich war das ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk aus Wasser, Roggen und Malz. Kleine gelbe Tonnen auf Rädern prägten zu UdSSR-Zeiten das Straßenbild sowjetischer Städte. Für ein paar Kopeken bekam man an diesen Wagen ein olles Glas Kwas.
Die Perstroika ließ die kleinen Kwas-Händler weniger werden, aber nicht verschwinden.
Die großen Limonadenfabriken entdeckten den Dauertrend für sich und starteten die eigene Kwasproduktion. Aus wirtschaftlichen Gründen verwendeten sie jetzt mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser, Zucker, Farbstoff und Aromen, die an den ursürünglichen Kwas erinnern sollen.
Retro-Produkte können Erfolg haben. Beispiele in Deutschland gibt es viele. Nudossi im Osten, Brauner Bär im Westen. In Russland ist es halt Kwas.
Nun hat Coca-Cola diesen Trend entdeckt und nimmt ihn durchaus ernst. Das macht dem russischen Limo-Hersteller Borodino Sorgen. Im März 2008 will Coca Cola mit einer eigenen Kwas-Version den russischen Limonadenmarkt aufmischen. Ob es die Westversion des Russenkwas auch in die kleinen "Magaziny" in der Berliner Innenstadt schaft, bleibt abzuwarten.
Auf dem Schildchen meist eine dicke Babuschka mit einem Glas in der Hand un darüber in kyrillischen Buchstaben das Wörtchen KBAC, also Kwas.
Ursprünglich war das ein kohlensäurehaltiges Erfrischungsgetränk aus Wasser, Roggen und Malz. Kleine gelbe Tonnen auf Rädern prägten zu UdSSR-Zeiten das Straßenbild sowjetischer Städte. Für ein paar Kopeken bekam man an diesen Wagen ein olles Glas Kwas.
Die Perstroika ließ die kleinen Kwas-Händler weniger werden, aber nicht verschwinden.
Die großen Limonadenfabriken entdeckten den Dauertrend für sich und starteten die eigene Kwasproduktion. Aus wirtschaftlichen Gründen verwendeten sie jetzt mit Kohlensäure versetztes Mineralwasser, Zucker, Farbstoff und Aromen, die an den ursürünglichen Kwas erinnern sollen.
Retro-Produkte können Erfolg haben. Beispiele in Deutschland gibt es viele. Nudossi im Osten, Brauner Bär im Westen. In Russland ist es halt Kwas.
Nun hat Coca-Cola diesen Trend entdeckt und nimmt ihn durchaus ernst. Das macht dem russischen Limo-Hersteller Borodino Sorgen. Im März 2008 will Coca Cola mit einer eigenen Kwas-Version den russischen Limonadenmarkt aufmischen. Ob es die Westversion des Russenkwas auch in die kleinen "Magaziny" in der Berliner Innenstadt schaft, bleibt abzuwarten.
Dienstag, Oktober 30, 2007
Kollwitzplatz wird Fußgängerzone
Bauzäune, Bagger und umherliegende Bordsteine prägen zur Zeit die Wörther Straße vorm Kollwitzplatz. Seit die Baustelle steht, ist der Öko-Markt ausgewichen und gleichzeitig gewachsen.
Die Bauarbeiten sind der erste Schritt der Einrichtung einer Fußgängerzone am Kollwitzplatz bis Ende nächsten Jahres. Es lohnt sich sicher, noch ein Foto mit Straßenverkehr zu machen.
Die Bauarbeiten sind der erste Schritt der Einrichtung einer Fußgängerzone am Kollwitzplatz bis Ende nächsten Jahres. Es lohnt sich sicher, noch ein Foto mit Straßenverkehr zu machen.
Ohne Robotron kein SAP
Bis kurz nach der Wende befand sich in der Greifswalder Str. / Ecke Hufelandstr. eine Außenstelle der Robotron-Werke. Heute berichtet die Welt, dass das Kombinat Robotron Anfang der 70er eine Geschäftssoftware entwickelt hat, die allen anderen weit überlegen war. SAP konnte auf diese Robotron-Vorarbeit aus der DDR zurückgreifen und damit seinen weltweiten Siegeszug beginnen. Der Software-Konzern weist diese Behauptung jedoch vehement zurück.
Die "Forschungsstelle für Gesamtdeutsche wirtschaftliche und soziale Fragen" konstatierte 1990 in einer Studie für die Bundesrepublik: Auf den meisten Gebieten sei die DDR-Informatik zwar sechs bis zehn Jahre der westlichen Technologie hinterher gehinkt. Auch sei vieles "nachempfunden" worden. Doch habe die DDR mit den SOPS in den siebziger Jahren im europäischen Maßstab Pionierarbeit geleistet.
SAP und Siemens Nixdorf kaufen die Reste von Robotron
Aus der Robotron-Zentrale ging 1990 das "Software- und Systemhaus Dresden" (SRS) hervor, an dem zu gleichen Teilen SAP und Siemens Nixdorf beteiligt waren. Das Gros der 300 Mitarbeiter hatte zuvor bei Robotron gearbeitet. "Einige kamen damals zu mir und erzählten, sie hätten dort gar nicht groß eingewiesen werden müssen, weil die Software so ähnlich sei", erinnert sich Gräßler. Für ihn ein weiteres Indiz. Nun sucht der inzwischen 80-Jährige späte Gerechtigkeit.
Die "Forschungsstelle für Gesamtdeutsche wirtschaftliche und soziale Fragen" konstatierte 1990 in einer Studie für die Bundesrepublik: Auf den meisten Gebieten sei die DDR-Informatik zwar sechs bis zehn Jahre der westlichen Technologie hinterher gehinkt. Auch sei vieles "nachempfunden" worden. Doch habe die DDR mit den SOPS in den siebziger Jahren im europäischen Maßstab Pionierarbeit geleistet.
SAP und Siemens Nixdorf kaufen die Reste von Robotron
Aus der Robotron-Zentrale ging 1990 das "Software- und Systemhaus Dresden" (SRS) hervor, an dem zu gleichen Teilen SAP und Siemens Nixdorf beteiligt waren. Das Gros der 300 Mitarbeiter hatte zuvor bei Robotron gearbeitet. "Einige kamen damals zu mir und erzählten, sie hätten dort gar nicht groß eingewiesen werden müssen, weil die Software so ähnlich sei", erinnert sich Gräßler. Für ihn ein weiteres Indiz. Nun sucht der inzwischen 80-Jährige späte Gerechtigkeit.
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