Samstag, Oktober 09, 2010

Ausgeblow-upt

Das Blow up in der Immanuelkirchstraße ist dicht. Kulturstätten kann man nur erhalten, wenn man auch hingeht. Im neuen Prenzlauer berg setzt man dann wohl doch eher auf Videobeamer Home Cinema Atmo. Mehr hier.

Donnerstag, Oktober 07, 2010

Gute Idee aus NYC: The Tourist Lane



Was hier eher scherzhaft rüberkommt oder an TV-Formate mit versteckter Kamera erinnert, halte ich für gar nicht so abwegig. In der polnischen Stadt Swinoujście ist es seit Jahren Gang und Gäbe, dass die schnellen und kostenfreien Fähren den Stadtbewohnern vorbehalten sind. Die langsamen und kostenpflichtigen Verbindungen stehen den Gästen der Stadt am Ostseestand zur Verfügung.

Mittwoch, Oktober 06, 2010

Leserbrief

Disclaimer: Dies ist ein ungekürzter Leserbrief von Herrn V.S. Er spiegelt nicht unbedingt meine eigenen Ansichten wider, sondern lediglich die des Autoren.

hi,

ich bin geschockt und angewidert: in "meiner" edeka-filiale am
helmholtzplatz (raumer ecke schliemannstr.) werden jetzt
sarrazin-bücher an der kasse zum verkauf angeboten!

ich hatte gestern abend ein längeres aber erfolgloses gespräch mit dem
filialleiter, der wohl die verantwortung dafür trägt: welche medien
bestellt werden, entscheidet die jeweilige filiale, wobei vermutlich schon
die firma edeka dafür gesorgt hat, dass dieses buch überhaupt im
medien-sortiment vorhanden ist, ich hab bei edeka vorher noch nie eine
gebundenes buch an der kasse gesehen! sarrazin hat durch sein hetz-buch ja
bereits millionen verdient, jetzt will wohl edeka bzw. diese filiale auch
noch eine scheibe davon abhaben.

ich hab dem filialleiter gesagt, dass ich
in nächster zeit dort nicht mehr einkaufen werde, aber ein persönlicher
boykott ist ja wohl leider kaum was ändern.

kleine hintergrundinfo: bis vor ein paar jahren gab es zusätzlich noch
einen spar am helmholtzplatz, seitdem dieser dann vom gleichen edeka-leiter
übernommen wurde, hat edeka hier im kiez eine lokales quasi-monopol und
kann bei den preisen ziemlich zulangen, die einzige supermarkt-konkurrenz
in der nähe ist ein bio-discounter, andere supermärkte wie kaisers und rewe
sind deutlich weiter weg. und jetzt kann man dort nicht einmal mehr ein
sterni kaufen gehen, ohne das einem die khackfresse von sarrazin vom
buchdeckel entgegenglozt.

dass ein edeka-filialleiter auf so eine geschäftsidee kommt, find ich gar
nicht besonders bemerkenswert, vermutlich ist er bz-leser und konnte sich
kaum vorstellen, dass sich irgendwer über den verkauf des buches aufregen
könnte. viel erschreckender finde ich, dass er hier, mitten in diesem
grün-links dominierten bezirk, anscheindend bisher kaum kritik und
widerspruch dafür bekommen hat. wohl ein klarer beweis dafür, dass die
fremdenfeindlichen reflexe tatsächlich auch tief aus der "liberalen"
bürgerlichen mitte kommen.

gruss
v.

ps: über hinweise zu bezugsquellen/downloadlinks zu guten, aufklärenden
flugis, aufklebern o.ä. zum thema sarrazin+rechtspopulismus würde ich mich
sehr freuen.


Montag, Oktober 04, 2010

Interflug Transportfliegergeschwader 33



Ein Film über die von Gerüchten umwitterte, noch unerzählte Story der DDR-Regierungsflieger, einer kleinen militärischen Elitetruppe für besondere "Transportaufgaben".

"Wo saß denn hier der Honecker?" Dies war oft die erste Frage, die den Flugkapitänen der Regierungsmaschinen 1990 gestellt wurde. Egal, ob Lothar de Maizière, Rainer Eppelmann oder Angela Merkel alle wollten es wissen, beim Einstieg in die IL-62-Maschine der DDR-Flugbereitschaft. So mancher von ihnen setzte sich dann sogar auf Honeckers Stammplatz, um ganz so wie einst das Politbüro um den Globus geflogen zu werden.

Die Besatzungen der Regierungsflieger agierten weltweit, nach Moskau in Uniform, nach Bonn in Zivil. Die "roten Preußen der Luft", wie sie im Ausland auch genannt wurden, flogen für die DDR alles: Honecker, Mielke, Ulbricht & Co., Waffen, Weizen und Devisen. Eine Geschichte zwischen Bombay und Budapest, zwischen New York und Nairobi.

Die ehemaligen DDR-Regierungsflieger berichten zum ersten Mal vor der Kamera: Im Reisegepäck hatte man auch schon mal 30.000 US-Dollar, denn in vielen Ländern musste das Benzin in bar bezahlt werden. Welche Privilegien hatte man und welche nicht? Wie erlebte man den Westen und wie die Wende? Ein Film, der nach Spuren sucht: Wie wurde man "Regierungsflieger"? Was war wichtiger: Politik oder Fliegerei? Was waren das für Männer, was trieb sie an? Abenteuerlust, Pflichterfüllung, Patriotismus, Geltungsdrang?

Der Film erzählt eines der letzten bis heute unbeleuchteten Kapitel der DDR-Geschichte. Die Autoren Jürgen Ast und Dirk Kühlow führten exklusive Interviews mit Piloten, Kommandeuren und Technikern, auch mit Honeckers Leibwächter. Unveröffentlichte Fotos und umfangreiches Archivmaterial ergänzen die Berichte und Schilderungen. Und was ist vom Glanz der einstigen Elitetruppe geblieben? Vor kurzem erst machte eine Meldung aus Amsterdam Schlagzeilen: Honeckers Dienstflugzeug als 5-Sterne Luxushotel eröffnet.

Zeitreise durch die Hufelandstraße

Der Fotograf Harf Zimmermann hat die Hufelandstraße im Bötzowviertel fotografiert, von innen und außen. Einmal vor gut zwei Jahrzehnten und nochmal jetzt. Die Geo fand das bemerkenswert und hat Teile dieser Serie hier auf ihre Website gepackt. Schade, dass kein Bild vom Fotolanden, dem Zoo-Handel, dem Matroschka-Laden und dem Kohlehandel dabei ist. Das waren immer meine Lieblingsstellen in der Hufe. Dank an AL für den Hinweis!