Mittwoch, Dezember 31, 2008

Neues Jahr - neues Glück

Es war ein grandioses Jahr für Prenzlauer berg und dieses Weblog. Die Besucherzahlen sind ins Unermessliche gestiegen. Die Süddeutsche hat diese Seite zum Hassblog erklärt.
Mir geht es gut. Ich bin gesund und meine Freunde auch.
Deshalb ein Abschiedsgruß der Bay City Rollers aus dem Jahr 1974 und ein optimistisches "See You" aus dem Jahr 1982 von Depeche Mode, der zweitbesten HipHop-Gruppe nach The Cure.
Allen Prenzlauer-Berg-Hassern und Liebhabern ein tolles neues Jahr.


"Bye Bye Baby - The Bay City Rollers (1974)

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See You - Depeche Mode (1982)

Mittwoch, November 19, 2008

Style-Diebe

Von Chaplin haben die Nazis ihren Style geklaut, von Buster Keaton die Yuppies. Hier nun beide in einem Film: Hard Luck aus dem Jahr 1921 von Edward F. Cline.
Ich lese gerade in Buch über Kino in prenzlauer Berg. Da passte dieser Streifen ganz gut.

Montag, November 17, 2008

Steiner im Flug



Danke Caro

Rückblick auf eine zornige Kindheit

Prenzlauer Bergs Rapper V-Mann war sieben und stocherte im Kartoffelbrei herum. Genug Stoff für einen guten Song und ein charmantes Video mit Leipzigs Rap-Legende Morlockk Dilemma, gedreht vom Star-Fotografen Thomas Aesop Krüger, der zwischen Prenzlauer Berg und der HGB in Leipzig pendelt.
Grüne und blaue Pastellfarben, urbane Unorte, die in atmosphärischem Licht wie Studiokulissen wirken und eine metaphorische Bildsprache sprechen. Viel Spaß mit "Der Zorn":



Mehr hier

Samstag, November 15, 2008

P-Berg-Newsticker

+++ erste Kolle-Belle-Wohnungen im Dezember bezugsfertig +++ Stuttgarter Maeckes und Plan B mit ihrem HipHop-Comedy-Theaterstück "Zimmer 601" am Sonntag, 16.11. letztmalig im Kulturzentrum Danziger 50 +++ Evangelische Kirchengemeinde Prenzlauer Berg Nord sucht Wende-Zeitzeugen für Ausstellung +++ Verein "Mauerpark" sucht Dokumente und Zeitzeugen für Dokumentation zur Mauergeschichte und Maueröffnung, Kontakt über Mauersegler +++ Eberswalder Straße wird ausgebaut und bleibt für die nächsten Wochen für Autos gesperrt +++ Bezirk Pankow fördert öffentlichkeitswirksame demokratische Projekte für Toleranz und gegen Rechtsradikalismus in Pankow +++ Musiker-Fotograf Axel Küstner stellt seine Fotos bis 5. Dezember im Mokka Club in der Raumer Straße 40 aus. Öffnungszeiten: täglich 10-20 Uhr, So.: 10-16 Uhr. +++ Lettische Künstlerin Elena Bolsuna stellt ihre Werke in der Galerie Kuckucksnest, Dunckerstr. 77 aus, Mo-Fr: 10-17 Uhr +++

Prenzlauer-Berg-Brause ist nicht bio genug

Ich stehe eh nicht auf Litschi-Brause. Laut Foodwatch mangelt es den Bionade-Produzenten an Bio-Litschis und somit hätte das P-Berg-Biedermeiergetränk eh kein Anrecht auf ein Bio-Siegel. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung in ihrer heutigen Ausgabe. Mir soll es egal sein. Das Getränk ist, glaubt man der Werbung, die neulich noch am ehemaligen Institut für Marxismus und Leninismus, Torstraße Ecke Prenzlauer Allee hing, so in, dass es schon wieder out ist.

Sonntag, November 09, 2008

Frankfurter Börse ATTACiert

Prenzlauer Berg ist nicht die ganze Welt und deswegen wage ich doch gelegentlich den Blick über den Tellerrand. Heute etwa nach Frankfurt am Main, wo vor zwei Wochen 25 Attacler über die Brüstung der Besuchergalerie ein großes Transparent mit der Aufschrift "Finanzmärkte entwaffnen" hängten. Die beiden verstrahlten Medientussen sind schockiert über die Aktion. Für professionellen Journalismus sprechen ihre Reaktionen nicht gerade, dafür aber für das Weltbild der Medienschaffenden im Jahr 2008. Ein beklemmend lustiges Zeitdokument. Mehr zur Aktion hier.



via xyzet

Freitag, November 07, 2008

Das Drahtponypferdchen

Eine immer beliebtere Alternative zum Berliner Öffentlichen Personen Nahverkehr ist das Fahrrad. Vor gut drei Jahren besangen Leptosom and the Evolution das zweirädrige Fortbewegungsmittel in ihrem Song "Pony". Damit es nicht in Vergessenheit gerät, habe ich es an dieser Stelle für die Nachwelt gerettet.

Mittwoch, November 05, 2008

Der Star der Schönhauser Allee im Roten Salon

Die lange Nacht des kurzen Glücks startet heute um 23 Uhr
im Roten Salon.
Die Reihenfolge:

Hello Antenna + Festival-Trailer
Der Fernsehturm als Fixpunkt
Flaneur
Collosiaeus Urbanus Polyphagus
This is not the trailer of Objectiv Lune
Orthorexia
Stalk it
Defa Disco

Glückskorbverlosung
Kurzlesungen 1

Pocker Parks
Mediaspree versenken
Pappstadt Nord
Quietsch
Footen Berlin
We will watch you
Fischers Fritze
Schönhauser Allee

VNA-live + Meine Stadt
Kurzlesungen 2

Zomba Fußball
Mein Berlin
Skisspringen im Liegen
F. Pflüger Song
Das regt mich auf

Bin sehr gespannt auf den Abend. - Freu mich!


PS: Der Eintritt ist frei.

Toilettenprobleme



Rapper Rebel One geht mit seinem Kumpel Gassi.

Noch zu Beginn des 17. Jahrhunderts gewährten Kaiser und Könige regelmäßig Audienzen, die sie als besondere Gunstbezeigung sitzend defäkierend auf dem so genannten Leibstuhl abhielten. (...) In der Beseitigung sozialer Mißstände ist (inter-)kulturelle Kompetenz unabdingbar.

Dienstag, November 04, 2008

Prenzlauer Berg aus Westperspektive S1 1988



Dieses Video entstand vor zwanzig Jahren. Wenn man als Westberliner mit der S2 nach Frohnau fuhr, gewann man hinter Gesundbrunnen diesen beeindruckenden Einblick in eine andere Welt. Prenzlauer Berg und Pankow haben sich seither ganz schön verändert. Anlässlich des 19. Jahrestages des Mauerfalls habe ich dieses Video rausgekramt. Ist schließlich ein Stück Geschichte.

Montag, November 03, 2008

Café de Paris...

... nennt sich eine beliebte gastronomische Einrichtung direkt am Kollwitzplatz. Wahrscheinlich ist der Name eine Anspielung auf die vielen Reiseführer, die Prenzlauer Berg als Berliner Montmartre anpreisen. Zu Kaffee und Paris fallen mir nur Oldelaf & Monsieur D ein. Viel Spaß und danke an Absolut Friedenau.

Sonntag, November 02, 2008

Musik aus Prenzlauer Berg


MixwitMixwit make a mixtapeMixwit mixtapes



In kaum einem Stadtbezirk gibt es so viele verschiedene Bands und Musikprojekte wie in Prenzlauer Berg. An dieser Stelle habe ich eine digitale Mischkassette zusammengestellt, die besonderen Augenmerk auf Prenzlauer Bergs HipHop-Szene richtet. Unter der Mischkassette befindet sich eine Playlist. Jeder einzelne Song ist auch separat und frei runterladbar.


01. Sir Serch, V.Raeter - Superadio
02. V-Mann, Drumkid - Sproede Lippen
03. Sir Serch - Meine Stadt bei Nacht
04. Joerg Rider, V.Raeter - Real Champaign
05. Steiner, Rider, V.Raeter - So geil
06. Sichtbeton - Blaue Jacke
07. Tillevision, Sichtbeton - Anabelle und Karsten
08. Sichtbeton - Kiezfieber
09. Steiner, Rider - Ruf doch die Cops
10. Rider, V.Raeter - Hustler Joerg Rider
11. Steiner, Rider, V.Raeter - Tritt zur Seite Remix
12. Steiner, Lunte - Daecher (Berlin von oben)
13. Steiner, V.Raeter - Setz die Hassi auf!
14. Steiner, V.Raeter - Auf Arbeit wisch ich Scheisse weg
15. Steiner, V.Raeter - Wiederauferstehung
16. Steiner, Lunte - Der Traum ist aus
17. Steiner, Loko - Rostige Panzer
18. Steiner, Lunte - Minsk 2000
19. Steiner, Lunte, Krypton, Delo, Loko - Berlin-Moskwa
20. Steiner, Pilskills - Disko in der U-Bahn
21. Steiner, Drumkid - Berlin, Berlin Du bist scheisse
22. Steiner, Tillevision - DVD Intro fuer DJ Krypton
23. Steiner, Tillevision - Lalalala (live)
24. Sichtbeton, Drumkid - Hunde
25. V-Mann, Sir Serch, Tillevision - Pulpfiction 2000
26. The Golden Zych, DJ Breaque, Inga - 1 Day Salami, the other Day Buns
27. Steiner, DJ V.Raeter - Im Park
28. Steiner, Rider, V-Mann, Sir Serch, V.Raeter - Vom F zum U zum N zum K
29. Steiner, Bagman - Hinten, vorne, oben, unten
30. Steiner, Lunte - Herr der Ringe
31. Steiner, Marcello - Zwei Ruestungen
32. Steiner, Lunte - Maerchen
33. Steiner, Loko - Schön
34. Steiner, Cutterlysator - Schoenhauser Allee
35. Steiner, Tillevision - Schlaflied
36. Steiner, Audio 88, Sir Serch, V.Raeter - Funkhaus Prenzlauer Berg Session

Dienstag, Oktober 28, 2008

Gentrizierung in der Provinz

Der Blogger Andrej Holm ist seit letztem Jahr der wahrscheinlich bekannteste Stadtsoziologe Deutschlands. Holm hielt letzte Woche in Graz einen Vortrag zum Thema Gentrifizierung.
Anbei der Vortrag als Audiobeitrag von FreieRadios.net.

>>Download Vortrag<< (mp3)

Samstag, Oktober 25, 2008

Ich will nicht an den Pranger gestellt werden

Wer steht schon gerne am Schandpfahl? Niemand. Doch irgendwie erlebt das Mittelalter ja in den letzten Jahren eine neue Renaissance. Da wird nicht nur die Wiedereinführung der Folter unter dem positiver klingenden Deckmäntelchen Rettungsfolter diskutiert, da gibt es auch Bürger, die ernsthaft die Wiedereinführung des Prangers durchdrücken wollen. Mit diesem Vorschlag ist gestern noch ein Berliner Bürger vor dem Petitionsausschuss des Bundestages gescheitert. Noch.

Seiner Ansicht nach müssten Menschen öffentlich an den Pranger gestellt werden, "deren herausragende Position in Politik/Gesellschaft eine besondere Vorbildfunktion fordert, und deren Fehlverhalten geeignet ist, unter der Bevölkerung schwere Irritationen oder auch Nachahmungseffekte, bei labilen Menschen, zum Nachteil derselben aber auch des Staates, herbeizuführen".

Es ist offensichtlich, dass weder Napoleons Code Civil und der damit einhergehende moderne Strafvollzug noch Aufklärung oder rechtsstaatliche Prinzipien in der Bevölkerung dauerhaft Anerkennung gefunden haben. Das finde ich erschreckend.

Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit komme ich immer am Hausvogteiplatz vorbei. Die Wenigsten wissen es. Doch an dieser Stelle wurde 1853 zuletzt eine Person an den Pranger gestellt. Meineid lautete das Urteil gegen die Frau. Einen kurzen Erlebnisbericht kann man in Johannes E.S. Schmidts Buch "Die Französische Domschule und das Französische Gymnasium zu Berlin. Schülererinnerungen 1848-1861" nachlesen.

„... als es uns auffiel, dass sich vor der Hausvogtei eine neugierige Menschenschar unruhig vor etwas herumdrängte. Wir beschleunigten unsere Schritte und erblickten nun eine schon ziemlich bejahrte, korpulente Frau, mit den Händen rücklings an einen Pfahl gebunden, über dem zu lesen war: ‚Wegen Meineid‘. Man schrieb damals 1853. Es war also ein auf der Höhe der Reaktion gemachter Versuch, die mittelalterliche Strafe des Prangers wieder einzuführen. Als wir um zwölf Uhr auf dem Rückwege an derselben Stelle standen, war das uns Jungen natürlich sehr interessierende Schauspiel bereits von der Bildfläche verschwunden. Die Regierung hatte wohl eingesehen, dass sie nach 1848 so etwas den Berlinern nicht mehr bieten durfte.“


Ich hoffe nur, dass uns solche Szenen noch lange erspart bleiben.

Mittwoch, Oktober 22, 2008

Erinnerung an Kindertransporte

Die Initiative "Zug der Erinnerung" hat in der ersten Jahreshälfte für Schlagzeilen gesorgt. Anlässlich der Einweihung einer Gedenkskulptur "Züge ins Leben
- Züge in den Tod" am S-Bahnhof Friedrichstraße, die an die Kindertransporte nach England vor 70 Jahren erinnern soll, wurde heute die Website www.kindertransporte.de online gestellt. In den nächsten Tagen wird die Homepage zum Denkmal noch mit Inhalten gefüllt.

Dienstag, Oktober 21, 2008

Sei Gast, sei im Ausland, sei Berlin!




Sei da oder sei Quadrat. Und zwar alle.

Wir sind die Sparkasse

Die "Wir sind das Volk"-Rufe in den Straßen von Prenzlauer Berg sind seit knapp zwei Jahrzehnten verhallt und verstummt. Heute ruft man: "Wir sind die Sparkasse" oder: "Wir sind der Waschsalon", zum Beispiel in der Sparkasse Danziger Straße Ecke Greifswalder oder am Alexanderplatz.

Sonntag, Oktober 19, 2008

Sweet Meditation

Wie andere Menschen meinen Bezirk wahrnehmen, finde ich immer wieder interessant. Seit letzter Woche schwirrt der Clip " A day in a life" von Youtube-User Krokymovie im Netz herum. 90 Leute haben ihn bisher gesehen. "Sweet Meditation" singt da jemand über sanftes Klanggeplätscher zu goldgrünen Videoaufnahmen zwischen Kollwitzplatz und Kulturbrauerei.

P-Berg-Newsticker

+++ BVV hat Ausbau der Oderberger Straße beschlossen, Gehwege und Fahrbahn werden erneuert, zehn Gehwegvortstreckungen werden gebaut, Pflanzschalen und Bäume bleiben, zehn neue Bäume werden gepflanzt. Die Denkmalschutzbehörde hat jedoch Bedenken angemeldet. Bios (Website der Bürgerinitiative Oderberger Straße) +++ Der türkische Schriftsteller und Journalist Murat Uyurkulak stellt am Montag, 20. Oktober sein Buch Zorn über die jüngere Geschichte der Türkei vor. Die Lesung findet im VIA, Verbund für Integrative Angebote Berlin, Schönhauser Allee 175, 10119 Berlin statt. Anmeldung: n.pazer@via-berlin.de oder unter 030 44354813 +++ Die Schaubude Berlin, Nachfolgerin des Puppenthaters Berlin am S-Bahnhof Greifswalder Straße feiert mit dem Festival "Dialog der Dinge// Diagonale" noch bis 22. Oktober ihren 15. Geburtstag. +++ Blinde führen im Rahmen des Ohrenstrand-Projektes auf dem Pfefferberg Gehörte Stadt durch Prenzlauer Berg. Anmeldung unter info@ohrenstrand.net oder per Telefon 030 2474 9870 +++ Auf eine erste Weinlese am Wasserturm und in Volkspark Prenzlauer Berg hoffen die Hobbywinzer vom Förderverein Weingarten Berlin im nächsten Jahr. +++ Vermessungsamt veröffentlicht neue Pankow-Karte im Maßstab 1:150.000 mit Grundstücksnummerierung, erhältlich für 10 Euro im Amt, Storkower Straße 97, Ecke Kniprodestr. +++ Die neue Ausstellung "Wasser ist Leben" in der Heinrich-Böll-Biblliothek, Greifswalder Straße 87 läuft noch bis 31. Oktober. +++ Kellerreste bei Spielplatzbauarbeiten auf dem Gelände der Turnvater-Jahn-Grundschule in John-Scher-Straße gefunden +++

Mittwoch, Oktober 15, 2008

Züge nach A.

Wer durch die Straßen Berlins läuft, berührt mit jedem Schritt geschichtsträchtigen Boden. Die meisten Bewohner und Gäste der Stadt sind sich dessen nicht bewusst. Ausnahmen bestätigen die Regel. Rebel One, Berlins dienstältester MC hat gemeinsam mit Chris von Mobtik ein neues Video zu seinem Track "Züge nach A." veröffentlicht. Der Titel und die Bilder sprechen für sich und bedürfen keines weiteren Kommentars meinerseits. Der Clip ist eine Collage aus Dokfilm-Footage und Berlin-Atmo-Aufnahmen, die im Zentrum Berlins zischen Alexanderplatz und Hauptbahnhof gedreht wurden.

Samstag, Oktober 11, 2008

Its like a Jungle sometimes



Manchmal, wenn ich so vor meiner Haustüre stehe und von den Gästen der umliegenden Hostels und aus den Reisebussen heraus begafft werde, fühle ich mich wie diese kleine süße Schlange, nur bin ich nicht so konsequent im Handeln wie sie.

Donnerstag, Oktober 09, 2008

Jörg Riders "MAGIC COLORZ"

Endlich, endlich, endlich! Das härteste Graffiti-Video aller Zeiten ist endlich online. Ich wollte schon gar nicht mehr dran glauben. Krasse Live-Actions, alles echt, nicht gestellt oder gekünstelt. Purer Nervenkitzel und Spannung bis zur letzten Minute. Ein unglaubliches Showdown.
Der elfminütige Film entstand im Februar 2004 in den klirrend kalten Straßen Berlins. Der Abspann liest sich wie das Who is Who der besten Bomber Berlins: Action, Akira, Area, Atari, Babo, Blaze, Broa, Desty, Dizzy, Dyoe, Fiona, Hesht, Keor, Khane, King Kies, Kosmo, Kripoe, Monkey, Mony, Nerz, Relax, Ride, Roger, Sekt, Spair, Sydoe, Tina, Trick 17, Vegan. Richtig großes Kino!


Magic Colorz from Hans Meier on Vimeo.
Blind Hazard Productions presents: Jörg Riders Magic Colorz

feat.: CBS, CMA, REZ, NVE, FDC, LG, Kingz Are Us, Love Gang, PVC, HCB, VEB, TC5, KHC, DRM, ACAB, EMU, EVOKS, KO, BND und viele mehr.


Musik: DJ V.Raeter, Loco (vom Steiner-Album Disko in der U-Bahn)
Ausschnitte aus dem Soundtrack zum freien Runterladen:
>>Jörg Rider, DJ V.Raeter-"Real Champaign"<< vom Rider-Album Verdammt ich lieb Dich

>>Loco - Moskau bei Nacht<<
vom Album Steiner und seine Kumpels machen Disko in der U-Bahn.

>>Ill Scripts - Funkviertel #3 Da Dirty Versions<<

Jörg Rider auf Myspace

Dienstag, Oktober 07, 2008

NO to Arena

Eine zehnminütige Dokumentation zu den Ereignissen hinter den Kulissen der Eröffnungsveranstaltung der O2-World hat der Freundeskreis Videoclips jetzt hier veröffentlicht. Ist nett geworden.

Freitag, Oktober 03, 2008

Donnerstag, Oktober 02, 2008

P-Berg-Newsticker

+++ Autorin Gesina von Schroeder veröffentlicht Buch über Helmholtzplatz +++ Kulturbrauerei wird Festivalzentrum der Popkomm +++

Mittwoch, Oktober 01, 2008

Prenzlauer Berg von oben



Ich stehe ja auf so kleine und unkommentierte Fundstücke. Brianjsnead nennt sich der Youtuber, der dieses Stück Zeitgeschichte ins Netz gestellt hat. Wer den Bezirk einigermaßen kennt, wird schnell die Straße erraten, in der dieser Panoramablick gefilmt wurde.

Münti nach Ypsilanti telefonieren

Solang die Mühlen der Justiz noch mahlen, soll dieser Telefonmitschnitt möglichst viele Menschen erfreuen. Auch das ist gelebte Demokratie.

Montag, September 29, 2008

Kulturprogramm am Kollwitzplatz

Der Berliner Ausnahme-Lyriker UWE KOLBE (Jg. 1957) ist seit seinem Publikationsverbot in den 1980er-Jahren und mit der Samisdat-Zeitschrift Mikado zur literarischen Prenz-lauer-Berg-Legende geworden. Seine Gedichtbände "Hineingeboren" und "Bornholm II" sind Klassiker des Lebensgefühls einer Generation und brachten ihm und einer ganzen Dichterszene internationale Aufmerksamkeit und Anerkennung. Seine späte Aussiedlung nach Hamburg und die Arbeit am Tübinger Literaturstudio haben ihn zu einem gesamtdeutschen Dichter werden lassen. Kolbe ist wieder zurück in Berlin – und was das bedeutet, wird er uns anhand seines neuen Buches („Heimliche Feste“ Suhrkamp 2008) sowie alter und neuer unveröffentlichter Texte wissen lassen. Er selbst ist gespannt auf das Wiedersehen mit einem vertrauten Ort seines einstigen Wirkens.

GEORGI GOSPODINOV (geb. 1968) ist preisgekrönter Dichter und Romancier und einer der führenden jungen Intellektuellen Bulgariens. Sein Lyrikdebüt "Lapidarium" (1992) bekam den Nationalpreis für das beste Debüt; sein „Natürlicher Roman (dt. 2007) wurde in zehn Sprachen übersetzt: "Ein anarchisches experimentelles Debüt", urteilte der New Yorker, die Times sprach von einem "humorvollen, melancholischen und höchst eigenwilligen Werk". Gospodinov, der derzeit als Gast des DAAD in Berlin lebt und arbeitet, verbindet seit längerem eine Dichterfreundschaft mit Uwe Kolbe, der etliche sei-ner Texte ins Deutsche übertragen hat. Von diesen Texten und aus der Werkstatt des Autors werden wir etliches hören und lesen, was man andernorts vielleicht kaum erfahren würde.

Wann? Am Montag, den 6. Oktober 2008, um 20 Uhr
Wo? Im THEATER O.N. (ZINNOBER), Kollwitzstr. 53
(U-Bahn Senefelder Platz, Tram Wörther Straße)

"Sehr angenehm durch den Abend führt – wie immer – der freundliche Schriftsteller Martin Jankowski." (Die Kritiker)
"Jankowski holt einen Moment des Austauschs und der Reflexion in die Berliner Vorlesekultur, der auch anderen Bühnen
gut anstehen würde." (TAGESSPIEGEL)


Für Getränke zu fairen Preisen sorgt wie stets die kleine Hausbar des Theaters O.N.
Eintritt: 5 ,- € / erm. 3,- € - Karten & Informationen unter: Tel. 030-4409214
oder im Internet unter www.theater-on.com
"

Außerdem noch in dieser Woche:

Mi, 1. Oktober, Kulturhaus Mitte, 20 Uhr: Literatursalon Mitte - Sonderausgabe
mit Aiko Onken (Premiere des Berlinromans "Marie und er und ich") und Kiran Nagarkar
aus Indien ("Gottes kleiner Krieger")! (Im Rahmen des internationalen literaturfestivals
berlin 2008.)

Do, 2. Oktober, Ballhaus Ost, 20 Uhr: Die Internationale SLAM!Revue - mit Ben Porter Lewis (USA/VN),
Anna Nowok (RUS), Claus Ankersen (DK), KaCoSónia (F), Sergio Garau (I), Henna Laininen (FIN),
Wojciech Cichon (PL), Mark Terrill (US), Lara Stoll (CH), Markus Köhle (A), Ludditák (HU), MC Jabber (GB)
u.a.m.! Gastgeber Martin Jankowski und MC Gauner, DJ MrHi (Berlin). (Im Rahmen des internationalen
literaturfestivals berlin 2008.)

Samstag, September 27, 2008

Aktiv bleiben!

Dia-Vortrag 2.0

Die Audio-Slideshow ist schon irgendwie ein neues Genre. Bilder zu einem Thema mit Effekten zusammenfügen und irgendwelche Musik drunterlegen, fertig. Fabian Schweyher hat da einen komplexeren Blick. Er hat eine Diplomarbeit über die neue Form des Diavortrages geschrieben. Hier ein Artikel zum Thema von Matthias Eberl auf onlinejournalismus.de!



Natürlich gibt es auch schon Audio-Slideshows zu Prenzlauer Bergs. Ob nun gut oder schlecht, das sei an dieser Stelle mal dahingestellt.

P-Berg-Newsticker

+++ 150 Leute bei der Marthashof-Grundsteinlegung der Stofanel AG in der Schwedter Straße +++ Party im Gleimtunnel mit DJ Ipek und Wladimir Kaminer in der nacht vom 2. zum 3. Oktober +++ Hörspielkino im Planetarium startet wieder zum 3. Oktober, Eintritt 6,50 Eur, Infos: 030 4218450 +++ ADFC gründet am 29. September, 19.30 Uhr Stadtteilgruppe Pankow im Prater +++ Ehrenamtliche Bibliothekare in der Kurt-Tucholsky-Bibliothek in der Esmarchstraße, Bötzowviertel dürfen bleiben +++

UFO-Sichtung über Prenzlauer Berg

Dieses Flugobjekt soll am 10. Februar über die Dächer des Bezirks geschwebt sein. Die Handy-Aufnahme von "someone in berlin" begegnete mir bei meinen Youtube-Streifzügen.

P-Berg Crime

Stell Dir vor, Du bist in der Nähe von Zerpenschleuse im Wald und willst eigentlich nur Pilze sammeln. Statt Steinpilzen und Grausen Glucken findest Du aber nur einen blauen Müllsack. Mit einem Stöckchen stocherst Du im Sack herum und zum Vorschein kommt ein Stückchen Stoff. Jetzt kommt nicht übelster Geruch, sondern auch Panik hoch. Eine wahre Geschichte und der Auftakt für einen noch ungesühnten Kriminalfall, dem die Berliner Morgenpost hier nachgegangen ist.

Weiterhin berichtet das Blatt über einen Kinderschänder, der derzeitig im Wins- und Bötzowviertel umgeht.

Sonntag, September 21, 2008

Digitaler Boheme = urbaner Penner

"Das Leben der Freiberufler wird auf den Straßen als Einlösung eines Glücksversprechens inszeniert. Diese Existenzen bewegen sich aber häufig an der Schnittstelle zum Prekären, sozusagen schwankend zwischen digitaler Boheme und urbanem Penner. Die Angst, dass die Aufträge nicht reichen, die Miete nicht mehr gezahlt werden kann oder der Dispo zusammenbricht, gehört auch dazu, und sie ist in dieser ganzen Überambitioniertheit, die scharf an der Grenze zur Spießigkeit vorbeischrammt, wahrnehmbar."

Zum Artikel von Martina Mescher in der aktuellen Ausgabe der Jungle World:
Der Uns-geht-es-so-gut-Bezirk

Samstag, September 20, 2008

Gregor Gysi kicking knowledge

Überwachungskunst

"Für ihren Film "Faceless" hat die in London lebende österreichische Filmemacherin Manu Luksch nur Aufnahmen britischer Überwachungskameras verwendet. Die Menschen, die zum Schutz der Identität mit schwarzen Ovalen unkenntlich gemacht wurden, sind in ihrem Film die ahnungslosen Opfer eines totalitären Staates, der seine Bürger permanent kontrolliert." Mirjam Hauck



Ein Interview mit der Filmemacherin heute in der Süddeutschen Zeitung

Freitag, September 19, 2008

Klaus Kordon im Nacken

Hier ein aktueller Audio-Beitrag von Kim Kindermann auf Deutschlandradio Kultur über den Prenzlauer Berger Schriftsteller Klaus Kordon. Das Transkript des Textes hier.

Dienstag, September 16, 2008

Rittervideo „Zwei Rüstungen“ wird sieben

Eine bewegte Woche lag hinter mir, damals vor sieben Jahren. Der Prenzlauer Berger Writer Sabe war gerade aus dem Fenster gestürzt. Alle Fernsehsender zeigten als Dauerbandschleide Bilder von Menschen, die massenhaft aus den Fenstern der Twin-Towers purzelten. Ich flüchtete für ein paar Tage zu Lunte an die Ostsee und nahm dort die letzten drei Tracks meines ersten eigenen Albums
Hart an der Grenze auf.
Zu meinem Lied Zwei Rüstungen, das auch auf dem ersten Funkviertel-Sampler erschien, wollte ich unbedingt noch ein Video drehen. Nach meiner Rückkehr nach Berlin mietete ich mir in einem Rollenspiel-Laden ein paar Kettenhemden, Hörnerhelme und alles was ein Ritter so braucht. Schon zwei Wochen vorher hatte ich mit meinem Mobtik-Kameramann Olpe passende Drehorte gesucht und gefunden – im Foltermuseum in Bernau und an den verbliebenen Stadtmauerresten von Berlin, Altlandsberg und Strausberg.


Jenz Steiner, Zwei Rüstungen, Musik: Marcello, Regie: Mobtik: Daniel Mischke, Wolfgang Schmidt,
feat. DJ V.Raeter, DJ Kor, DJ Bulet u.v.m.

Samstag gegen elf Uhr fiel die erste Klappe. Etwa dreißig Leute hatte ich für meine Kampfszenen in Märkische Oderland locken können. Mein Budget war klein. Als Ersatz für Filmblut und Gedärme mussten drei Dosen Hundefutter herhalten. Der Pansengestank ging mir nicht mehr aus der Nase. Heftige Lachanfälle unterbrachen ständig die Dreharbeiten. Die Helme waren viel zu groß und rutschten immer über die Augen. Als Tierkomparse musste Marcello in seinem „white-rabbit“-Kostüm herhalten. Bei einer Verfolgungsszene durch einen Fluss verlor ich meine linke Sandale. Die aufsteigenden Faulgasblasen sorgten für das nötige Aggressionspotential, das dem Filmmaterial Glaubwürdigkeit verlieh. Beim verlustreichen Sturm auf die Festungsanlagen Altlandsbergs trafen wir auf keinerlei Widerstand der Stadtbürger. Uns zwang der Regen in die Knie. Eine dicke Rostschicht überzog schon nach kurzer Zeit sämtliche Helme und Kettenhemden. Die nächsten Nächte verbrachte ich mit einem Bogen Schleifpapier in der Garage meiner Eltern. Erst als alles Metall wieder glänzte und blitzte, wagte ich mich wieder vor die Tür. Noch nie zuvor hatte ein HipHopper so große Opfer für seinen Videoclip gebracht.

Nachdem sich Gauner und ich für den Videoschnitt eine Woche in seiner Lichtenberger Plattenbaubude verkrochen hatten, präsentierten wir das fertige Video im Dezember 2001 bei einer Ready 2 Rock Party in der alten Maria am Ostbahnhof der breiten Öffentlichkeit. Das war ein Fest. Hier nun das komplette Video und der Song erstmals zum freien Download.

Free Downloads:
>>Steiners Rittervideo: Zwei Rüstungen<< (6,5 MB, avi, 3 min)
>>Steiner - Zwei Rüstungen<< (Audio, 3 MB, MP3)

Sonntag, September 14, 2008

Wie alle sind Kings vom Prenzlauer Berg

Das Ende von Funkwelle FM



Höhepunkt dieses Sommers war der Sender Funkwelle FM mit seiner Sendeanlage am höchsten Punkt Prenzlauer Bergs - auf dem Turm der Segenskirche in der Schönhauser Allee. Hier ein Foto von Jero vom Abbau des Senders vor knapp einem Monat.

Samstag, September 13, 2008

Das Helmi-Theater spielt Leon der Profi



"Dem Helmholtzplatz in Prenzlauerberg sei Dank: Seit 2002 gibt es das Helmi! Die
Berliner Puppenbastler, deren Repertoire das eines kleineren Staatstheaters
übersteigt, spielen mit einem Haufen aus Schaumstoff Klassiker von "Leon der Profi"
bis "Ödipus" und konfrontieren Publikum und Figuren mit den kuriosesten Storys
des Alltags und des Absurden. Mit ihren Puppenspiel-Performances verlassen sie
bewusst die Grenzen des üblichen Theaters und spielen in Clubs, Ruinen, auf
öffentlichen Plätzen, Galerien und Scheunen. Die Mitglieder sind Florian Loycke,
Brian Morrow und Emir Tebatebai."

Mittwoch, September 03, 2008

P-Berg-Newsticker

+++ Bebauungspläne und Spielplatzpläne für St. Marien-Kirchhof Prenzlauer Allee/ Heinrich-Roller-Str. vom Tisch +++ Der finnische Autor Juhani Seppovara präsentiert sein Buch "Unter dem Himmel Ostberlins" mit Radioeins-Moderator Knut Elstermann am 16. September, 20 Uhr, in der Backfabrik, Saarbrücker Str. 37 +++ Kollwitzplatz, Helmholtzplatz, Winsviertel, Bötzowviertel und Teutoburger Platz verlieren Sanierungsgebiertsstatus, Spielplatzflächen in Gefahr +++ Neue Website über Nazi-Strukturen in Pankow online +++

Tolle Ausstellung

"HA HA"

Eine Ausstellung mit Zeichnungen und Drucken
von
Christian Schellenberger
Kevin Kemter und
Max Stocklosa

Diesen Freitag, den 5.September ab 19 Uhr.

Die Ausstellung läuft bis zum 18. Oktober.
Öffnungszeiten sind Mi-Sa von 14-21 Uhr.

Galerie urban-art.info
Brueckenstrasse 1a
10179 Berlin-Mitte

U8 Heinrich-Heine-Strasse
S-Bahn Jannowitzbruecke

Samstag, August 30, 2008

Fleischerei wurde zur Schlachtplatte


Schlacht kommt von schlachten. Die Alte Fleischerei am Rosenthaler Platz kann jetzt auch ausgeschlachtet werden. Der Leichenschmaus stieg am Freitag. Die Party mit Raving Mad Carlos, Tricky D., Coyote Dub Force und Blueprintbegann begann schon am Nachmittag. Die Polizei wollte die Party gegen Mitternacht mit Pfefferspray auflösen, wegen Ruhestörung. Mehr weiß ich noch nicht.

8 mm Osten

Pankow Girls are the Craziest

Irgendwas passiert immer...



... auch wenn ich gerade nicht zu melden habe.

Donnerstag, August 28, 2008

Ein musikalischer Abendgruß per Telefon

P-Berg Newsticker

+++ Stopp Atom Baum: Denksteinlegung am Falkplatz, 31. August +++ Museumsverbund plant Austellung zum Thema Prenzlauer Berg in den 80ern und 90ern für Frühjahr 2009 im Bildungszentrum Prenzlauer Allee +++ Unter Berlin e.V. bietet neue Führung zu Untergrundbewegung in der DDR an +++ Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlauer Berg Schieritzstr. 24-26 am 6. September +++ Foto-Journalistin Ursula Meissner startet Ausstellung "Afghanistan - Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg", 3. September, 20 Uhr, Galerie Kuckucksnest, Dunckerstr. 77, Bilder hängen bis 2. Oktober +++ Vivantes-Krankenhaus Prenzlauer Berg, Fröbelstraße soll 2011 für 15-25 Millionen Euro zum Facharztzentrum umgebaut werden, Pneumonologie, plastische Chirurgie, Traumatologie ziehen ins Krankenhaus Friedrichshain, Rettungsstelle und 146 von 187 Betten bleiben vorerst bis 2011 +++ Netzwerk Spielkultur feiert am 29. August 18. Geburtstag des Abenteuerlichen Bauspielplatzes Kollwitzstraße 37 +++

Versicherung für Schwarzfahrer

Jeder fährt mal schwarz, aus Prinzip, aus Schludrigkeit oder einfach aus der Not heraus. Die Fahrt mit BVG und S-Bahn ist teuer, besonders wenn man ohne gültigen Fahrtausweis angetroffen wird und nicht die Beine in die Hand nimmt. Wir Berliner sollten uns an Stockholm ein Beispiel nehmen. Dort können sich Schwarzfahrer versichern. Mehr dazu hier.



"Schwarzfahrer" - ein Klassiker der Berliner Kurzfilmgeschichte mit schönen Bildern von Pepe Danquart.

Steiners Tapedeck Story Teil 1

Das braune Tonbandgerät meiner Eltern und ihre fünf ORWO-Tonbänder waren für mich offiziell tabu. Zu besonderen Anlässen schlossen sie das Gerät an den Kopfhörerausgang ihres sowjetischen Junost-s/w-Fernsehers an. Ein ABBA-Konzert und die OTTO-Show waren ihre heiligsten Aufnahmen. Ich brach das Tabu regelmäßig in den Ferien, wenn mir die Keller, Dächer und Hinterhöfe Prenzlauer Bergs zu langweilig wurden. Das Entstauben des Gerätes mit dem nackten Arm wurde zum kleinen Ritual. Wenn ich mir die riesigen schwarzen Russen-Kopfhörer mit dem gekräuseltem Kabel und den dicken Lautstärkereglern aufsetzte, fühlte ich mich wie die Airwolf-Piloten Hawke und Santini.
















Die ORWO-Bänder aus den Pappschachteln zu bekommen und richtig aufzuspulen, war eine Sisyphosarbeit. Meinen Patschehänden mangelte es an Feinmotorik. Spulen machte mir Spaß. Es klackte, ratterte und surrte. Die Luft roch nach heißem Staub. Das war als würde ich eine richtige Maschine bedienen, viel besser als im PA-Unterricht. Musik war mir noch egal. An Otto Waalkes hatte ich mehr Freude als an den ABBA-Konzerten. Mit seinen Hänsel-und-Gretel-Coverversionen von Major Tom konnte ich besser das machen, was man heute scratchen nennen würde.

[Apspieltaste]: Im dunklen Märchenwald wird Gretel panisch, Hänsel ist nicht da - das kommt ihr spanisch, der knabbert immerzu - am Knusperhäuschen, Hänsel bitte mach - doch mal ein Päuschen, doch - der Frisst und frisst. [Halt-Taste], [Rückwärts-Taste]

Davon bekam das Tonbandgerät eines Tages tierischen Hunger auf Bandsalat und fraß gerade die schauen letzten neun Minuten der Show. Mir blieb nur der Griff zur Schere. Das zerkräuselte Band versenkte ich heimlich in der Mülltonne des Nachbarhauses. Nach der peinlichen Panne verschwanden die Bänder für immer in den Schränken meiner Eltern. Das Gerät überlebte die Wende noch acht Jahre als Staubfänger. Als meine Eltern die Flucht aus Prenzlauer Berg antraten, brachte ich es mit meinem Vater als Elektroschrott zum Recyclinghof.

zum Mitschnitt der im Bandsalat verlorenen Tonbandminuten hier

Sonntag, August 24, 2008

Das große Joerg-Rider-Feature

VIA GENERATION TAPEDECK
Jörg Riders Album
"Verdammt ich lieb Dich"
produziert von Star-Producer DJ V.Raerter

Jörg Rider

Alle Tracks einzeln als mp3
1. Best Rappers, feat. Jenz Steiner
2. Sei meine Ex
3. In Echt
4. Keep on dancing
5. Kiss
6. Liebe, feat. Jenz Steiner
7. Schnecke
8. Real Champain

Zuerst pilgerten nur Jörg-Rider-Fans zum Kollwitzplatz in Berlin Prenzlauer Berg. Doch seine alte Heimat ist inzwischen ein Muss für jeden Berlin-Touristen. Jeder Reiseführer zeigt Fotos seines ehemaligen Wohnhauses und beschreibt es als „Herz des Künstlerviertels“ oder „Keimzelle der kreativen Boheme“. Sightseeing-Busse, Nobel-Restaurants und teure Trödelläden haben sich dort angesiedelt, um aus Riders Ruhm und Strahlkraft Profit zu schlagen.

Vom Kollegangster zum Weltstar

Der ehemalige Kolle-Gangster hat in den frühen Neunzigern ein neues musikalisches Genre salonfähig gemacht. Ohne Jörg Rider würde es in Berlin keinen Hardcore-Gangster-Rap geben. Der musikalische Erfolg hat sein Leben verändert. Seit einigen Jahren pendelt der Weltstar zwischen New York City und seiner Villa in Saint Tropez. Bei seinen bombastischen Partys geben sich Bruce Willis, Jay Z und Jennifer Lopez die Klinke in die Hand.

Liebe ist „getto“

Rider gelang vor gut vier Jahren ein genialer Schachzug. Der Kolle-Gangster von damals streifte sein altes Image komplett ab und zeigte plötzlich seine weiche Seite. Der anfänglichen Bestürzung der Fans folgte grenzenlose Bewunderung. Nicht ohne Grund ließ er das Release-Datums seines zweiten Albums „Verdammt ich lieb Dich“ von seinem Management auf den 24. Dezember, das Fest der Liebe legen.

Verdammt Jörg liebt uns

Mir wird das Weihnachtsfest 2004 ewig in Erinnerung bleiben. Dort, wo sich alljährich alle Hustler des Bezirks zum X-Mass-Cornern treffen, vor der Segenskirche in der Schönhauser Allee, spielte Rider Weihnachtsmann, obwohl seine weltweite Popularität schon damals die des Weihnachtsmanns um Längen überragte. Großzügig verteilte er unter den alten P-Berg-Kids erste „Verdammt ich lieb Dich“-Kopien. Auf das handsignierte Exemplar meines musikalischen Ziehvaters war ich tierisch stolz.

P-Berg-Held burnt Beatles

Das Weihnachtsfest läutete Riders endgültigen Durchbruch ein. Niemand von uns ahnte in dieser heiligen Nacht, dass „Jay Ö“ damit ein halbes Jahr später in die internationalen Albumcharts einsteigen würde. Seine Songs hielten 2005 über zwanzig Wochen hinweg die ersten fünf Plätze der Hitparade besetzt. Das hatten zuletzt die Beatles geschafft. Plötzlich stand einer von uns im internationalen Rampenlicht. Unseren alten Kolle-Homie sahen wir jetzt nur noch im Fernsehen, auf T-Shirts und Plakatwänden.


Jörg Rider: "Ich slide", produziert von Taoist @ Tillevisions Superstudio

Sex-Chancen für hässliche Jungs

Der Gangster-Rapper erwuchs zum Gefühlsrapper. „Verdammt ich lieb Dich“ hat Rap revolutioniert. Rider war cool. Er legte „das ganze Posing-Ding“ ab und zeigte der Welt seine weiche Seite. „Ich haue nicht nur Leuten auf die Fresse, ich kann auch lieben“, sagte er damals im Interview mit MTV. Obwohl das Album zu 87 Prozent von Mädchen gekauft wurde, richtete sich Rider in erster Linie an seine männlichen Fans, die Gangster-Rap hörten, aber keine Gangster sein konnten. „Das Album soll das Selbstbewusstsein pubertierender Jungs aus Brandenburg mit flaumigen Bart und springender Stimme stärken, die noch nie ein Mädchen geküsst haben“, sagte er 2005 in der FAZ. „Ich will denen, die noch nicht so viel Erfahrung mit Sex haben, etwas mit auf den Weg geben: Auch Du kannst es schaffen, selbst wenn Du hässlich bist.“ Dieser Satz ging um die Welt.

zur Jörg Rider Fanpage

Samstag, August 23, 2008

Damals im Schlachthof

Als Kind habe ich mich immer gefragt, was sich wohl hinter den roten Backsteinmauern des Fleischkombinats in der Storkower Straße zutragen würde. Immer wenn wir mit dem Auto durch die Leninallee fuhren, starrte ich auf die steinernen Schweineköpfe, die als Zierelemente an den Giebeln der Schlachthallen auf die Straße starrten. Nach langer und intensiver Recherche habe ich nun einen historischen Filmbeitrag gefunden, der das Leben und Ableben der Schweine hinter den roten Ziegelmauern im Süden Prenzlauer Bergs realitätsnah dokumentiert.



"Le Cochon Danseur", Brüder Pathé, FR 1907

Erinnerungen an die Rykestraße



Das Lohmannhaus in der Rykestraße in den Achtzigern. Heute befindet sich im Erdgeschoss ein Copyshop. via Ryke37.

Strahlend wird die Zukunft sein

Ich war gestern auf dem Gelände des alten Schlachthofes Storkower Straße spazieren. Einige der neuen Wohnanlagen dort haben mich durch ihr Bunker-Design in rot an eine Wohnversion des Alexa-Centers erinnert. Noch gibt es ja die eine oder andere Freifläche. Doch schon in Kürze errichtet dort die Baugruppe Zur Börse GbR eine Passivhaussiedlung mit drei energieeffizienten Fünfgeschossern.

Noch sieht es vor Ort so aus.


Die grüne Wiese macht bald dieser Bebauung platz. Ob sich die Punker-Hunde aus der benachbarten Rigaer-Straße dort dann auch noch so wohl fühlen und fleißig das Stöckchen aportieren? Ich halte es für unwahrscheinlich.



Hier geht es zur Baubeschreibung (pdf) und hier zum Passivhaus-Blog des Architekturbüros.
Fotos: Baugruppe Zur Börse GbR

Dienstag, August 19, 2008

Presseerklärung zum Olympia-Sieg in Peking

Der Sieg bei den Olympischen Spielen hat mich nicht überrascht, aber dennoch sehr gefreut. Die internationale Konkurrenz war nicht zu unterschätzen und hat sich ebenfalls sorgfältig auf die Spiele vorbereitet. Entgegen aller Gerüchte werde ich dem Leistungssport jedoch weiter treu bleiben. Die Meldungen diverser Boulevard-Blätter, mein Körper würde den sportlichen Belastungen nicht mehr verkraften, sind haltlos. Mein Trainingsplan sieht keinerlei Reduzierungen meiner physischen Belastung in zeitlicher Nähe vor.

Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um meiner Trainerin und meinen Freundinnen und Freunden zu danken. Ohne Euch wären meine internationalen Erfolge nicht möglich geworden.

Montag, August 18, 2008

Mein musikalisches Vorbild



Spence Peppard, Besitzer eines Aufnahmestudios in Nacogdoches, Texas, hat als Produzent schon einiges zu hören bekommen. Im Clip "Crazy - The Worst Studio Session Ever" macht er sich darüber lustig, indem er seine Rolle tauscht und auf der anderen Seite der schalldichten Scheibe ein Höchstmaß an Selbstüberschätzung vorspielt. Es sei immer sein Traum gewesen "Hardcore Country" zu singen, Johnny Cash trifft Pantera, eine Stilrichtung, die noch nicht existiert - und zwar aus gutem Grund, wie Spence anhand von Willie Nelsons Song "Crazy" beweist.Seine athletischen Lockerungsübungen - plötzlich sieht man die Füße in der Scheibe - machen den folgenden körperlichen Ausbruch erwartbar. Doch als er mit dem "Crazy"-Gebrüll einsetzt, zuckt man vorm Computer zusammen wie der Mann am Mischpult, der mit seinen Reglern gegen den Kontrollverlust ansteuert. Musik ist der Raum, in dem Ekstase möglich ist: Im Glaskäfig des Studios lebt Spence seine wildesten dreieinhalb Minuten aus.

Ganz verrückt vor Einsamkeit den Körper verrenkend, fallen ihm die Kopfhörer vom Kopf, mit Raumspray steigert er sich in sprühenden Wahn. Gegen Ende des Clips beweist er, dass er auch wunderbar harmonisch singen kann. So oder so, für den Mischpult-Mann ist es ein klarer Fall: Er greift sofort zum Telefon, um einen Plattenvertrag einzutüten.

(Süddeutsche Zeitung)

Sonntag, August 17, 2008

Aufstiegschancen für Kleinkinder




"Ein allgemeines Verbot der Kinderarbeit ist unverträglich mit der Existenz der großen Industrie und daher leerer frommer Wunsch. Durchführung desselben - wenn möglich - wäre reaktionär, da, bei strenger Regelung der Arbeitszeit nach den verschiednen Altersstufen und sonstigen Vorsichtsmaßregeln zum Schutz der Kinder, frühzeitige Verbindung produktiver Arbeit mit Unterricht eines der mächtigsten Umwandlungsmittel der heutigen Gesellschaft ist." - Karl Marx, Kritik des Gothaer Programms, MEW 19, 32



Foto: Hauptstadtblog

Donnerstag, August 14, 2008

Mörtel-Crew grüßt mit Plakaten zum Tag des Mauerbaus



NEUE MAUERN BRAUCHT DAS LAND!, stand auf den schwarzen Plakaten, die pünktlich zum 13. August, dem Tag des Mauerbaus überall in Prenzlauer Berg auftauchten. Darauf sieht man neun zugemauerte Läden, die den neuen Prenzlauer Berg repräsentieren. Der Marthashof, der LPG-Biomarkt am Senefelderplatz und der Kauf-Dich-Glücklich-Ramsch-und-Waffelladen in der Oderberger Straße sehen zugemauert besonders gut aus. Die Plakate der Mörtel Crew Berlin tragen dieselbe Handschrift wie die hübschen Weihnachtsplakate, die die Innenstadt in den letzten Jahren zierten. Ich habe mich gestern jedenfalls tierisch gefreut.

Foto: Vati

GLS-Sprachenschule will ins Stadtbad Oderberger Straße investieren

Die Umfrage zur Zukunft des Stadtbades Oderberger Straße lief gestern aus.
Nur drei Prozent der Teilnehmer vermuten, dass das Objekt ewig geschlossen bleibt. Ganze 20 Prozent vermuten, dass es dem Erdboden gleich gemacht wird. Den Umbau zum Kiezbad befürworten 34 Prozent der Befragten. Mit der Vermutung, dass in den Gemäuern ein Wellness-Pool mit Hotelbereich entstehen könnte, lagen 37 Prozent der Teilnehmer gar nicht so weit ab vom Schuss.

Jetzt meldet die GLS Sprachschule, die die Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule Gustave Eiffel in der Kastanienallee 82 nutzt, Interesse an der benachbarten Immobilie an.
Sie will dort Übernachtungsmöglichkeiten und Studios für ihre Kursteilnehmer schaffen. Die Schule selbst bietet für ihre Gäste nur 50 Zimmer an und muss zusätzlich immer andere Hotelzimmer anmieten.

Dazu muss jedoch die Eigentümerin, die Stiftung Denkmalschutz Berlin das Bad verkaufen. Die will das Bad selbst sanieren, kann aber keine Gelder dafür akquirieren. Vor nicht langer Zeit wollte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das 17-Millionen-Euro-Projekt Wellnessbad mit Hotelbereich noch 2,5 Millionen Euro fördern, hatte dann aber einen Rückzieher gemacht.

Mittwoch, August 13, 2008

Skazka Orchestra im Privatclub



Ein kleiner Eindruck von den Live-Qualitäten des Skazka Orchestra aus Prenzlauer Berg.
Skazka bei myspace, bei my.sputnik und bei youtube

P-Berg-Newsticker

+++ Übergang über bahneigenen Gleimtunnel fertig, Kosten 20.000 Euro +++ Kinderhasser setzen Bezirk mit Klagen gegen Sportplatzlärm, Verwaltung bittet um Toleranz +++ Demokratische Schule von Netzwerk Spiel/Kultur verhandelt um Schulhausobjekte +++ BVV für Verbreiterung der S-Bahnbrücke zwischen Sonnenstraße und Dänenstraße, damit Radfahrer auch legal über die Brücke rollen können +++ GSW starter Kinderfotowettbewerb http://www.ichundmeinkiez.de +++

Montag, August 11, 2008

Tolles Spiel: Steine, Mollis und Eier gegen Polizisten

Ich habe es gerade ausprobiert und finde es toll. Das Online-Spiel Wir sind die Guten gibt mir das Gefühl auf der Welt doch noch etwas verändern zu können. Das ist großartig, auch wenn ich als Demonstrant vor der Roten Flora in Hamburg ganz schön was einstecken musste. Der Kampf mit Steinen und Eiern gegen die Robocops hat sich gelohnt.

Freitag, August 08, 2008

S-Bahn-Schwarzfahrer müssen jetzt am Ostbahnhof blechen

Am Nordbahnhof gehen wieder die Lichter aus, jedoch nur im Kundenzentrum der S-Bahn. Schwarzfahrer und Abo-Kundeden werden ab Montag an drei neuen Schaltern im Ostbahnhof abgefertigt.

Dienstag, August 05, 2008

Sesamstrasse geht mit der Zeit

Die Sesamstraße stand einmal für progressives und zeitgemäßes Kinderfernsehen. Ihre Macher orientierten sich an den Sehgewohnheiten der amerikanischen Kids. Ähnlich wie in den Werbeblöckem der kommerziellen Fernsehstationen setzte die Sesamstraße auf viele kurze 30-Sekunden-Beiträge, die aber kindgerecht aufbereitet und pädagogisch wertvoll angereichert wurden. Auch heute wird die wahrscheinlich neben den Teletubbies bekannteste Kindersendung der Welt noch diesem Ruf gerecht. Sie holt auch die Kinder von heute dort ab, wo sie sich befinden. Trotzdem bleibt sie ihren alten Helden Ernie und Bert treu und macht sie fit für das neue Jahrtausend. Daran sollten sich die Kollegen vom Kika mal ein Beispiel nehmen.

Ernie And Bert Rap Ante Up

Sonntag, August 03, 2008

Samstag, August 02, 2008

Berlin ohne Palast und ohne Schloss - Das gab es schon einmal



Ausschnitt aus "Das Kaninchen bin ich" (1965)

Strassenbaupläne versetzen Laubenpieper in Angst und Schrecken

Die Nutzer der Schrebergärten in Prenzlauer Berg haben Angst. Neue Straßen könnten schon in sieben Jahren quer durch die Kleingartensiedlungen am Volkspark Prenzlauer Berg und nördlich der Bornholmer Strasse führen. Das würde für 65 Parzellen nach einem Jahrhundert das Aus bedeuten. Der Vorsitzende des Bezirksverbandes der Kleingärtner, Egid Riedl hat vor zwei Wochen in deren Namen einen offenen Brief (pdf) an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit geschickt. Die Antwort des Bürgermeisters war für die Kleingärtner unbefriedigend. Zusammengefasst: Die Flächen gehören zur strategischen Flächenreserve der Stadt. Eine Umwidmung zu Dauerkleingärten ist nicht drin (Umwidmung klingt etwas absurd, da dort immer nur Dauerkleingärten standen). Galgenfrist bis 2014. Danach eventuelle Verlängerung nach erneuter Prüfung.

Da sich Prenzlauer-Berg-Themen mit Schlagwörtern wie Bionade, Biedermeier und Boheme seit einem längeren Artikel in der Zeit immer gut verkaufen, widmete sich die taz heute auch diesem Thema und wagte einen Brückenschlag zu den Prenzlauer Berger Neubürgern, die P-Bergs Laubenpieperparadies über google entdeckten. (zum Artikel).

Susius by night



Rapperin und Sängerin Susius aus Kreuzberg im kurzen Interview über das We B*Girlz Festival, wurde letzte Nacht etwas stiefmütterlich am Ende des ARD-Nachtmagazins platziert.
Das 4-wöchige Festival mit einer Reihe von Podiumsdiskussionen, Filmen, Ausstellungen und Shows steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. Getragen wird das Berliner Festival durch den Hauptstadtkulturfonds, die Bundeszentrale für Politische Bildung, den Senat für Wirtschaft, Technologie und Frauen, die Frauenstiftung Divida und das Berliner Aktionsprogramm für Demokratie & Toleranz, gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus respectABel. Qualität, Inhalt und Anmoderation des Beitrags lasse ich mal unkommentiert im Raum stehen.

Die Veranstaltungen in Berlin sind Teil eines internationalen Jahres der Frauen im HipHop, das bereits im März zur fünften Grassroots-Medienkonferenz in New York gestartet wurde. Zur Presseerklärung in deutscher Sprache geht es hier.

Ard Nachtmagazin Download, Nacht vom 1. zum 2. August (MP4)

In der Brigitte kann man jetzt für HipHop-Girl Susius voten.

Artikel zum Festival im Tagesspiegel

Freitag, August 01, 2008

Prenzlauer Berg Dokumentation





P-Berg Newsticker

+++ Funkwelle sendet nachts alte Mitschnitte von Radio P +++ GLS-Sprachenschule in der ehem. Hauptschule in der Kastanienallee will Stadtbad Oderberger Strasse kaufen - oben Studios für Kursteilnehmer, unten Schwimmhallenbetrieb +++ rbb sendet neue Fassung des Dokumentarfilms Bilderbuch Prenzlauer Berg +++ Anbauten am ehemaligen Krankenhaus Dimitroffstrasse für das neue Seniorenheim nehmen Form an +++ taz bringt Reportage über Schweizer Kriegsdienstverweigerer, der in P-Berg Unterschlupf fand +++ Besitzerin Sylvia Thimm freut sich: im "Doors" wird weiterhin geraucht und nichts gegessen +++

Mittwoch, Juli 30, 2008

Der Tod lauert in den Filmarchiven

Prenzlauer Bergs Produzent Tillevision hat ihm aufgelauert und aus dem Hinterhalt überwältigt. Diesen Eindruck muss man gewinnen, wenn man sein neues Mixtape "Tillevisions Movie Loop Skits Part Two" hört. Da geht es doch nicht mit rechten Dingen zu, möchte man denken, doch weit gefehlt. Dieses Tape ist ein bitter ironisches und zugleich trauriges musikalisches Abbild der Realität.



Einfach aufs Cover klicken und kostenlos runterladen!

Montag, Juli 28, 2008

Funkhaus Prenzlauer Berg auf Funkwelle 95,2 MHz



Im Bezirk des Baby-Booms, der Bio-Brötchen und Bauvorhaben scheint das Ausdünnen der musikalischen Vielfalt und die fortschreitende Eliminierung des Berliner Dialekts im lokalen Radio festgeschrieben zu sein. Die Zeit ist reif für ein zeitgemäßes Kontrastprogramm. Anknüpfend an die Tradition des Piratensenders der Wendezeit Radio P, sendete das Funkhaus Prenzlauer Berg am 25. Juli direkt aus der Schönhauser Allee, auf Funkwelle 95,2 MHz. Über den kleinen Sender auf dem Turm der Segenskirche und einen Internet-Livestream lief an diesem Abend Musik aus der Berliner Innenstadt, die sonst kaum Aussichten auf Airplay in der Berliner Radiolandschaft hat.



Das provisorische Studio, ein kleines Ladenlokal in der Schönhauser Allee 161 mit einfacher, aber funktionierender Technik unter altem Deckenstuck, platzte an diesem Abend aus allen Nähten. Studiogäste waren DJ V.Raeter, Drumkid, Sir Serch, Tillevision, Audio 88, Keith Hernandez und die Kollegang. Die Sendung glich in ihrer Dramaturgie einer musikalischen Zeitreise durch die Hip-Hop-Geschichte des Bezirks. Höhepunte waren die Rap-Session mit Serch, Audio 88 und DJ V.Raeter an den Plattenspielern, die Premiere von Tillevisions Movie Loop Skits Part Two und die vollständige Erstaustrahlung des Hörspiels Team Rockit von Jörg Rider aus dem Jahr 2001. P-Bergs talentierter Nachwuchsproduzent Drumkid gab einen kleinen Vorgeschmack auf ein bevorstehendes Remix-Album. Mehr dazu später an dieser Stelle.




Die Rap-Session steht ab sofort hier zum freien Download bereit (21,1 MB).

Die komplette Sendung kannst Du in zwei Teilen downloaden. So kannst Du die Show bequem auf zwei CDs brennen.
Teil 1 hier und Teil 2 hier.

Das Hörspiel Team Rockit von Jörg Rider gibt es hier als mp3 (24,3 MB).




Hier die Playlist zur Sendung:

01. Funkhaus Prenzlauer Berg Jingle
02. Jenz Steiner, Tillevision, Kommt mal nach vorn, unreleased, 2007
03. Jenz Steiner, Tillevision, Schönhauser Allee, unreleased, 2005
04. Loko (aus Moskau), Schön, Steiner und seine Kumpels machen Disko in
der U-Bahn, 2003
05. Pilskills, Tillevision, Postkarte, unreleased, 2004
06. Pilskills, Steiner, Disko in der U-Bahn, 2003
07. DJ Breaque, The Golden Zych, The Golden Zych, unreleased, 2008
08. Damion Davis, V.Raeter, Marschmusik, unreleased, 2008
09. DJ Breaque, Take it (Drumkid Remix), unreleased, 2007
10. V-Mann, V.Raeter, Superadio-Remix, 2006
11. V-Mann, Tillevision, 90 Karrees, unreleased, Methlabor, 2008
12. V-Mann, Drumkid, Spröde Lippen,
13. Sir Serch, Drumkid, Jungle, Hasenfuß, SpokenView, 2007
14. Live Session mit Sir Serch, Audio 88, Steiner und DJ V.Raeter
15. Drumkid, Das EFX, Real Hip Hop, unreleased, 2008
16. Drumkid, Outkast, International Players Anthem, 2008
17. Tillevisions Movie Loop Skits Part Two Snippet, 2008
18. Audio 88, Besserer Mensch, 2008
19. Audio 88, Estetik, Smut, 2008
20. Sir Serch, Tillevision, Lauf Weck, unreleased, 2008
21. Jörg Rider feat. Crackle Wizard, Gang oder Girl, unreleased, 2007
22. Steiner, Drumkid, Cutterlysator, Berlin, Berlin Du bist scheiße,
unreleased, 2005
23. Drumkid, Gypsy Woman, Friends of Drumkid, 2007
24. Sichtbeton, Tillevision, Anabelle und Karsten, 2007
25. Steiner, DJ V.Raeter, Im Park, Disko in der U-Bahn, 2003
26. Joerg Rider, Team Rockit, (Hörspiel), Funkviertel, 2001
27. Funkhaus Prenzlauer Berg Jingle


Fotos: V.Raeter, Jero
Text: Jenz Steiner
Danke an Tillevision fürs Hosting auf Methlabor.com

Dienstag, Juli 22, 2008

Körnel Robert Kor mobilisiert zur Schlacht

Ihr seid auserwählt und damit auch verpflichtet unserem Vaterbezirk zur Seite zu stehen. Ein historischer Tag wird kommen, und das schon sehr bald. Am kommenden Sonntag, den 27.07.08 werden die dämonischen Friedrichshainer versuchen, mit Ihrer schwabisierten Gesinnung die Bezirksgrenze an der Oberbaumbrücke zu überschreiten, um unsere geliebte Heimat zu unterjochen, unsere Ehre zu beschmutzen und unsere Biervorräte zu leeren. Das werden wir nicht hinnehmen! Darum ist jeder kampfesfähige Mann und jede angriffslustige Frau aufgerufen, dem Overkill Squad Team (OST) im Kampf zur Seite zu stehen.
Treffpunkt ist Sonntag, um 11.30 Uhr vor dem Overkill Laden. Bewaffnung mittels allerlei Fauligem und Bodyprotection sind selbst mitzubringen. Eine Grundausbildung für alle Pazifisten unter Euch findet Ihr hier: http://friedlichsein.blogsport.de/ .Wir zählen auf Euch!

Für Kreuzberg - Friedrichshain versenken!

Körnel Robert

P.S. Vorsorglich weisen wir darauf hin, daß jegliches Fernbleiben von den Kampfhandlungen sowie Fahnenflucht mit Entzug der Aufenthaltserlaubniss, Lohnsteuerkarte sowie Rabattkarten verbunden ist. Treuherzen gibt es dann auch nicht.

Samstag, Juli 19, 2008

Funkwelle startet Sendebetrieb auf 95,2 MHz

Funkwelle 95,2 MHZ, der Veranstaltungsfunk der Sommerakademie von pro artis - Künste Bilden Wissen in Trägerschaft des Kunstvereins Friedrichstadt e.V., startet am 21. Juli den terrestrischen Sendebetrieb aus der Schönhauser Allee 161 a auf. Ich habe auf diesem temporären Radioprogramm gleich zwei Sendunge. Indyradio, eine Magazinsendung zum unabhängigen Medienzentrum Indymedia, befasst sich mit tagesaktuellen politischen Themen und läuft am Mittwoch, 23. Juli, 20 bis 21 Uhr.

Die Musiksendung Funkhaus Prenzlauer Berg bringt zwei Stunden alternativen HipHop aus Berlin Prenzlauer Berg und Friedrichshain. Während ich in der ersten Stunde rare Tapes von P-Bergs und Chefhains Lokalgrößen spiele, lade ich mir sie in der zweiten Stunde als Studiogäste ein. Vielleicht ergibt sich eine schöne Session. Das wird sich zeigen. Sendetermin ist Freitag, 25. Juli, 21 bis 23 Uhr. Ein schöner Start ins Wochenende.

zum Livestream von Funkwelle.org

Mittwoch, Juli 16, 2008

P-Berg Newsticker

+++ Knochenfund auf Baustelle in der Greifswalder Straße, Polizei vermutet wilden Friedhof aus Zweitem Weltkrieg +++ Studie belegt Wegzug junger Familien aus P-Berg +++ Schuluniformen für Turnvater-Jahn-Grundschule, nur Ost-Eltern dagegen +++ Pläne für generationsübergreifenden Spielplatz auf Drachenwiese am Friedrichshain (Werneuchner Wiese) vom Tisch +++ Bürger können sich bis Jahresende zum Kastanienallee-Umbau einbringen, Beteiligungsverfahren beim Tiefbauamt läuft +++ BVV nimmt Immobilien-Investoren für Spielplatzbau in die Pflicht und reagiert damit auf Babyboom +++ Gutachten: Parkplätze in P-Berg zu 100 Prozent ausgelastet, Parkraumbewirtschaftung innerhalb des S-Bahnrings im Gespräch +++ Bisher Platz 5 für Schönhauser Allee als neue Berlin-Hymne auf www.berlin-wunderbar.de +++ Pankower Postleitzahlen-Sampler von Pfefferwerk erschienen +++

Samstag, Juli 12, 2008

Deine Stimme für meine Musik

reifenwechsler
Schönhauser Allee
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