Es gibt solche und solche Blogs. Manche Blogger produzieren über Jahre hinweg Content und können sich aus dem Sumpf der Bedeutungslosigkeit nicht befreien. Bei anderen ist der Erfolg schon am Tag des Bloglaunches vorprogrammiert. Der Stadtsoziologe Andrej Holm gehört zur zweiten Kategorie. Mit seinem neuen Gentrification Blog füllt er eine klaffende Lücke in der Blogosphäre. Bisher hat sich noch kein Weblog ausschließlich mit der Umstrukturierung urbaner Räume beschäftigt. Der Blog-Erfolg liegt in der Familie. Das Annalist-Blog seiner Lebensgefährtin, der Berliner Medienaktivistin Anne Roth, rutschte in diesem Jahr in die Top 100 der Deutschen Blog-Charts. Seit Holms Festnahme vor einem Jahr dokumentiert Roth im Netz das Leben einer Familie, die aufgrund von Terrorismus-Ermittlungen von diversen Behörden überwacht und schikaniert wird.
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Montag, Juli 07, 2008
Stadt- und Starsoziologe Andrej Holm startet Gentrification Blog
Es gibt solche und solche Blogs. Manche Blogger produzieren über Jahre hinweg Content und können sich aus dem Sumpf der Bedeutungslosigkeit nicht befreien. Bei anderen ist der Erfolg schon am Tag des Bloglaunches vorprogrammiert. Der Stadtsoziologe Andrej Holm gehört zur zweiten Kategorie. Mit seinem neuen Gentrification Blog füllt er eine klaffende Lücke in der Blogosphäre. Bisher hat sich noch kein Weblog ausschließlich mit der Umstrukturierung urbaner Räume beschäftigt. Der Blog-Erfolg liegt in der Familie. Das Annalist-Blog seiner Lebensgefährtin, der Berliner Medienaktivistin Anne Roth, rutschte in diesem Jahr in die Top 100 der Deutschen Blog-Charts. Seit Holms Festnahme vor einem Jahr dokumentiert Roth im Netz das Leben einer Familie, die aufgrund von Terrorismus-Ermittlungen von diversen Behörden überwacht und schikaniert wird.
Mittwoch, April 09, 2008
Neues zum mg-Verfahren
Bei der heutigen Zeugenvorladung im Verfahren gegen die militante gruppe
(mg) konnte die vorgeladene Zeugin ihre Aussage verweigern.
Ermittlungsrichter Ulrich Hebenstreit (BGH) entschied gegen den Einspruch
der Bundesanwaltschaft (BAW), dass sie aufgrund des § 55 ein
Zeugnisverweigerungsrecht in Anspruch nehmen kann.
"Nach den Erfahrungen bisheriger §129-Verfahren wollen die Behörden von
mir uferlose Auskünfte über den Beschuldigten - von seinem
Persönlichkeitsprofil, über seine politische Geschichte bis zu seinen
sozialen Netzwerken. Ich bin nicht bereit, diese Auskünfte zu geben und so
in einer in jeder Hinsicht für Interpretationen offenen Gesprächssituation
vielleicht Worte zu liefern, die sie so verdrehen könnten, dass sie dazu
beitrügen, diesen Freund in den Knast zu bringen", sagte die vorgeladene
Zeugin nach der Entscheidung. "Der Paragraphen 129 zielt als Teil einer
politischen Justiz einseitig darauf ab, linke, feministische,
antifaschistische und antirassistische Bewegungen auszuschnüffeln,
einzuschüchtern und zu kriminalisieren. Daran will ich durch eine Aussage
nicht mitwirken."
Die Bundesanwaltschaft hat angekündigt, gegen diese Entscheidung
Rechtsmittel einlegen zu wollen.
telegraph
(mg) konnte die vorgeladene Zeugin ihre Aussage verweigern.
Ermittlungsrichter Ulrich Hebenstreit (BGH) entschied gegen den Einspruch
der Bundesanwaltschaft (BAW), dass sie aufgrund des § 55 ein
Zeugnisverweigerungsrecht in Anspruch nehmen kann.
"Nach den Erfahrungen bisheriger §129-Verfahren wollen die Behörden von
mir uferlose Auskünfte über den Beschuldigten - von seinem
Persönlichkeitsprofil, über seine politische Geschichte bis zu seinen
sozialen Netzwerken. Ich bin nicht bereit, diese Auskünfte zu geben und so
in einer in jeder Hinsicht für Interpretationen offenen Gesprächssituation
vielleicht Worte zu liefern, die sie so verdrehen könnten, dass sie dazu
beitrügen, diesen Freund in den Knast zu bringen", sagte die vorgeladene
Zeugin nach der Entscheidung. "Der Paragraphen 129 zielt als Teil einer
politischen Justiz einseitig darauf ab, linke, feministische,
antifaschistische und antirassistische Bewegungen auszuschnüffeln,
einzuschüchtern und zu kriminalisieren. Daran will ich durch eine Aussage
nicht mitwirken."
Die Bundesanwaltschaft hat angekündigt, gegen diese Entscheidung
Rechtsmittel einlegen zu wollen.
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Dienstag, April 08, 2008
Ermittlungen gegen militante gruppe: Zeugen von Haft bedroht
Der Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof (BGH) hat jetzt im
Verfahren gegen die militante gruppe (mg), drei Berlinerinnen zur
zeugenschaftlichen Vernehmung nach Karlsruhe geladen. Die Vernehmungen
beginnen am Mittwoch, den 9. April.
Die Zeugenvorladungen enthalten eine besondere Brisanz, da sie direkt vor
den Ermittlungsrichter des BGH erfolgen. Sollten die Zeuginnen nicht zur
Aussage bereit sein, droht ihnen dort die umgehende Verhängung eines
Ordnungsgeldes von bis zu 1.000 Euro oder Beugehaft von bis zu sechs
Monaten.
Hintergrund der Vorladungen ist ein seit Juli 2007 öffentliches Verfahren
gegen sieben Beschuldigte wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung gem.
§ 129 StGB. Auslöser des Verfahrens waren eine Reihe bisher nicht
aufgeklärter Brandanschläge, teilweise mit Sachschäden, u.a. auf
Fahrzeuge der Bundeswehr. Nachdem zunächst vier der Beschuldigten, unter
ihnen ein Wissenschaftler der Humboldt Universität Berlin, in
Untersuchungshaft saßen, musste die Bundesanwaltschaft (BAW) mehrere
Rückschläge einstecken und letztendlich alle Beschuldigten aus der Haft
entlassen. Des Weiteren mussten die umfassenden, ursprünglich wegen Bildung
und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gem. § 129a StGB
geführten Ermittlungen auf den Vorwurf der Bildung einer kriminellen
Vereinigung herabgestuft werden.
Bereits im Oktober 2007 wurden über 20 Personen aus dem beruflichen,
persönlichen oder politischen Umfeld der damals noch unter Terrrorverdacht
stehenden Beschuldigten durch die BAW zum Bundeskriminalamt (BKA) geladen,
darunter zwei Journalisten und ein Jurist. Gemeinsames Merkmal dieses
Personenkreises war lediglich der Kontakt zu einer der verdächtigten
Personen – beispielsweise als Redakteur, Kollege, Mitbewohner oder Freund.
Unter dem Eindruck der abenteuerlichen Terrorermittlungen durch die BAW und
das BKA verweigerten damals fast alle vorgeladenen Zeugen die Aussage. Ihnen
droht nun ebenfalls die erneute Vorladung nach Karlsruhe, Geld- oder
Haftstrafen. Einer der damals geladener Zeugen meinte dazu: „Das ist doch
absurd. Alle Beschuldigten des Verfahrens werden entlassen, aber ich als
unbeteiligter Zeuge werde nun mit Haft bedroht.“
Kontakt zur ZeugInnengruppe: keine-zeuginnen [at] so36.net
Weitere Informationen zum Verfahren erhalten Sie unter
http://einstellung.so36.net
Verfahren gegen die militante gruppe (mg), drei Berlinerinnen zur
zeugenschaftlichen Vernehmung nach Karlsruhe geladen. Die Vernehmungen
beginnen am Mittwoch, den 9. April.
Die Zeugenvorladungen enthalten eine besondere Brisanz, da sie direkt vor
den Ermittlungsrichter des BGH erfolgen. Sollten die Zeuginnen nicht zur
Aussage bereit sein, droht ihnen dort die umgehende Verhängung eines
Ordnungsgeldes von bis zu 1.000 Euro oder Beugehaft von bis zu sechs
Monaten.
Hintergrund der Vorladungen ist ein seit Juli 2007 öffentliches Verfahren
gegen sieben Beschuldigte wegen Bildung einer kriminellen Vereinigung gem.
§ 129 StGB. Auslöser des Verfahrens waren eine Reihe bisher nicht
aufgeklärter Brandanschläge, teilweise mit Sachschäden, u.a. auf
Fahrzeuge der Bundeswehr. Nachdem zunächst vier der Beschuldigten, unter
ihnen ein Wissenschaftler der Humboldt Universität Berlin, in
Untersuchungshaft saßen, musste die Bundesanwaltschaft (BAW) mehrere
Rückschläge einstecken und letztendlich alle Beschuldigten aus der Haft
entlassen. Des Weiteren mussten die umfassenden, ursprünglich wegen Bildung
und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung gem. § 129a StGB
geführten Ermittlungen auf den Vorwurf der Bildung einer kriminellen
Vereinigung herabgestuft werden.
Bereits im Oktober 2007 wurden über 20 Personen aus dem beruflichen,
persönlichen oder politischen Umfeld der damals noch unter Terrrorverdacht
stehenden Beschuldigten durch die BAW zum Bundeskriminalamt (BKA) geladen,
darunter zwei Journalisten und ein Jurist. Gemeinsames Merkmal dieses
Personenkreises war lediglich der Kontakt zu einer der verdächtigten
Personen – beispielsweise als Redakteur, Kollege, Mitbewohner oder Freund.
Unter dem Eindruck der abenteuerlichen Terrorermittlungen durch die BAW und
das BKA verweigerten damals fast alle vorgeladenen Zeugen die Aussage. Ihnen
droht nun ebenfalls die erneute Vorladung nach Karlsruhe, Geld- oder
Haftstrafen. Einer der damals geladener Zeugen meinte dazu: „Das ist doch
absurd. Alle Beschuldigten des Verfahrens werden entlassen, aber ich als
unbeteiligter Zeuge werde nun mit Haft bedroht.“
Kontakt zur ZeugInnengruppe: keine-zeuginnen [at] so36.net
Weitere Informationen zum Verfahren erhalten Sie unter
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Sonntag, April 06, 2008
Das Glück im Schatten der Mauer
Im Roten Rathaus hat der Friehling-Verlag gestern die Preisträger des Zeitzeugenpreises Berlin-Brandenburg geehrt. Den ersten Platz machte der Oranienburger Peter Schüler mit seiner Erzählung über einen jüdischen Professor im Prenzlauer Berg der 60iger Jahre.
"Berlin und immer wieder Berlin, tausendfach verflucht und heiß geliebt, ist mehr als eine große Stadt“. Als Peter Schüler diesen ersten Satz seiner Erzählung aufschreibt, sitzt er im Mai vergangenen Jahres an seinem Schreibtisch in Oranienburg. Der 70-Jährige entwirft einen Zeitzeugenbericht, ein Stückchen eigenes Erleben durch die Augen eines Berliners, der die Stadt nach 1960 erlebt. Doch die Geschichte „Goliath und seine Träume“, für den Schüler jetzt mit dem ersten Platz des Zeitzeugenpreises 2008 ausgezeichnet wurde, ist keine äußerliche Beschreibung Berlins. Seine Geschichte hat einen persönlichen tragischen Helden. David Klein, der für die Freiheit seiner Gedanken mit Job, Familienverlust und Einsamkeit bezahlt. Der gerne in das Cafè Lena in Prenzlauer Berg geht, um sich dort mit dem „Malerheini“ über die Welt zu unterhalten. Der sich gegen Darwinismus-Theorie und Gesellschaftsregime auflehnt, dafür von seinen Studenten bewundert wird und schließlich doch noch in Würde stirbt. „Die Geschichte ist Wirklichkeit und ein bisschen Fiktion“, sagt Schüler bei der Preisverleihung im Roten Rathaus. „Den Professor gab es wirklich, ich habe ihn gekannt. Und auch ich wurde aufgrund meiner kritischen Einstellung von der Universität exmatrikuliert“.
Die Zeitspanne 1960 bis 1970 in Berlin-Brandenburg empfand jeder Bewohner anders, doch eins hatten wohl alle gemein: Die Mauer, die politische Anspannung dieser Zeit, das Ost und West schlich sich in jeden Haushalt, in jedes Leben. Grund genug für den in Friedenau ansässigen Friehling-Verlag, genau diese Zeit als Thema ihres Schreibwettbewerbes zu nehmen. Beteiligt hatten sich über 100 Schreiber, darunter ein Drittel Brandenburger, wie Jörg Schönbohm– Innenminister des Landes Brandenburg – in seiner Ansprache zufrieden feststellte. Rund 30 von ihnen waren im Großen Saal erschienen. Menschen, die meist vor 1940 geboren wurden, die Studenten oder Schüler waren, als die Mauer gebaut wurde und die Stadt schließlich teilte. Und weil viele Augen viel sehen, sind die Zeitzeugen-Geschichten bunt geworden. Die Jury war beim Durchsehen der Beiträge „beeindruckt, glücklich – und uneins!“, meinte Andreas Ludwig, Leiter des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR, mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Es habe hitzige Diskussionen gegeben und immer wieder offene Fragen und Denkanstöße. Auch deshalb zogen die Mitglieder, die aus Verlag, Medien und Politik stammten, gleich vier Preisträger als „Fischzug aus dem Meer der Erinnerung“ wie Verleger Johann-Friedrich Huffmann die wertvollen literarischen Geschichten nannte.
Mit „verliebt, verlobt, verheiratet – und ein bisschen verwegen“ überzeugte der Journalist und ehemalige Tagesspiegel-Volontär Jürgen Friedenberg (2. Platz) die Jury durch eine Erzählung, die ein junges Pärchen in den Mittelpunkt stellt, das sich ausgerechnet den 14. August 1961 als Hochzeitstermin ausgesucht hat und zwischen Charlottenburg und Prenzlauer Berg hin- und her gerissen ist. Kristin Bochröder beschreibt in „Ostkreuz“ ihre Fluchtpläne von Ost- nach Westberlin, ihre Ängste und Träume. Die Köpenickerin bringt dem Leser in ihrer autobiografischen Erzählung ihre kritische Einstellung zum DDR-Regime nahe. Schließlich flüchtet sie mit einem gefälschten Pass in den Westen und heiratet ihren dortigen Freund. Jenny Schon, Stadtführerin in Potsdam und China-Liebhaberin, beleuchtet in „Mein erster Berlin-Marathon“ ihre aufregenden Erfahrungen als unerfahrenes Kölner Landei im wilden Westberlin 1968. Auf der Demo gegen den Schah-Besuch lernt sie einen jungen Studenten kennen und verliebt sich. Erst spät merkt sie, dass er Kontakte zur RAF hat. Sie folgt ihrem Geliebten nicht in die illegale Welt.
Alle vier Preisträger gaben Auszüge ihrer Werke zum Besten und erhielten als Preise Publizierungsgutscheine für weitere Veröffentlichungen. Peter Schüler konnte zudem ein kleines Kunstwerk mit nach Hause nehmen: Das „Buch der Erinnerung“, eine Skulptur des Metallkünstlers Achim Kühn.
Berlin-Interessierte, Neugierige und Zeitzeugen können sich auf den Juni freuen. Dann erscheinen die besten zehn Zeitzeugen-Erzählungen im Buchhandel – Titel: „Glückssuche im Schatten der Mauer“.
"Berlin und immer wieder Berlin, tausendfach verflucht und heiß geliebt, ist mehr als eine große Stadt“. Als Peter Schüler diesen ersten Satz seiner Erzählung aufschreibt, sitzt er im Mai vergangenen Jahres an seinem Schreibtisch in Oranienburg. Der 70-Jährige entwirft einen Zeitzeugenbericht, ein Stückchen eigenes Erleben durch die Augen eines Berliners, der die Stadt nach 1960 erlebt. Doch die Geschichte „Goliath und seine Träume“, für den Schüler jetzt mit dem ersten Platz des Zeitzeugenpreises 2008 ausgezeichnet wurde, ist keine äußerliche Beschreibung Berlins. Seine Geschichte hat einen persönlichen tragischen Helden. David Klein, der für die Freiheit seiner Gedanken mit Job, Familienverlust und Einsamkeit bezahlt. Der gerne in das Cafè Lena in Prenzlauer Berg geht, um sich dort mit dem „Malerheini“ über die Welt zu unterhalten. Der sich gegen Darwinismus-Theorie und Gesellschaftsregime auflehnt, dafür von seinen Studenten bewundert wird und schließlich doch noch in Würde stirbt. „Die Geschichte ist Wirklichkeit und ein bisschen Fiktion“, sagt Schüler bei der Preisverleihung im Roten Rathaus. „Den Professor gab es wirklich, ich habe ihn gekannt. Und auch ich wurde aufgrund meiner kritischen Einstellung von der Universität exmatrikuliert“.
Die Zeitspanne 1960 bis 1970 in Berlin-Brandenburg empfand jeder Bewohner anders, doch eins hatten wohl alle gemein: Die Mauer, die politische Anspannung dieser Zeit, das Ost und West schlich sich in jeden Haushalt, in jedes Leben. Grund genug für den in Friedenau ansässigen Friehling-Verlag, genau diese Zeit als Thema ihres Schreibwettbewerbes zu nehmen. Beteiligt hatten sich über 100 Schreiber, darunter ein Drittel Brandenburger, wie Jörg Schönbohm– Innenminister des Landes Brandenburg – in seiner Ansprache zufrieden feststellte. Rund 30 von ihnen waren im Großen Saal erschienen. Menschen, die meist vor 1940 geboren wurden, die Studenten oder Schüler waren, als die Mauer gebaut wurde und die Stadt schließlich teilte. Und weil viele Augen viel sehen, sind die Zeitzeugen-Geschichten bunt geworden. Die Jury war beim Durchsehen der Beiträge „beeindruckt, glücklich – und uneins!“, meinte Andreas Ludwig, Leiter des Dokumentationszentrums Alltagskultur der DDR, mit einem Schmunzeln auf den Lippen. Es habe hitzige Diskussionen gegeben und immer wieder offene Fragen und Denkanstöße. Auch deshalb zogen die Mitglieder, die aus Verlag, Medien und Politik stammten, gleich vier Preisträger als „Fischzug aus dem Meer der Erinnerung“ wie Verleger Johann-Friedrich Huffmann die wertvollen literarischen Geschichten nannte.
Mit „verliebt, verlobt, verheiratet – und ein bisschen verwegen“ überzeugte der Journalist und ehemalige Tagesspiegel-Volontär Jürgen Friedenberg (2. Platz) die Jury durch eine Erzählung, die ein junges Pärchen in den Mittelpunkt stellt, das sich ausgerechnet den 14. August 1961 als Hochzeitstermin ausgesucht hat und zwischen Charlottenburg und Prenzlauer Berg hin- und her gerissen ist. Kristin Bochröder beschreibt in „Ostkreuz“ ihre Fluchtpläne von Ost- nach Westberlin, ihre Ängste und Träume. Die Köpenickerin bringt dem Leser in ihrer autobiografischen Erzählung ihre kritische Einstellung zum DDR-Regime nahe. Schließlich flüchtet sie mit einem gefälschten Pass in den Westen und heiratet ihren dortigen Freund. Jenny Schon, Stadtführerin in Potsdam und China-Liebhaberin, beleuchtet in „Mein erster Berlin-Marathon“ ihre aufregenden Erfahrungen als unerfahrenes Kölner Landei im wilden Westberlin 1968. Auf der Demo gegen den Schah-Besuch lernt sie einen jungen Studenten kennen und verliebt sich. Erst spät merkt sie, dass er Kontakte zur RAF hat. Sie folgt ihrem Geliebten nicht in die illegale Welt.
Alle vier Preisträger gaben Auszüge ihrer Werke zum Besten und erhielten als Preise Publizierungsgutscheine für weitere Veröffentlichungen. Peter Schüler konnte zudem ein kleines Kunstwerk mit nach Hause nehmen: Das „Buch der Erinnerung“, eine Skulptur des Metallkünstlers Achim Kühn.
Berlin-Interessierte, Neugierige und Zeitzeugen können sich auf den Juni freuen. Dann erscheinen die besten zehn Zeitzeugen-Erzählungen im Buchhandel – Titel: „Glückssuche im Schatten der Mauer“.
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Mittwoch, März 26, 2008
P-Berg Cars on Fire
Oh Gott, oh Gott! Jetzt brennen auch Autos in Prenzlauer Berg. Gegen 2.30 Uhr am Dienstagmorgen bemerkte ein Passant den brennenden Wagen in der Raabestraße und rief die Feuerwehr. Die löschte den Brand, das Auto wurde jedoch stark beschädigt. Zwei weitere Autos wurden durch die Hitzeentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.
Die Polizei registrierte 2008 bislang fünf Fälle von offenbar politisch motivierter Brandstiftung an Pkw. Erst am Freitagabend brannten zwei Fahrzeuge in Kreuzberg und eins in Treptow. Im letzten Jahr wurden bei 94 politisch motivierten Brandanschlägen 113 zumeist hochwertige Fahrzeuge beschädigt.
Die Polizei registrierte 2008 bislang fünf Fälle von offenbar politisch motivierter Brandstiftung an Pkw. Erst am Freitagabend brannten zwei Fahrzeuge in Kreuzberg und eins in Treptow. Im letzten Jahr wurden bei 94 politisch motivierten Brandanschlägen 113 zumeist hochwertige Fahrzeuge beschädigt.
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Montag, November 05, 2007
Stasiakten auf dem internationalen Kunstmarkt
An einem trüben Herbsttag schlenderte ich mit einer befreundeten Ausstellungsmacherin über das diesjährige Art Forum Berlin. Durchquerte eine Koje nach der anderen, sah nervende Biskys tonnenweise bei der Galerie Crone, Gemischtwaren bei Eigen + Art und Unmengen Fotos. Landschaftsfotos, großformatige C-Prints oder Porträtfotos, kleinformatig, in schwarz-weiß. Meine Begleiterin blieb dann ungewöhnlich lange bei einer Galerie stehen.
Ich sah inzwischen eine weitere Ausstellungshalle durch und fand sie anschließend, noch immer bei der gleichen Galerie, interessiert in einem Katalog blätternd. Was gab es zu sehen? Bei dem Amsterdamer Aussteller „Ellen de Bruijne Projects“ hing eine Reihe gerahmter schwarz-weiß Aufnahmen mit der flüchtigen Ästhetik von Paparazzifotos.
Gekennzeichnet als BStU-Kopie erkannte ich auf den Observationsfotos der Staatssicherheit eine Gruppe nackter Menschen am FKK-Strand und auf einem anderen eine rauchende Frau in einem Zimmer, welche auch im Katalog des Artforums auf der Seite eben dieser Galerie anonymisiert abgedruckt wurde. Der Preis je Foto bei einer Auflage von 3 + 1 AP wurde mit 3.800 bis 5.000 Euro angegeben. Auf einem daneben hängendem Screen zeigte die Galerie Stasifilmaufnahmen eines öffentlichen Platzes. Die Arbeiten wurden der spanischen Künstlerin Dora Garcia zugeschrieben.
Dora Garcia Interesse an dem Thema wurde in Vorbereitung eines Projektes, das sie innerhalb des Blinky-Palermo - Stipendiums in Leipzig realisieren wollte, geweckt. Auf der Suche nach Wolfgang Hilbigs „Ich“ stieß sie im Netz zufällig auf den Artikel „Loyal Dissidents and Stasi Poets“ und fand das dies nun spannend genug wäre, um es künstlerisch zu verarbeiten, so sie selbst in einem Interview mit Julia Schäfer von der GfzK in Leipzig.
Im Zuge der geplanten Ausstellung in der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig arbeitete sie eng mit Julia Schäfer zusammen und erhielt Fotos und Filmaufnahmen aus dem Archiv der BStU. Garcia entwickelte eine fiktive Geschichte und brachte diese mit Leipziger Schauspielern zur Umsetzung. Daraus ging der Film "Zimmer, Gespräche", der auch der Titel ihrer Ausstellung und des dazugehörigen Kataloges in Leipzig war, hervor. Anhand von originalen Mitschnitten und Dokumenten hat Dora García in einer Wohnung Dialoge zwischen einem Stasiführungsoffizier und einem IM inszeniert. Der Film wurde in der Ausstellung von mehreren Stasi-Videos und Stasi-Fotos begleitet. Die Videos "window", "car", "walking man", "couple" oder "house" zeigen den Alltag verschiedener Menschen. Wie sie ihr Wohnhaus verlassen, wie sie ihr Auto waschen, wie sie sich auf der Straße bewegen.
García hatte die zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellten Überwachungsvideos, Filme, Fotos und das Lehrmaterial der Stasi gesichtet und bezog diese in ihre eigene künstlerische Arbeit. So sieht man in dem Ausstellungskatalog auf einigen Seiten BStU- Fotos von Punks, die erkennungsdienstlich behandelt wurden. Und auch die oben erwähnte Porträtaufnahme einer Frau. Diese heißt dann Smoking Lady, end of the seventies. Es handelt sich bei dieser Frau um Tina Krone, Mitgründerin des Neuen Forums und leitende Mitarbeiterin der Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin. Die Punks sind aus Erfurt und heißen CD Spinne, OT…. usw. Keine dieser Personen wusste etwas von ihrer künstlerischen Vermarktung oder wurde namentlich erwähnt.
Auf der Veranstaltung von Zimmer, Gespräche zu Konspirative Wohnungen im Rahmen der Ausstellung „ Konspirative Wohnungen / Conspiracy Dwellings“ im Kunsthaus Erfurt am 24. Oktober darauf von der Geschäftsführerin Monique Förster im Beisein der Presse angesprochen, erklärt Dora Garcia wahrheitswidrig sowohl einen Vertrag mit der BStU , der diese Vorgehensweise stützt, als auch die Einwilligung der Betroffenen erhalten zu haben. Unabhängig davon sei es mit der Fotoauswahl und der Rahmung der Abzüge zu ihrer künstlerischen Arbeit geworden.
In Fachkreisen murrt es immer lauter und so war nicht verwunderlich, dass bei der Tagung „Vergangenheit in der Gegenwart. Gesellschaftlicher Diskurs zum Umgang mit Diktaturgeschichte in Europa“ bei der Stiftung Genshagen, am 26. Oktober, wo Garcia ins Podium geladen war, einige der Beteiligten schon im Bilde waren. Schnell wechselte die Diskussion vom geplanten Thema „Freiheit und Diktatur im Film“ zu den Fotos von Dora Garcia. Bemerkenswerterweise wurde einen Tag vorher das auf der Internetseite ihrer Galerie veröffentlichte Foto der rauchenden Frau entfernt. Auf dem Podium jedoch rechtfertigte sie die Vermarktung und wiederholte ihre These von der Freiheit der Kunst. Die anwesende Marianne Birthler wies dies energisch zurück und kündigte rechtliche Schritte an. Ihre Justiziare haben den Fall auf den Tisch.
Gewöhnten wir uns schon an die Vermarktung von Fahndungsfotos der RAF-Mitglieder der ersten Generation in allen Arten, ist der Verkauf von Stasifotos in den letzten 17 Jahren nur im Zusammenhang mit „Enthüllungen“ in großen deutschen Magazinen und Fernsehbeiträgen bekannt geworden. Eine alte, nicht beantwortete Frage aus Zeiten der Stasizentralenbesetzungen lautete: Wem gehören die Akten? Den Betroffenen, dem Staat oder dem Markt.
natter | 04.11.07 21:06 | Ost:blog
Ich sah inzwischen eine weitere Ausstellungshalle durch und fand sie anschließend, noch immer bei der gleichen Galerie, interessiert in einem Katalog blätternd. Was gab es zu sehen? Bei dem Amsterdamer Aussteller „Ellen de Bruijne Projects“ hing eine Reihe gerahmter schwarz-weiß Aufnahmen mit der flüchtigen Ästhetik von Paparazzifotos.
Gekennzeichnet als BStU-Kopie erkannte ich auf den Observationsfotos der Staatssicherheit eine Gruppe nackter Menschen am FKK-Strand und auf einem anderen eine rauchende Frau in einem Zimmer, welche auch im Katalog des Artforums auf der Seite eben dieser Galerie anonymisiert abgedruckt wurde. Der Preis je Foto bei einer Auflage von 3 + 1 AP wurde mit 3.800 bis 5.000 Euro angegeben. Auf einem daneben hängendem Screen zeigte die Galerie Stasifilmaufnahmen eines öffentlichen Platzes. Die Arbeiten wurden der spanischen Künstlerin Dora Garcia zugeschrieben.
Dora Garcia Interesse an dem Thema wurde in Vorbereitung eines Projektes, das sie innerhalb des Blinky-Palermo - Stipendiums in Leipzig realisieren wollte, geweckt. Auf der Suche nach Wolfgang Hilbigs „Ich“ stieß sie im Netz zufällig auf den Artikel „Loyal Dissidents and Stasi Poets“ und fand das dies nun spannend genug wäre, um es künstlerisch zu verarbeiten, so sie selbst in einem Interview mit Julia Schäfer von der GfzK in Leipzig.
Im Zuge der geplanten Ausstellung in der Galerie für zeitgenössische Kunst in Leipzig arbeitete sie eng mit Julia Schäfer zusammen und erhielt Fotos und Filmaufnahmen aus dem Archiv der BStU. Garcia entwickelte eine fiktive Geschichte und brachte diese mit Leipziger Schauspielern zur Umsetzung. Daraus ging der Film "Zimmer, Gespräche", der auch der Titel ihrer Ausstellung und des dazugehörigen Kataloges in Leipzig war, hervor. Anhand von originalen Mitschnitten und Dokumenten hat Dora García in einer Wohnung Dialoge zwischen einem Stasiführungsoffizier und einem IM inszeniert. Der Film wurde in der Ausstellung von mehreren Stasi-Videos und Stasi-Fotos begleitet. Die Videos "window", "car", "walking man", "couple" oder "house" zeigen den Alltag verschiedener Menschen. Wie sie ihr Wohnhaus verlassen, wie sie ihr Auto waschen, wie sie sich auf der Straße bewegen.
García hatte die zu Forschungszwecken zur Verfügung gestellten Überwachungsvideos, Filme, Fotos und das Lehrmaterial der Stasi gesichtet und bezog diese in ihre eigene künstlerische Arbeit. So sieht man in dem Ausstellungskatalog auf einigen Seiten BStU- Fotos von Punks, die erkennungsdienstlich behandelt wurden. Und auch die oben erwähnte Porträtaufnahme einer Frau. Diese heißt dann Smoking Lady, end of the seventies. Es handelt sich bei dieser Frau um Tina Krone, Mitgründerin des Neuen Forums und leitende Mitarbeiterin der Robert-Havemann-Gesellschaft Berlin. Die Punks sind aus Erfurt und heißen CD Spinne, OT…. usw. Keine dieser Personen wusste etwas von ihrer künstlerischen Vermarktung oder wurde namentlich erwähnt.
Auf der Veranstaltung von Zimmer, Gespräche zu Konspirative Wohnungen im Rahmen der Ausstellung „ Konspirative Wohnungen / Conspiracy Dwellings“ im Kunsthaus Erfurt am 24. Oktober darauf von der Geschäftsführerin Monique Förster im Beisein der Presse angesprochen, erklärt Dora Garcia wahrheitswidrig sowohl einen Vertrag mit der BStU , der diese Vorgehensweise stützt, als auch die Einwilligung der Betroffenen erhalten zu haben. Unabhängig davon sei es mit der Fotoauswahl und der Rahmung der Abzüge zu ihrer künstlerischen Arbeit geworden.
In Fachkreisen murrt es immer lauter und so war nicht verwunderlich, dass bei der Tagung „Vergangenheit in der Gegenwart. Gesellschaftlicher Diskurs zum Umgang mit Diktaturgeschichte in Europa“ bei der Stiftung Genshagen, am 26. Oktober, wo Garcia ins Podium geladen war, einige der Beteiligten schon im Bilde waren. Schnell wechselte die Diskussion vom geplanten Thema „Freiheit und Diktatur im Film“ zu den Fotos von Dora Garcia. Bemerkenswerterweise wurde einen Tag vorher das auf der Internetseite ihrer Galerie veröffentlichte Foto der rauchenden Frau entfernt. Auf dem Podium jedoch rechtfertigte sie die Vermarktung und wiederholte ihre These von der Freiheit der Kunst. Die anwesende Marianne Birthler wies dies energisch zurück und kündigte rechtliche Schritte an. Ihre Justiziare haben den Fall auf den Tisch.
Gewöhnten wir uns schon an die Vermarktung von Fahndungsfotos der RAF-Mitglieder der ersten Generation in allen Arten, ist der Verkauf von Stasifotos in den letzten 17 Jahren nur im Zusammenhang mit „Enthüllungen“ in großen deutschen Magazinen und Fernsehbeiträgen bekannt geworden. Eine alte, nicht beantwortete Frage aus Zeiten der Stasizentralenbesetzungen lautete: Wem gehören die Akten? Den Betroffenen, dem Staat oder dem Markt.
natter | 04.11.07 21:06 | Ost:blog
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Samstag, Oktober 27, 2007
Heikles Thema: Umstrukturierung des Raumes
Andrej Holm ist jetzt wahrscheinlich einer der bekanntesten Soziologen des Landes. Er ist der Beweis dafür, dass man mit wissenschaftlichen Arbeiten zu Themen wie Gentrifizierung schnell unter Terrorverdacht geraten kann. Nach einer Haftverschonung für Andrej Holm im August hebt der Bundesgerichtshof den Haftbefehl gegen ihn auf. Drei weitere Beschuldigte,
Florian L., Axel H. und Oliver R. sitzen seit dem 31. Juli 2007 immer noch in Untersuchungshaft in Berlin-Moabit, weil sie angeblich versucht haben sollen, Bundeswehrfahrzeuge anzuzünden.
Am gleichen Tag wurde auch Andrej H. festgenommen und die Wohnungen und Arbeitsplätze von drei weiteren Personen durchsucht. Der Vorwurf gegen sie bezieht sich auf den Strafgesetzbuchparagrafen 129a: "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung".
Anbei einige Links zum Thema:
Annalist - Das Weblog von Andrej Holms Frau liefert detaillierte Hintergründe zum Fall und den Ermittlungen.
einstellung.so36.net Seite des Bündnisses für die Einstellung der § 129a-Verfahren
Freie-Radios.net - Hier berichtet Andrej Holms Verteidigerin von den Ereignissen der letzten Monate (Download als mp3 / ogg vorbis)
Aktueller Bericht in der taz von Uwe Rada und dessen Kommentar dazu.
Florian L., Axel H. und Oliver R. sitzen seit dem 31. Juli 2007 immer noch in Untersuchungshaft in Berlin-Moabit, weil sie angeblich versucht haben sollen, Bundeswehrfahrzeuge anzuzünden.
Am gleichen Tag wurde auch Andrej H. festgenommen und die Wohnungen und Arbeitsplätze von drei weiteren Personen durchsucht. Der Vorwurf gegen sie bezieht sich auf den Strafgesetzbuchparagrafen 129a: "Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung".
Anbei einige Links zum Thema:
Annalist - Das Weblog von Andrej Holms Frau liefert detaillierte Hintergründe zum Fall und den Ermittlungen.
einstellung.so36.net Seite des Bündnisses für die Einstellung der § 129a-Verfahren
Freie-Radios.net - Hier berichtet Andrej Holms Verteidigerin von den Ereignissen der letzten Monate (Download als mp3 / ogg vorbis)
Aktueller Bericht in der taz von Uwe Rada und dessen Kommentar dazu.
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Montag, August 13, 2007
Niemand kennt die Agnes-Wabitz-Straße
Unbekannte zündeten in der Agnes-Wabitz-Straße, auf dem Gelände des alten Schlachthofes Storkower Str. in Prenzlauer Berg einen Geländewagen der Marke Hummer und einen Porsche an. Beide brannten aus. Ein daneben geparkter Renault und ein Skoda wurden durch die Hitze stark beschädigt. Die Polizei geht von einer politischen Motiviation aus.
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