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Sonntag, Februar 13, 2011

Historische Aufnahmen

Das Orchestre Miniature in the Park spielt ausschließlich auf Kinderinstrumenten, hier zum Beispiel vorm verschwindenden Bahnhof Ostkreuz. Am 18. Februar kann man die 27 Musikerinnen und Musiker im Salon Puschel live erleben, Reichenberger Straße 111.


SOMMER IN PARIS

Orchestre Miniature in the Park | Myspace Music Videos

Dienstag, Juli 22, 2008

Körnel Robert Kor mobilisiert zur Schlacht

Ihr seid auserwählt und damit auch verpflichtet unserem Vaterbezirk zur Seite zu stehen. Ein historischer Tag wird kommen, und das schon sehr bald. Am kommenden Sonntag, den 27.07.08 werden die dämonischen Friedrichshainer versuchen, mit Ihrer schwabisierten Gesinnung die Bezirksgrenze an der Oberbaumbrücke zu überschreiten, um unsere geliebte Heimat zu unterjochen, unsere Ehre zu beschmutzen und unsere Biervorräte zu leeren. Das werden wir nicht hinnehmen! Darum ist jeder kampfesfähige Mann und jede angriffslustige Frau aufgerufen, dem Overkill Squad Team (OST) im Kampf zur Seite zu stehen.
Treffpunkt ist Sonntag, um 11.30 Uhr vor dem Overkill Laden. Bewaffnung mittels allerlei Fauligem und Bodyprotection sind selbst mitzubringen. Eine Grundausbildung für alle Pazifisten unter Euch findet Ihr hier: http://friedlichsein.blogsport.de/ .Wir zählen auf Euch!

Für Kreuzberg - Friedrichshain versenken!

Körnel Robert

P.S. Vorsorglich weisen wir darauf hin, daß jegliches Fernbleiben von den Kampfhandlungen sowie Fahnenflucht mit Entzug der Aufenthaltserlaubniss, Lohnsteuerkarte sowie Rabattkarten verbunden ist. Treuherzen gibt es dann auch nicht.

Sonntag, Juli 06, 2008

Visuelle Zeitreise mit Magnet- und S-Bahn durch Berlin








Eine Fahrt mit der Berliner Magnetbahn im November 1989. Die Fahrt auf der Teststrecke zwischen Kemperplatz und Gleisdreieck war kostenlos.
In meiner jugendlichen Naivität hatte ich damals wirklich geglaubt, dieses Gefährt würde einmal ganz Berlin durchkreuzen.







Zu meinen youtube-Lieblingen zählt auch diese Fahrt mit der West-S-Bahn zwischen Friedrichstraße und Lerther Stadtbahnhof.

Freitag, Mai 30, 2008

Feuer auf Parkplatz in der Pappelallee

In Berlin sind in der Nacht zum Donnerstag erneut mehrere Autos in Flammen aufgegangen. Nach Polizeiangaben brannten nach Mitternacht vier Fahrzeuge in einer Autovermietung in Neukölln. Das Feuer in der Lahnstraße griff schließlich auf 13 weitere Pkw über, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Feuerwehr konnte die Brände löschen. Da eine politisch motivierte Straftat nicht ausgeschlossen werden könne, ermittle der Staatsschutz.

Wenig später musste die Feuerwehr in Prenzlauer Berg ausrücken. Auf einem Parkplatz an der Pappelallee brannte laut Polizei ein Porsche. Das Feuer wurde gelöscht.

Vermutlich als Reaktion auf die Räumung eines besetzten Hauses in Kreuzberg waren bereits in der Nacht zu Mittwoch mehrere Brandanschläge verübt worden. In Kreuzberg, Friedrichshain, Mitte und Prenzlauer Berg hatten acht Autos und drei Papiercontainer gebrannt.

Dienstag, Mai 20, 2008

Immobilien-Preise in Prenzlauer Berg, Friedrichshain und Mitte

Prenzlauer Berg bleibt mit Mitte, Kreuzberg und Friedrichshain einer der Hauptlandeplätze für junge Neuberliner. Die Immobilienpreise empfinden die Zuzöglinge aber immer noch als gering. Zwischen 1.840 und 1.970 Euro kostet der Quadratmeter einer Wohnung hier.

Freitag, Mai 02, 2008

Bier in Plastebechern

Musik und Leckereien beim sechsten Kreuzberger Myfest - Schon die Walpurgisnacht blieb ruhig

Atze sitzt in der Oranienstraße vor einem vergitterten Geschäft. Bierflasche im Anschlag, schwarzes SO-36-Shirt unter der Jacke, angegrauter Zopf. „Ein Fest ist in Ordnung, aber das wird zu viel“, mault er, während er den Menschenmassen zuschaut. Atze, so stellt er sich vor, erzählt, dass er schon seit 25 Jahren in Kreuzberg lebt. Die ersten Straßenschlachten 1987 hat er miterlebt. Aber heute? „Jedes Jahr kommen mehr Stände hinzu. Irgendwann gibt es gar keine Demo mehr“, beklagt er sich.

Die Anwohner und Gewerbetreibenden zwischen Kottbusser Tor und Mariannenplatz veranstalten seit 2003 das Myfest, diesmal mit mehr als 170 Bands auf 17 Bühnen. Damit sollte die ritualisierte Gewalt, die Jahr für Jahr über den Kiez hereinbrach, eingedämmt werden. „Seit fünf Jahren ist nicht mehr so viel Krawall“, sagt Ediybe Kirac. Auf einem Bierzelttisch vor ihrem Haus in der Oranienstraße hat sie Salate, Kuchen und Kaffeekannen angeordnet. „Tagsüber ist es sehr nett.“ Am Abend geht sie aber doch lieber hoch in den dritten Stock.

In der Naunynstraße 67 singt Rapper Ceza über Jugendliche, die Dummheiten begehen und vom Krankenwagen abgeholt werden. Die Zuschauer – Kiezbewohner, türkische Kinder und junge Leute in XXL-Hosen – wippen im Takt. „So, jetzt geht es los. Jetzt müssen wir ein bisschen wachsamer sein“, sagt der 17-jährige Saladin. Der Deutsch-Palästinenser wohnt im Wrangelkiez und ist zum dritten Mal bei der „36 Kingz HipHop“-Bühne als Streitschlichter mit dabei. „Wenn ich sehe, dass zwei Leute aneinandergeraten, gehe ich dazwischen“ sagt der Zwölftklässler. Wie das geht, hat Saladin mit zwölf anderen Jugendlichen in einem Anti-Gewalt-Training gelernt. Augenkontakt zum Gegenüber, direkte Ansprache und auf keinen Fall Gewalt.

Der Geruch von Currywurst und Falafel zieht durch die Straßen. „Mittlerweile haben viele verstanden, dass der 1. Mai keine Krawalle mehr bedeutet“, sagt Polizist Klaus Röchert, der im Referat Migration arbeitet. Am Oranienplatz treffen sich die Beamten mit Vertretern aller großen Migrationsverbände. Die haben die Botschaft an ihre Mitglieder weitergegeben, sagt Pinar Cetim von der türkisch-islamischen Union der Anstalt für Religion. Die 26-Jährige erzählt, dass in den Moscheen der 1. Mai als Festtag beschrieben wurde. Festtag? Tine Blisse ist sich nicht so sicher: „Viele Leute haben so nen Hals.“ Weniger Geld, alles wird teurer, auch hätten viele Jugendliche keine Ahnung, worum es am 1. Mai geht. Einfach mal ausrasten, das sei deren Antrieb. Tine ist vom Jugendladen Tek, der Jugendarbeit in Kreuzberg macht. Die Mitglieder verkaufen T-Shirts mit der Aufschrift „Revolution“, auch wenn sie die nicht vor der Haustür wollen. „Es ist besser für uns, wenn Kreuzberg heile bleibt“, sagt Tine.

Das galt in der Vornacht auch für Prenzlauer Berg. Noch strenger als in den Vorjahren kontrollierte die Polizei die Eingänge zum Mauerpark. Flaschen, Dosen, Messer, alles wurde einkassiert. Bier konnte man nur in Plastikbechern mitnehmen zur größten Walpurgisfeier Berlins. 2000 Menschen tanzten und tranken in den 1. Mai. Es gab es kein offizielles Programm, nur ein paar Trommler spielten. Und es blieb beinahe friedlich. Erst sehr spät in der Nacht fingen einige Punks an zu streiten und entzündeten ein Feuer. Als die Polizei löschen wollte, flogen Flaschen, ein paar Steine. Die Beamten griffen sofort durch, holten die Randalierer aus der Menge. Um halb drei war der Park leer. Die Bilanz: 24 Festnahmen, ein verletzter Polizist, der ins Krankenhaus musste: Sein Diensthund hatte ihn gebissen.

Mittwoch, März 26, 2008

P-Berg Cars on Fire

Oh Gott, oh Gott! Jetzt brennen auch Autos in Prenzlauer Berg. Gegen 2.30 Uhr am Dienstagmorgen bemerkte ein Passant den brennenden Wagen in der Raabestraße und rief die Feuerwehr. Die löschte den Brand, das Auto wurde jedoch stark beschädigt. Zwei weitere Autos wurden durch die Hitzeentwicklung in Mitleidenschaft gezogen. Da ein politischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden kann, hat der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Die Polizei registrierte 2008 bislang fünf Fälle von offenbar politisch motivierter Brandstiftung an Pkw. Erst am Freitagabend brannten zwei Fahrzeuge in Kreuzberg und eins in Treptow. Im letzten Jahr wurden bei 94 politisch motivierten Brandanschlägen 113 zumeist hochwertige Fahrzeuge beschädigt.

Samstag, Oktober 27, 2007

Der Landwehrkanal kommt nach Prenzlauer Berg

Ähnlich wie am Landwehrkanal in Kreuzberg, sollen jetzt 75 Bäume in der Gleimstraße gefällt werden. 25 wurden bereits Opfer der Kettensäge. Das Grünflächenamt diagnostizierte Wurzelfäule. Doch ein Gutachten des Bürgervereins Gleimviertel und des BUND bescheinigte die Symptome der fortschreiteten Fäule nur für zehn Prozent der Bäume.

Sonntag, August 19, 2007

P-Berg ganz vorn bei den In-Vierteln

„In-Viertel“ sind Gegenden, die vom Ruf leben, gefragt zu sein, eine besondere Atmosphäre zu vermitteln. Aber eigentlich ist es ein gefühlter, erin hohler Begriff. Der Überzeugung ist auch der Stadt- und Regionalsoziologe Hartmut Häußermann von der Humboldt-Uni im gestrigen Tagesspiegel. Häußermann meint in dem Artikel, dass sich ein In- Viertel aus einem zunächst vernachlässigten Gebiet mit Leerstand entwickelt. Es wird von Künstlern entdeckt, die hier billig leben und arbeiten können. Es wird zum Bohème-Viertel, wird kulturell attraktiv, auch „schräg“, es zieht Infrastruktur wie Galerien, Lokale und Clubs mit sich, wird interessant. Auf die maroden Altbauten wird die Immobilienwirtschaft aufmerksam, sie saniert die Gebäude, wertet sie auf, und irgendwann verschwindet die Szene vielleicht auch wieder, weil sie hohe Mieten nicht mehr zahlen kann. In kann schnell out werden.

Barbara Schönig vom Institut für Soziologie an der TU verweist im gleichen Artikel auf Berlin Mitte hin. Den Künstlern, die sich irgendwann die Lage nicht mehr leisten können, würden sogenannte „Urbaniten“, junge, alleinstehende Leute mit Geld folgen. spricht von Gentrifizierung heißt das Zauberwort: Umstrukturierung eines Stadtteils. „Pioniere“ werten ihn auf, machen ihn teuer, alteingesessene Bewohner fühlen sich vertrieben, ziehen weg. In Prenzlauer Berg seien es vor allem studentische Pioniere gewesen, die mit Clubs, Szeneläden und Lokalen im Gefolge Leben auf die Straße gebracht hätten.

Gerade hier gebe es einen starken Verdrängungsprozess, sagt Barbara Schönig, „extrem hochpreisige“ neue Häuser. Das Bötzowviertel sei inzwischen ein Wohn-In-Viertel. Sie vermutet, dass der Kern des In-Viertels aus Prenzlauer Berg weiterzieht, Richtung Friedrichshain.

Kreuzberg, das in den siebziger- und achtziger Jahren von Leerstand und Hausbesetzungen geprägt war, werde ihrer Ansicht nach von Barbara Schönig als In-Viertel nicht mehr so stark wahrgenommen. Die Mieten gelten als relativ teuer, am Landwehrkanal gebe es jedoch noch „Wohn-In-Viertel“.

Hoffentlich kommen beide Forscher jetzt nicht auch noch wie Dr. Andrej Holm. ins Gefängnis, nur weil sie sich mit der Umstrukturierung des Raumes beschäftigt haben.

Donnerstag, August 09, 2007

Mehr Kinder - Kindermeer, 6479 Neugeborene im ersten Quartal

Der Baby-Boom geht weiter. In Berlin wurden im ersten Quartal 2007 knapp fünf Prozent mehr Kinder geboren als im selben Zeitraum des Vorjahrs. Bundesweit stieg die Geburtenzahl nur um 0,4 Prozent.

Bald gibt es mehr Neugeborene als Eingeborene. Im ersten Quartal 2007 kamen in der Stadt 6479 Kinder zur Welt, 310 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Dies berichtet die Berliner Morgenpost von heute. Anfang des Jahrtausends hatten demnach noch rund zehn Prozent weniger Kinder in Berlin das Licht der Welt erblickt. Fast jedes zweite der Neugeborenen hat heute Eltern ohne Trauschein.

In den Innenstadtbezirken werden die meisten Kinderwägen geschoben. In Mitte, Prenzlauer Berg (Pankow) und Friedrichshain(-Kreuzberg) liegt der Anteil der Neugeborenen je 1000 Einwohner deutlich über dem Berliner Durchschnitt. Allein Friedrichshain-Kreuzberg verzeichnet im ersten Quartal 2007 einhundert Geburten mehr als im Vorjahreszeitraum, Pankow 79. Mehr als die Hälfte des Zuwachses kommt aus diesen beiden Bezirken.

Interessant wird diese Entwicklung in fünfzehn Jahren. Werden die jetzigen Neugeborenen aus Protesthaltung gegenüber ihren Eltern neue Subkulturen beleben? Werden vagabundierende Jugendgangs mit Hightechspielzeugwaffen die Berliner Innenstadt unsicher machen und die alten miefigen Bio-Supermärkte in Brand stecken?