Samstag, August 30, 2008

Fleischerei wurde zur Schlachtplatte


Schlacht kommt von schlachten. Die Alte Fleischerei am Rosenthaler Platz kann jetzt auch ausgeschlachtet werden. Der Leichenschmaus stieg am Freitag. Die Party mit Raving Mad Carlos, Tricky D., Coyote Dub Force und Blueprintbegann begann schon am Nachmittag. Die Polizei wollte die Party gegen Mitternacht mit Pfefferspray auflösen, wegen Ruhestörung. Mehr weiß ich noch nicht.

8 mm Osten

Pankow Girls are the Craziest

Irgendwas passiert immer...



... auch wenn ich gerade nicht zu melden habe.

Donnerstag, August 28, 2008

Ein musikalischer Abendgruß per Telefon

P-Berg Newsticker

+++ Stopp Atom Baum: Denksteinlegung am Falkplatz, 31. August +++ Museumsverbund plant Austellung zum Thema Prenzlauer Berg in den 80ern und 90ern für Frühjahr 2009 im Bildungszentrum Prenzlauer Allee +++ Unter Berlin e.V. bietet neue Führung zu Untergrundbewegung in der DDR an +++ Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlauer Berg Schieritzstr. 24-26 am 6. September +++ Foto-Journalistin Ursula Meissner startet Ausstellung "Afghanistan - Rosen, Mohn, 30 Jahre Krieg", 3. September, 20 Uhr, Galerie Kuckucksnest, Dunckerstr. 77, Bilder hängen bis 2. Oktober +++ Vivantes-Krankenhaus Prenzlauer Berg, Fröbelstraße soll 2011 für 15-25 Millionen Euro zum Facharztzentrum umgebaut werden, Pneumonologie, plastische Chirurgie, Traumatologie ziehen ins Krankenhaus Friedrichshain, Rettungsstelle und 146 von 187 Betten bleiben vorerst bis 2011 +++ Netzwerk Spielkultur feiert am 29. August 18. Geburtstag des Abenteuerlichen Bauspielplatzes Kollwitzstraße 37 +++

Versicherung für Schwarzfahrer

Jeder fährt mal schwarz, aus Prinzip, aus Schludrigkeit oder einfach aus der Not heraus. Die Fahrt mit BVG und S-Bahn ist teuer, besonders wenn man ohne gültigen Fahrtausweis angetroffen wird und nicht die Beine in die Hand nimmt. Wir Berliner sollten uns an Stockholm ein Beispiel nehmen. Dort können sich Schwarzfahrer versichern. Mehr dazu hier.



"Schwarzfahrer" - ein Klassiker der Berliner Kurzfilmgeschichte mit schönen Bildern von Pepe Danquart.

Steiners Tapedeck Story Teil 1

Das braune Tonbandgerät meiner Eltern und ihre fünf ORWO-Tonbänder waren für mich offiziell tabu. Zu besonderen Anlässen schlossen sie das Gerät an den Kopfhörerausgang ihres sowjetischen Junost-s/w-Fernsehers an. Ein ABBA-Konzert und die OTTO-Show waren ihre heiligsten Aufnahmen. Ich brach das Tabu regelmäßig in den Ferien, wenn mir die Keller, Dächer und Hinterhöfe Prenzlauer Bergs zu langweilig wurden. Das Entstauben des Gerätes mit dem nackten Arm wurde zum kleinen Ritual. Wenn ich mir die riesigen schwarzen Russen-Kopfhörer mit dem gekräuseltem Kabel und den dicken Lautstärkereglern aufsetzte, fühlte ich mich wie die Airwolf-Piloten Hawke und Santini.
















Die ORWO-Bänder aus den Pappschachteln zu bekommen und richtig aufzuspulen, war eine Sisyphosarbeit. Meinen Patschehänden mangelte es an Feinmotorik. Spulen machte mir Spaß. Es klackte, ratterte und surrte. Die Luft roch nach heißem Staub. Das war als würde ich eine richtige Maschine bedienen, viel besser als im PA-Unterricht. Musik war mir noch egal. An Otto Waalkes hatte ich mehr Freude als an den ABBA-Konzerten. Mit seinen Hänsel-und-Gretel-Coverversionen von Major Tom konnte ich besser das machen, was man heute scratchen nennen würde.

[Apspieltaste]: Im dunklen Märchenwald wird Gretel panisch, Hänsel ist nicht da - das kommt ihr spanisch, der knabbert immerzu - am Knusperhäuschen, Hänsel bitte mach - doch mal ein Päuschen, doch - der Frisst und frisst. [Halt-Taste], [Rückwärts-Taste]

Davon bekam das Tonbandgerät eines Tages tierischen Hunger auf Bandsalat und fraß gerade die schauen letzten neun Minuten der Show. Mir blieb nur der Griff zur Schere. Das zerkräuselte Band versenkte ich heimlich in der Mülltonne des Nachbarhauses. Nach der peinlichen Panne verschwanden die Bänder für immer in den Schränken meiner Eltern. Das Gerät überlebte die Wende noch acht Jahre als Staubfänger. Als meine Eltern die Flucht aus Prenzlauer Berg antraten, brachte ich es mit meinem Vater als Elektroschrott zum Recyclinghof.

zum Mitschnitt der im Bandsalat verlorenen Tonbandminuten hier

Sonntag, August 24, 2008

Das große Joerg-Rider-Feature

VIA GENERATION TAPEDECK
Jörg Riders Album
"Verdammt ich lieb Dich"
produziert von Star-Producer DJ V.Raerter

Jörg Rider

Alle Tracks einzeln als mp3
1. Best Rappers, feat. Jenz Steiner
2. Sei meine Ex
3. In Echt
4. Keep on dancing
5. Kiss
6. Liebe, feat. Jenz Steiner
7. Schnecke
8. Real Champain

Zuerst pilgerten nur Jörg-Rider-Fans zum Kollwitzplatz in Berlin Prenzlauer Berg. Doch seine alte Heimat ist inzwischen ein Muss für jeden Berlin-Touristen. Jeder Reiseführer zeigt Fotos seines ehemaligen Wohnhauses und beschreibt es als „Herz des Künstlerviertels“ oder „Keimzelle der kreativen Boheme“. Sightseeing-Busse, Nobel-Restaurants und teure Trödelläden haben sich dort angesiedelt, um aus Riders Ruhm und Strahlkraft Profit zu schlagen.

Vom Kollegangster zum Weltstar

Der ehemalige Kolle-Gangster hat in den frühen Neunzigern ein neues musikalisches Genre salonfähig gemacht. Ohne Jörg Rider würde es in Berlin keinen Hardcore-Gangster-Rap geben. Der musikalische Erfolg hat sein Leben verändert. Seit einigen Jahren pendelt der Weltstar zwischen New York City und seiner Villa in Saint Tropez. Bei seinen bombastischen Partys geben sich Bruce Willis, Jay Z und Jennifer Lopez die Klinke in die Hand.

Liebe ist „getto“

Rider gelang vor gut vier Jahren ein genialer Schachzug. Der Kolle-Gangster von damals streifte sein altes Image komplett ab und zeigte plötzlich seine weiche Seite. Der anfänglichen Bestürzung der Fans folgte grenzenlose Bewunderung. Nicht ohne Grund ließ er das Release-Datums seines zweiten Albums „Verdammt ich lieb Dich“ von seinem Management auf den 24. Dezember, das Fest der Liebe legen.

Verdammt Jörg liebt uns

Mir wird das Weihnachtsfest 2004 ewig in Erinnerung bleiben. Dort, wo sich alljährich alle Hustler des Bezirks zum X-Mass-Cornern treffen, vor der Segenskirche in der Schönhauser Allee, spielte Rider Weihnachtsmann, obwohl seine weltweite Popularität schon damals die des Weihnachtsmanns um Längen überragte. Großzügig verteilte er unter den alten P-Berg-Kids erste „Verdammt ich lieb Dich“-Kopien. Auf das handsignierte Exemplar meines musikalischen Ziehvaters war ich tierisch stolz.

P-Berg-Held burnt Beatles

Das Weihnachtsfest läutete Riders endgültigen Durchbruch ein. Niemand von uns ahnte in dieser heiligen Nacht, dass „Jay Ö“ damit ein halbes Jahr später in die internationalen Albumcharts einsteigen würde. Seine Songs hielten 2005 über zwanzig Wochen hinweg die ersten fünf Plätze der Hitparade besetzt. Das hatten zuletzt die Beatles geschafft. Plötzlich stand einer von uns im internationalen Rampenlicht. Unseren alten Kolle-Homie sahen wir jetzt nur noch im Fernsehen, auf T-Shirts und Plakatwänden.


Jörg Rider: "Ich slide", produziert von Taoist @ Tillevisions Superstudio

Sex-Chancen für hässliche Jungs

Der Gangster-Rapper erwuchs zum Gefühlsrapper. „Verdammt ich lieb Dich“ hat Rap revolutioniert. Rider war cool. Er legte „das ganze Posing-Ding“ ab und zeigte der Welt seine weiche Seite. „Ich haue nicht nur Leuten auf die Fresse, ich kann auch lieben“, sagte er damals im Interview mit MTV. Obwohl das Album zu 87 Prozent von Mädchen gekauft wurde, richtete sich Rider in erster Linie an seine männlichen Fans, die Gangster-Rap hörten, aber keine Gangster sein konnten. „Das Album soll das Selbstbewusstsein pubertierender Jungs aus Brandenburg mit flaumigen Bart und springender Stimme stärken, die noch nie ein Mädchen geküsst haben“, sagte er 2005 in der FAZ. „Ich will denen, die noch nicht so viel Erfahrung mit Sex haben, etwas mit auf den Weg geben: Auch Du kannst es schaffen, selbst wenn Du hässlich bist.“ Dieser Satz ging um die Welt.

zur Jörg Rider Fanpage

Samstag, August 23, 2008

Damals im Schlachthof

Als Kind habe ich mich immer gefragt, was sich wohl hinter den roten Backsteinmauern des Fleischkombinats in der Storkower Straße zutragen würde. Immer wenn wir mit dem Auto durch die Leninallee fuhren, starrte ich auf die steinernen Schweineköpfe, die als Zierelemente an den Giebeln der Schlachthallen auf die Straße starrten. Nach langer und intensiver Recherche habe ich nun einen historischen Filmbeitrag gefunden, der das Leben und Ableben der Schweine hinter den roten Ziegelmauern im Süden Prenzlauer Bergs realitätsnah dokumentiert.



"Le Cochon Danseur", Brüder Pathé, FR 1907

Erinnerungen an die Rykestraße



Das Lohmannhaus in der Rykestraße in den Achtzigern. Heute befindet sich im Erdgeschoss ein Copyshop. via Ryke37.

Strahlend wird die Zukunft sein

Ich war gestern auf dem Gelände des alten Schlachthofes Storkower Straße spazieren. Einige der neuen Wohnanlagen dort haben mich durch ihr Bunker-Design in rot an eine Wohnversion des Alexa-Centers erinnert. Noch gibt es ja die eine oder andere Freifläche. Doch schon in Kürze errichtet dort die Baugruppe Zur Börse GbR eine Passivhaussiedlung mit drei energieeffizienten Fünfgeschossern.

Noch sieht es vor Ort so aus.


Die grüne Wiese macht bald dieser Bebauung platz. Ob sich die Punker-Hunde aus der benachbarten Rigaer-Straße dort dann auch noch so wohl fühlen und fleißig das Stöckchen aportieren? Ich halte es für unwahrscheinlich.



Hier geht es zur Baubeschreibung (pdf) und hier zum Passivhaus-Blog des Architekturbüros.
Fotos: Baugruppe Zur Börse GbR

Dienstag, August 19, 2008

Presseerklärung zum Olympia-Sieg in Peking

Der Sieg bei den Olympischen Spielen hat mich nicht überrascht, aber dennoch sehr gefreut. Die internationale Konkurrenz war nicht zu unterschätzen und hat sich ebenfalls sorgfältig auf die Spiele vorbereitet. Entgegen aller Gerüchte werde ich dem Leistungssport jedoch weiter treu bleiben. Die Meldungen diverser Boulevard-Blätter, mein Körper würde den sportlichen Belastungen nicht mehr verkraften, sind haltlos. Mein Trainingsplan sieht keinerlei Reduzierungen meiner physischen Belastung in zeitlicher Nähe vor.

Ich möchte diese Möglichkeit nutzen, um meiner Trainerin und meinen Freundinnen und Freunden zu danken. Ohne Euch wären meine internationalen Erfolge nicht möglich geworden.

Montag, August 18, 2008

Mein musikalisches Vorbild



Spence Peppard, Besitzer eines Aufnahmestudios in Nacogdoches, Texas, hat als Produzent schon einiges zu hören bekommen. Im Clip "Crazy - The Worst Studio Session Ever" macht er sich darüber lustig, indem er seine Rolle tauscht und auf der anderen Seite der schalldichten Scheibe ein Höchstmaß an Selbstüberschätzung vorspielt. Es sei immer sein Traum gewesen "Hardcore Country" zu singen, Johnny Cash trifft Pantera, eine Stilrichtung, die noch nicht existiert - und zwar aus gutem Grund, wie Spence anhand von Willie Nelsons Song "Crazy" beweist.Seine athletischen Lockerungsübungen - plötzlich sieht man die Füße in der Scheibe - machen den folgenden körperlichen Ausbruch erwartbar. Doch als er mit dem "Crazy"-Gebrüll einsetzt, zuckt man vorm Computer zusammen wie der Mann am Mischpult, der mit seinen Reglern gegen den Kontrollverlust ansteuert. Musik ist der Raum, in dem Ekstase möglich ist: Im Glaskäfig des Studios lebt Spence seine wildesten dreieinhalb Minuten aus.

Ganz verrückt vor Einsamkeit den Körper verrenkend, fallen ihm die Kopfhörer vom Kopf, mit Raumspray steigert er sich in sprühenden Wahn. Gegen Ende des Clips beweist er, dass er auch wunderbar harmonisch singen kann. So oder so, für den Mischpult-Mann ist es ein klarer Fall: Er greift sofort zum Telefon, um einen Plattenvertrag einzutüten.

(Süddeutsche Zeitung)

Sonntag, August 17, 2008

Aufstiegschancen für Kleinkinder




"Ein allgemeines Verbot der Kinderarbeit ist unverträglich mit der Existenz der großen Industrie und daher leerer frommer Wunsch. Durchführung desselben - wenn möglich - wäre reaktionär, da, bei strenger Regelung der Arbeitszeit nach den verschiednen Altersstufen und sonstigen Vorsichtsmaßregeln zum Schutz der Kinder, frühzeitige Verbindung produktiver Arbeit mit Unterricht eines der mächtigsten Umwandlungsmittel der heutigen Gesellschaft ist." - Karl Marx, Kritik des Gothaer Programms, MEW 19, 32



Foto: Hauptstadtblog

Donnerstag, August 14, 2008

Mörtel-Crew grüßt mit Plakaten zum Tag des Mauerbaus



NEUE MAUERN BRAUCHT DAS LAND!, stand auf den schwarzen Plakaten, die pünktlich zum 13. August, dem Tag des Mauerbaus überall in Prenzlauer Berg auftauchten. Darauf sieht man neun zugemauerte Läden, die den neuen Prenzlauer Berg repräsentieren. Der Marthashof, der LPG-Biomarkt am Senefelderplatz und der Kauf-Dich-Glücklich-Ramsch-und-Waffelladen in der Oderberger Straße sehen zugemauert besonders gut aus. Die Plakate der Mörtel Crew Berlin tragen dieselbe Handschrift wie die hübschen Weihnachtsplakate, die die Innenstadt in den letzten Jahren zierten. Ich habe mich gestern jedenfalls tierisch gefreut.

Foto: Vati

GLS-Sprachenschule will ins Stadtbad Oderberger Straße investieren

Die Umfrage zur Zukunft des Stadtbades Oderberger Straße lief gestern aus.
Nur drei Prozent der Teilnehmer vermuten, dass das Objekt ewig geschlossen bleibt. Ganze 20 Prozent vermuten, dass es dem Erdboden gleich gemacht wird. Den Umbau zum Kiezbad befürworten 34 Prozent der Befragten. Mit der Vermutung, dass in den Gemäuern ein Wellness-Pool mit Hotelbereich entstehen könnte, lagen 37 Prozent der Teilnehmer gar nicht so weit ab vom Schuss.

Jetzt meldet die GLS Sprachschule, die die Räumlichkeiten der ehemaligen Hauptschule Gustave Eiffel in der Kastanienallee 82 nutzt, Interesse an der benachbarten Immobilie an.
Sie will dort Übernachtungsmöglichkeiten und Studios für ihre Kursteilnehmer schaffen. Die Schule selbst bietet für ihre Gäste nur 50 Zimmer an und muss zusätzlich immer andere Hotelzimmer anmieten.

Dazu muss jedoch die Eigentümerin, die Stiftung Denkmalschutz Berlin das Bad verkaufen. Die will das Bad selbst sanieren, kann aber keine Gelder dafür akquirieren. Vor nicht langer Zeit wollte die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung das 17-Millionen-Euro-Projekt Wellnessbad mit Hotelbereich noch 2,5 Millionen Euro fördern, hatte dann aber einen Rückzieher gemacht.

Mittwoch, August 13, 2008

Skazka Orchestra im Privatclub



Ein kleiner Eindruck von den Live-Qualitäten des Skazka Orchestra aus Prenzlauer Berg.
Skazka bei myspace, bei my.sputnik und bei youtube

P-Berg-Newsticker

+++ Übergang über bahneigenen Gleimtunnel fertig, Kosten 20.000 Euro +++ Kinderhasser setzen Bezirk mit Klagen gegen Sportplatzlärm, Verwaltung bittet um Toleranz +++ Demokratische Schule von Netzwerk Spiel/Kultur verhandelt um Schulhausobjekte +++ BVV für Verbreiterung der S-Bahnbrücke zwischen Sonnenstraße und Dänenstraße, damit Radfahrer auch legal über die Brücke rollen können +++ GSW starter Kinderfotowettbewerb http://www.ichundmeinkiez.de +++

Montag, August 11, 2008

Tolles Spiel: Steine, Mollis und Eier gegen Polizisten

Ich habe es gerade ausprobiert und finde es toll. Das Online-Spiel Wir sind die Guten gibt mir das Gefühl auf der Welt doch noch etwas verändern zu können. Das ist großartig, auch wenn ich als Demonstrant vor der Roten Flora in Hamburg ganz schön was einstecken musste. Der Kampf mit Steinen und Eiern gegen die Robocops hat sich gelohnt.

Freitag, August 08, 2008

S-Bahn-Schwarzfahrer müssen jetzt am Ostbahnhof blechen

Am Nordbahnhof gehen wieder die Lichter aus, jedoch nur im Kundenzentrum der S-Bahn. Schwarzfahrer und Abo-Kundeden werden ab Montag an drei neuen Schaltern im Ostbahnhof abgefertigt.

Dienstag, August 05, 2008

Sesamstrasse geht mit der Zeit

Die Sesamstraße stand einmal für progressives und zeitgemäßes Kinderfernsehen. Ihre Macher orientierten sich an den Sehgewohnheiten der amerikanischen Kids. Ähnlich wie in den Werbeblöckem der kommerziellen Fernsehstationen setzte die Sesamstraße auf viele kurze 30-Sekunden-Beiträge, die aber kindgerecht aufbereitet und pädagogisch wertvoll angereichert wurden. Auch heute wird die wahrscheinlich neben den Teletubbies bekannteste Kindersendung der Welt noch diesem Ruf gerecht. Sie holt auch die Kinder von heute dort ab, wo sie sich befinden. Trotzdem bleibt sie ihren alten Helden Ernie und Bert treu und macht sie fit für das neue Jahrtausend. Daran sollten sich die Kollegen vom Kika mal ein Beispiel nehmen.

Ernie And Bert Rap Ante Up

Sonntag, August 03, 2008

Samstag, August 02, 2008

Berlin ohne Palast und ohne Schloss - Das gab es schon einmal



Ausschnitt aus "Das Kaninchen bin ich" (1965)

Strassenbaupläne versetzen Laubenpieper in Angst und Schrecken

Die Nutzer der Schrebergärten in Prenzlauer Berg haben Angst. Neue Straßen könnten schon in sieben Jahren quer durch die Kleingartensiedlungen am Volkspark Prenzlauer Berg und nördlich der Bornholmer Strasse führen. Das würde für 65 Parzellen nach einem Jahrhundert das Aus bedeuten. Der Vorsitzende des Bezirksverbandes der Kleingärtner, Egid Riedl hat vor zwei Wochen in deren Namen einen offenen Brief (pdf) an den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit geschickt. Die Antwort des Bürgermeisters war für die Kleingärtner unbefriedigend. Zusammengefasst: Die Flächen gehören zur strategischen Flächenreserve der Stadt. Eine Umwidmung zu Dauerkleingärten ist nicht drin (Umwidmung klingt etwas absurd, da dort immer nur Dauerkleingärten standen). Galgenfrist bis 2014. Danach eventuelle Verlängerung nach erneuter Prüfung.

Da sich Prenzlauer-Berg-Themen mit Schlagwörtern wie Bionade, Biedermeier und Boheme seit einem längeren Artikel in der Zeit immer gut verkaufen, widmete sich die taz heute auch diesem Thema und wagte einen Brückenschlag zu den Prenzlauer Berger Neubürgern, die P-Bergs Laubenpieperparadies über google entdeckten. (zum Artikel).

Susius by night



Rapperin und Sängerin Susius aus Kreuzberg im kurzen Interview über das We B*Girlz Festival, wurde letzte Nacht etwas stiefmütterlich am Ende des ARD-Nachtmagazins platziert.
Das 4-wöchige Festival mit einer Reihe von Podiumsdiskussionen, Filmen, Ausstellungen und Shows steht unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit. Getragen wird das Berliner Festival durch den Hauptstadtkulturfonds, die Bundeszentrale für Politische Bildung, den Senat für Wirtschaft, Technologie und Frauen, die Frauenstiftung Divida und das Berliner Aktionsprogramm für Demokratie & Toleranz, gegen Rechtsextremismus, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus respectABel. Qualität, Inhalt und Anmoderation des Beitrags lasse ich mal unkommentiert im Raum stehen.

Die Veranstaltungen in Berlin sind Teil eines internationalen Jahres der Frauen im HipHop, das bereits im März zur fünften Grassroots-Medienkonferenz in New York gestartet wurde. Zur Presseerklärung in deutscher Sprache geht es hier.

Ard Nachtmagazin Download, Nacht vom 1. zum 2. August (MP4)

In der Brigitte kann man jetzt für HipHop-Girl Susius voten.

Artikel zum Festival im Tagesspiegel

Freitag, August 01, 2008

Prenzlauer Berg Dokumentation





P-Berg Newsticker

+++ Funkwelle sendet nachts alte Mitschnitte von Radio P +++ GLS-Sprachenschule in der ehem. Hauptschule in der Kastanienallee will Stadtbad Oderberger Strasse kaufen - oben Studios für Kursteilnehmer, unten Schwimmhallenbetrieb +++ rbb sendet neue Fassung des Dokumentarfilms Bilderbuch Prenzlauer Berg +++ Anbauten am ehemaligen Krankenhaus Dimitroffstrasse für das neue Seniorenheim nehmen Form an +++ taz bringt Reportage über Schweizer Kriegsdienstverweigerer, der in P-Berg Unterschlupf fand +++ Besitzerin Sylvia Thimm freut sich: im "Doors" wird weiterhin geraucht und nichts gegessen +++